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Serge Michel schickt Lokalmatador Liam Conroy zu Boden

Serge Michel hat den achten K.o.-Erfolg in seiner erfolgreichen Profikarriere gefeiert: Der 32-jährige Halbschwergewichtsboxer aus Traunreut kam zwar am Mittwochabend in Wakefield (England) nicht sofort in die Gänge, doch er steigerte sich im Kampfverlauf kontinuierlich und schickte den britischen Lokalmatador Liam Conroy in der vierten Runde zu Boden.

Der Kampf, für den Michel neben seiner Gage zudem noch 5000 Pfund (knapp 5500 Euro) einstrich, dauerte nicht einmal 15 Minuten. Am Ende war es Michels explosiver Aufwärtshaken mit der rechten Schlaghand, der den schon zuvor zweimal angezählten Conroy endgültig zu Boden zwang.

„Am Anfang hat es ein bisschen gedauert – es hat auch einiges auf dem Spiel gestanden“, resümierte der „Bavarian Sniper“, „doch dann bin ich Runde für Runde besser reingekommen.“ Am Ende sei er „sehr glücklich“, das Finale des Golden-Contract-Turniers erreicht zu haben, welches voraussichtlich im Dezember, wiederum auf der Insel, über die Bühne gehen wird. Sein Gegner wird dann der Lette Ricards Bolotniks sein, der sich am vergangenen Samstag in Riga nach Punkten gegen den Engländer Hosea Burton behauptet hatte.

„Ein super Kampf“, schwärmte auch Johann Wilhelm aus dem Michel-Management (zugleich Boxabteilungsleiter des TuS Traunreut). Der Trostberger machte nicht nur Serge, sondern auch dessen Vater und Trainer Eduard „Ottowitch“ ein großes Kompliment: „Nachdem Serge in der Anfangsphase doch etwas verkrampft war, hat Eduard die Strategie geändert. Und das hat zu hundert Prozent gefruchtet. Ottowitch sagt übrigens selbst, dass er in der Ecke sehr ruhig war.“

Nachdem Conroy immer wieder in den Körper von Michel reingegangen war, lautete die Erfolgsformel: von oben mit der Schlaghand durchziehen. „Und was waren dann schon richtig brutale Hämmer, die dabei herausgekommen sind“, freute sich Wilhelm nach dieser taktischen Meisterleistung. Und so war es auch kein Wunder, dass  der „Sniper“ gleich nach Kampfende zu seinem Vater schritt und diesen freudestrahlend mit seinen rot-weißen Handschuhen umarmte. Die Kampfbilanz des 32-Jährigen lautet jetzt: elf Duelle, zehn Siege, davon acht durch Knockout. Nun will Serge Michel den großen Coup landen und auch das Finale zu seinen Gunsten entscheiden. Gelingt ihm das, hat er einen Fünf-Kämpfe-Vertrag in den USA in der Tasche, bei Top Rank, dem weltweit größten Promoter.

Eine wichtige Erfahrung sei auch, nun zu wissen, wie man sich vorbereitet auf solche Kämpfe, betonen die Michels. „Um dieses hohe Level zu halten, brauchen wir wieder eine professionelle Vorbereitung mit Trainingscamp, internationalen Sparrings, Physiotherapeuten und, und, und. Wir hoffen auch auf  Sponsoren, die den Erfolg mit uns teilen können. Ohne finanzielle Unterstützung wird es schwierig.“ Nun wird Serge erst einmal einen kurzen Urlaub machen und sich nebenbei noch um seinen Barbershop in Traunreut („Seiten auf Null“) kümmern,  den er demnächst eröffnen will.

Serge störte es übrigens nicht, in Wakefield ohne Zuschauer boxen zu müssen. „Man ist voll auf sich konzentriert und kann die Anweisungen des Trainers besser hören.“

Fotos: Scott Rawsthorne

Quelle: PR Serge Michel

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