Top News

Schwergewichtler aus Reihe 3

In diesen boxerisch ereignislosen Zeiten hat man vielleicht schon bald Entzugserscheinungen, schaut sich alte Kämpfe an oder denkt über in Zukunft mögliche Wunsch-Fights nach. Das betrifft nicht nur Kämpfe zwischen Gegnern aus Reihe 1 des Boxsports. Es gibt in jeder Gewichtsklasse Boxer, die vielversprechend erscheinen, aber in der BoxRec Wertung noch weiter hinten in den Top 100 zu finden sind.

Oftmals sind solche Boxer in die Top 100 gekommen, weil sie eine hohe KO-Quote vorweisen können und von ihrem Management mit den passenden Gegnern „versorgt“ wurden. Eine echte Prüfung gegen bessere Gegner mussten sie noch nicht bestehen. Möglicherweise wäre es auch erst einmal recht interessant, solche Boxer gegeneinaner antreten zu lassen.

Im Schwergewicht gibt es beispielsweise zwei solche Boxer, die der gleichen „Preisklasse“ angehören: Hohe KO-Quote und ein draufgängerischer Kampfstil. Sie schlagen boxtechnisch nicht die feinste Klinge, sondern versuchen ihre Siege in wílden Keilereien zu erzielen. Die Rede ist von Mladen „Monster Mel“ Miljas (12(12)-0-0) und Tyrone „King of the Ring“ Spong (14(13)-0-0).

Mladen Miljas ist als Sohn kroatischer Einwanderer in Kanada geboren. Er begeisterte sich schon im Alter von 4 Jahren für Kampfsport und absolvierte später 20 Amateurkämpfe, von denen er 17 gewinnen konnte. In dieser Zeit lernte er sein Handwerk gut und wird jetzt von Greg Cohen gefördert. Von seinen Gegnern schaffte es bisher nur einer bis in die dritte Runde.

Tyrone Spong ist in Suriname geboren und kam als 5-jähriger mit seiner Familie in die Niederlande. Er wuchs in Amsterdam auf und war oft in Straßenprügeleien verwickelt. Mit 13 Jahren begann er Kickboxen zu trainieren. Seinen ersten Kampf gewann er mit 15 Jahren durch KO in Runde 1. Er war als Kick-Boxer und MMA-Kämpfer erfolgreich. Spong wurde 2008 Muay-Thai Weltmeister im Cruisergewicht. Im Jahr 2015 gab er das Kickboxen auf und wechselte ins klassische Boxen.

Vielleicht wäre es aufschlussreich, wenn zwei solche draufgängerischen Kampfhähne gegeneinander kämpfen würden. Man würde nicht unbedingt ein hohes boxerischen Können zu sehen bekommen. Aber zumindest gäbe es eine Ringschlacht mit offenem Ausgang und keine hoffnungslos unterlegenen Gegner.

Hier ein paar Szenen mit beiden Boxern:

Voriger Artikel

Dillian Whyte: Chisora kann Usyk schlagen

Nächster Artikel

Tippspiel 2020 ?

Keine Kommentare

Antwort schreiben