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Scott Quigg stoppt Rendall Munroe mit Körpertreffern

Im Rückkampf um den Interimstitel der WBA im Superbantamgewicht setzte sich am Samstagabend in Manchester Scott Quigg durch. Nachdem das erste Duell vor fünf Monaten wegen eines schlimmen Cuts in der dritten Runde in einem technischen Unentschieden geendet hatte, schlug Quigg dieses Mal Rendall Munroe in sechs Runden und profitierte dabei vor allem von seiner exzellenten Arbeit zum Körper.

Munroe begann etwas aggressiver und legte den Vorwärtsgang ein, während Quigg gegen den Rechtsausleger mit Kombinationen konterte. Aktiver war jedoch in der Anfangsphase Rendall Munroe, der vor allem immer wieder seinen rechten Jab heraus schnellen ließ und sich damit wohl knapp die erste Runde sicherte. Quigg steigerte jedoch in der Zweiten bereits seine Workrate und arbeitete zudem deutlich mehr zum Körper, wo er immer wieder Deckungslücken bei Munroe vorfand.

Die schnelleren Hände und Füße des ungeschlagenen Quiggs schienen jetzt den Unterschied zu machen, da er seine Distanz besser fand und die klareren Treffer setzte. Immer wieder platzierte er den letzten Schlag seiner Kombinationen zum Körper, meistens mit dem linken Leberhaken. So entschied er die dritte und vierte Runde für sich, während Munroe zwar weiter aktiv war und auch immer mal wieder durch kam, jedoch nicht in der Lage zu sein schien den nötigen Gang hoch zu schalten.

Auch in der Folge änderte sich daran wenig. Quigg blieb überlegen, auch wenn Munroe seinerseits ordentlich boxte und so gut dagegen hielt wie er konnte. Nachdem er jedoch die fünfte Runde wieder verloren hatte, hinterließen die vielen Körpertreffer in Runde Sechs eindeutige Spuren. Einer von dutzenden linken Haken zum Körper sorgte eine Minute vor Ende der sechsten Runde für den ersten Niederschlag des Kampfes. Munroe ging vor Schmerzen auf die Knie und ließ sich anzählen. Zwar stand er wieder auf, doch Quigg sah seine Chance gekommen und visierte weiter den Körper an. Ein rechter Aufwärtshaken zu den Rippen sorgte wenig später für den zweiten Niederschlag, nachdem der Ringrichter das Gefecht beendete.

Damit sicherte sich der 24-Jährige den Interimsgürtel der WBA und zudem seinen fünfundzwanzigsten Sieg seiner Profikarriere, in der er weiterhin ungeschlagen ist. Rendall Munroe hingegen kassierte seine dritte Niederlage, und wurde zum ersten Mal gestoppt. Theorteisch besitzt Quigg dadurch nun das Recht den WBA-Weltmeister Guillermo Rigondeaux herauszufordern.

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