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Sergey Kovalev und Dmitry Bivol – Titelverteidigungen in Atlantic City


Am Samstag wollen Sergey Kovalev (WBO und IBA) und Dmitry Bivol (WBA) ihre Gürtel im Halbschwergewicht bei einer gemeinsamen Veranstaltung in Atlantic-City verteidigen. Veranstalterin Kathy Duva (Main Event) und Kovalevs Manager Egis Klimas verfolgen die Absicht, dass Beide im Falle ihres Sieges am Samstag noch in diesem Jahr gegeneinander zu einem Titelvereinigungskampf antreten sollen.

Dem weitaus schwereren Gegner steht Sergey Kovalev gegenüber. Nach einer relativ leichten Eroberung von vakanten Gürteln gegen Vyacheslav Shabranskyy (TKO2) und dem etwas anspruchsvollerem Gegner Igor Mikhalkin (TKO 7), bekommt es der „Krusher“ jetzt mit dem gebürtigen Kolumbianer Eleider Alvarez zu tun. Das ist neben den beiden Ward-Kämpfen das „dickste Brett“, was Kovalev jemals in seiner Karriere zu bohren bekommen hat.

Über Alvarez muss man nicht viel sagen. Jeder Boxfan weiss, was das für ein Kaliber ist. Er war über 2 Jahre wegen einem Kampf gegen Adonis Stevenson in Warteschleife und wurde sogar dafür bezahlt, dass er nicht auf sein Pflichtherausforderungsrecht gepocht hat. Der Kampf hätte leicht organisiert werden können. Was dagegen sprach: Alvarez, der wie Stevenson in Montreal lebt, hat mit Promoter Yvon Michel und Berater Al Haymon die gleichen Leute an der Backe wie der WBC-Champ. Aus Gründen, die nie offiziell genannt wurden, kam der Kampf zwischen Stevenson und Alvarez nie zu stande. Für den in bisher 23 Kämpfen ungeschlagenen Alvarez winkt nun die Chance, gegen Kovalev Weltmeister zu werden. Dem entsprechend hoch motiviert wird er sein, endlich sein Karriere-Ziel zu erreichen. Das Kovalev verwundbar und schlagbar ist, weiss Alvarez, obwohl nicht Alles in den 2 Kämpfen gegen Ward mit rechten Dingen zugegangen ist. Der Kampfausgang bei Kovalev vs Alvarez ist schwer vorraus zu sagen.

Etwas anders sieht es beim zweiten Hauptkampf zwischen Dmitry Bivol und dem Afrikaner Isaac Chilemba aus. Bivol hat einen blitzsauberen Kampfrekord von 13(11)-0-0. Er holte sich den WBA-Titel in Monaco relativ leicht gegen Trent Broandhurst. In der ersten Titelverteidigung bekam er mit Sullivan Barrera ein schweres Kaliber serviert. Dieser Kampf fand schon bei einer gemeinsamen Card mit Kovalev im MSG New York statt. Bivol zeige sich in Hochform, holte alle 11 Runden und siegte dann noch durch TKO 12.

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Isaac Chilemba hat sowohl schon gegen Kovalev, als auch gegen Alvarez gekämpft und nach Punkten verloren. In einem weiteren Kampf unterlag er gegen Oleksandr Gvozdyk durch RTD 8, weil er mit einer gebrochenen Hand nicht weiter kämpfen konnte. Im März 2018 kämpfte er gegen Blake Caparello und holte sich durch einen Punktsieg (117:111 und 2x 115:113) den WBC-International. Chilemba ist ein zäher Bursche, aber boxerisch reicht er nicht Dmitry Bivol heran. Man macht wohl Nichts falsch, wenn man auf einen Punktsieg für Bivol setzt.

Weitere 8 Kämpfe runden das Event im „Hard-Rock Hotel & Casino“ Atlantic-City ab. DAZN.com Abo-Inhaber und andere Stream-Gucker haben in der Nacht auf Sonntag ab 3:00 Uhr die Gelegenheit live dabei zu sein.

Hier die abschließende PK:

 

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4 Kommentare

  1. 4. August 2018 at 11:07 —

    Sicherlich ist Kovalev vs Alvarez die interessanteste Kampfpaarung an diesen Wochenende, schade nur das Alvarez nicht wirklich Schlagkraft hat, außerdem bin ich der Meinung das “sein” WM-Kampf wohl einige Jahre zu spät kommt um als Sieger den Ring zu verlassen!?
    Aber wer weiß,vielleicht gibt es ja eine Überraschung……………

  2. 5. August 2018 at 08:27 —

    Oh man, schwache Leistung vom Krusher. Das wirkte gestern wie ein Offenbarungseid. Die schwarzen Jungs liegen dem Russen wohl nicht so. Man hat gestern gesehen, wie man den Russen aus dem Konzept bringen kann.

    Kovalev ist jetzt 35 und sollte sich ernsthaft Gedanken machen, ob er seine Karriere an den Nagel hängt. Er war mehrfacher Weltmeister und hat alles gewonnen, was man in der Gewichtsklasse gewinnen kann. Zieht er sich jetzt zurück, kann er sich zumindest nicht vorwerfen, den richtigen Absprung hinbekommen zu haben.

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