Top News

Sergey Kovalev vs Jean Pascal – 14. März Montreal

Bereits Ende November 2014 waren sich die Veranstalter „Interbox“ und Kathy Duva „Main Event“ einig: Sergey Kovalev wird seine 3 Titel (WBA-Superchamp, WBO und IBF) im Halbschwergewicht am 14. März in Kanada gegen Jean Pascal verteidigen. Der Kampf soll in Montreal stattfinden.

Jean Bédard (Interbox): “Die Verhandlungen mit Main Events gingen schnell und reibungslos, so dass wir in der Lage sind, einen hochkarätigen Kampf und eine große Nacht des Boxens zu organisieren. Nach einem ziemlich mittelmäßigen Jahr 2014 sind wir vorbereitet, den Boxfans in Quebec einen der besten Kämpfe bieten können, der möglich ist.“

Katy Duva (Main Event): „Sergey hat vom Vertragsabschluss an sehr deutlich gemacht: Er will nur gegen die besten Kämpfer antreten. Ich habe nach seinem Sieg gegen Bernard Hopkins, dass er auch danach gtes Geld verdienen wird. Ich bin begeistert, mit Interbox zu arbeiten, um den Box-Fans mit dem Kampf zwischen Kovalev und Pascal etwas zu bieten. Diese Kämpfe sind einfach zu machen, wenn beide Boxer wollen und die Promotoren und Manager bereit sind, vernünftig zu sein und gut zusammenarbeiten können.”

Während sich Kovalev, der kürzlich Vater geworden ist, zum Jahresende hin voll und ganz seiner Familie widmen konnte, musste Ex-IBO- und WBC-Champ Pascal im Dezember noch einmal zu einem Kampf antreten. Der endete allerdings in einem Fiasko. Er boxte am 6. Dezember im Montreal gegen den Argentinier Roberto Feliciano Bolonti. Bolotoni kämpfte zuletzt um den regulären WBA-Titel gegen Jürgen Brähmer. Diesen Fight in Schwerin verlor er deutlich nach Punkten. Der Kampf gegen Pascal endete bereits in der 2. Runde. Pascal überhörte offenbar ein Trennkommando und traf Bolonti mit einem Kopfhaken. Der Argentinier ging mit dem Gesicht voran zu Boden und blieb regungslos liegen. Man bekam allerdings den Eindruck, dass genau das reine Show war. Der Kampf wurde als „No Contest“ gewertet. Eine echte Prüfung für Pascal war das also nicht.

Der Kampf zwischen Kovalev und Pascal könnte durchaus spannend werden. Pascal ist eine etwas andere Herausforderung, als die letzten Gegner von Kovalev – einschließlich des auf „Überlebensmodus“ getrimmten Bernard Hopkins. Anders als „The Alien“ wird Pascal versuchen, Kovalev aktiv anzugreifen. Genau da liegt die Chance des Russen, der dafür bekannt ist früher oder später jedem Gegner seinen Kampf aufzuzwingen und ihn zu „krushen“. Pascal, der seinerzeit seine Schwierigkeiten mit Hopkins hatte und ihn zweimal nicht besiegen konnte, wird mit fortlaufender Kampfdauer Probleme bekommen.

Sergey Kovalev geht als Favorit in diesen Kampf. Die kanadischen Pascal-Fans werden das natürlich anders sehen. Genau so haben sich auch im August 2013 die britischen Cleverly-Fans getäuscht. Unmittelbar vor dem Fight um den WBO-Gürtel wurde Kovalev in Internetforen von den Briten noch als „russian pussy“ bezeichnet. Als Kovalev mit Cleverly fertig war – großes Schweigen. Die britischen Boxfans waren pappesatt. Cleverly wollte seine Boxhandschuhe an den Nagel hängen und der Sauerland-Boxstall hatte auf einmal kein Interesse mehr an der WBO-Pflichtherausforderung durch Jürgen Brähmer.

Man muss sich nicht unbedingt weit aus dem Fenster hängen um zu behaupten, Kovalev wird diesen Kampf gewinnen. Es könnte für Pascal durchaus die erste vorzeitige Niederlage geben. Auf jeden Fall eine spannende Kampfansetzung. Gelingt Kovalev in Montreal ein weiterer Sieg, wird der Ruf nach einem Vereinigungskampf gegen Adonis Stevenson nicht mehr zu überhören sein.

Autor Johannes Passehl

 

Voriger Artikel

Mayweather vs Pacquiao – Es ist kaum noch auszuhalten

Nächster Artikel

Klitschko favorisiert Wilder, aber Stiverne hält ihn nicht WM-würdig

8 Kommentare

  1. 17. Januar 2015 at 20:35 —

    Da steht ein Pferd auf dem Flur, da steht ein Pferd auf dem Flur…

  2. 17. Januar 2015 at 20:39 —

    Theoretisch müsste die Boxen.de-Redaktion jetzt den gesamten Artikel löschen.

    In dem Artikel wird das Wort pussy benutzt (Kovalev ist eine “russian pussy”).

    Sollte das Wort pussy ab jetzt in Ordnung sein, werde ich mein nettes, freundliches Verhalten unverzüglich ablegen.

    P.S. WLADIMIR IST EINE PUSSY! (“ukrainian pussy”)

  3. 17. Januar 2015 at 20:51 —

    Stimmt, eigentlich sind boxpromoter pensionstierhalter.
    Sie nehmen pferde in ihre obhut die sich dann mit herdenfremden im ring mit den vorderhufen treten.
    so gesehen ganz simple geschöpfe

  4. 17. Januar 2015 at 20:53 —

    theoretisch verliert die praxis ihren sinn wenn man sie nur auf theorie aufbaut.

  5. 17. Januar 2015 at 21:44 —

    na geht doch!
    da kann sich kova einen kampf gegen brähmer verdienen
    wäre aber ein geiler kampf (ohne brähmer), bestimmt was fürs auge, wenn er dann kommt, das ist ja die unbekannte.
    und dann müssen wir uns überlegen, wie wir den fan davon abhalten, diesen kampf zu sehen, nicht, daß seine einstellung zum “boxen” gestört wird.
    am besten eine karte zum Rocky-musical besorgen, wird er voll überrascht sein vom ende, vor freudentränen keinen kampf mehr sehen können und seine brähmer-welt ist in ordnung.

  6. 19. Januar 2015 at 19:32 —

    Superhype Stevenson scheint wohl das nächste Opfer vor die Fäuste zu bekommen. Lucian Bute hat bei Haymon unterschrieben.

  7. 19. Januar 2015 at 19:47 —

    Lucian Bute würde ich nicht unbedingt als Opfer bezeichnen, für mich ist Bute ein gefährlicher Gegner für Stevenson.

    • 20. Januar 2015 at 08:09 —

      Seine Psyche ist seit dem Froch Kampf völlig hinüber. Schwer vorstellbar, dass er nach den letzten beiden Vorstellungen wieder zurück kommt.

Antwort schreiben