„Schwere Jungs“ in Magdeburg: Siege für Krasniqi, Simcic und Pianeta

Robin Krasniqi, Denis Simcic ©Eroll Popova.
Robin Krasniqi, Denis Simcic © Eroll Popova.

WBO-Europameister Robin Krasniqi (37-2, 13 K.o.’s) hat seinen Titel auf der Boxveranstaltung „Schwere Jungs“ in Magdeburg erfolgreich gegen den Franzosen Hakim Zoulikha (16-3, 8 K.o.’s) verteidigt. Die beiden Halbschwergewichtler lieferten sich im Ballsaal des Maritim Hotels einen sehenswerten Kampf, bei dem Krasniqi in der letzten Runde noch einen technischen K.o. erzwingen konnte.

Zoulikha startete sehr offensiv ins Gefecht, schlug dabei aber viele Luftlöcher. Krasniqi ließ sich stellenweise zu einem offenen Schlagabtausch hinreißen, aber auch seinen Schlägen fehlte anfangs noch die Präzision. Indem Krasniqi immer wieder versuchte, seinen rechten Uppercut ins Ziel zu bringen, war er für Zoulikhas linken Haken immer wieder offen. Wenn er aber gut getroffen wurde, ließ Krasniqis Antwort nicht lange auf sich warten.

In der fünften Runde konnte Zoulikha Krasniqi an den Seilen festnageln und erzielte sogar leichte Schlagwirkung. Doch auch hier kehrte Krasniqi mit einigen guten Treffern zurück. Wenn Krasniqi aus dem Rückwärtsgang boxte und Zoulikha auf Distanz hielt, lief es für den Münchner viel problemloser, in der siebten Runde lieferte er sich zur Freude des Magdeburger Publikums mit dem Franzosen aber wieder einen offenen Schlagabtausch.

Trainer Dirk Dzemski wies seinen Boxer daraufhin an, wieder mehr aus der Distanz zu boxen und nicht in jeden Schlag die volle Kraft hineinzulegen. Krasniqi setzte dies um und brachte den Kampf im Schlussviertel wieder unter Kontrolle. Gegen Ende der elften Runde schien Zoulikha bereits etwas weichgeklopft zu sein, Kampfeswille war bei dem tapferen Franzosen aber durchaus noch vorhanden.

Gegen Anfang der zwölften Runde lief Zoulikha schließlich voll in eine Rechte Krasniqis hinein, die Wirkung hinterließ. Krasniqi erkannte seine Chance und deckte Zoulikha mit Schlägen über Schlägen ein. Rechte Haken und Uppercuts schlugen am Kopf Zoulikhas ein, der Mann aus Lyon wollte aber einfach nicht runtergehen. Schließlich hatte der Referee aber ein Einsehen und beendete den Kampf.

„Das war ein schwerer Kampf“, sagte Krasniqi im Interview mit SPORT1. „Ich bin aber sehr motiviert, mein Ziel ist es, Weltmeister zu werden. Mein Trainer hat gesagt, ich soll mehr mit meiner Führhand aus der Distanz boxen, und das hat dann ganz gut geklappt. In der letzten Runde wollte ich für dieses tolle Publikum dann noch einmal Gas geben.“

Nicht ganz so spektakulär war der Kampf von Krasniqis Stallgefährten Denis Simic (27-1, 14 K.o.’s), der gegen den Tschechen Tomas Adamek (17-6-1, 7 K.o.’s) den ersten Kampf nach einer knapp elfmonatigen Auszeit bestritt. Nach einem langsamen Beginn übernahm Simcic ab der zweiten Runde das Kommando und bestimmte den Kampf mit seiner Aktivität.

Von Adamek kam über weite Strecken einfach zu wenig, einzelne gute Treffer reichten zumeist nicht aus, um bei den Punktrichtern den gewünschten Eindruck zu hinterlassen. Von Simics Kombinationen gingen zwar viele Schläge auch auf die Deckung, mit fortschreitender Kampfdauer hinterließen sie aber sichtbare Wirkung. In der Schlussphase tat Adamek etwas mehr für den Kampf, die Schlussoffensive reichte aber nicht, um Simcic den Sieg streitig zu machen (Urteil: 98-92, 97-93, 97-93).

„Ich habe das eigentlich ganz gut gemacht“, sagte Simcic. „Adamek war ein starker Gegner. Am Ende habe ich gemerkt, dass er bei zwei weiteren Runden vielleicht runtergegangen wäre, leider dauerte der Kampf aber nur zehn Runden. Ich denke schon, dass das eine Empfehlung für einen WM-Kampf war. Ich muss mich aber erst langsam wieder aufbauen. Der WM-Kampf kommt ja nicht schon morgen. Für 11 Monate Pause war das ein guter Kampf.“

Schwergewicht Francesco Pianeta (25-0, 14 K.o.’s) feierte im Vorprogramm bei seinem SES-Debüt einen einstimmigen Punktsieg gegen den Amerikaner Zack Page (21-38-2, 7 K.o.’s) (Urteil: 80-71). Halbschwergewicht Dominic Bösel siegte gegen John Mifuba durch K.o. in der dritten Runde. Der Deutsche Cruisergewichts-Meister Denis Ronert siegte ebenfalls durch K.o. in der dritten Runde.

© adrivo Sportpresse GmbH

21 Gedanken zu “„Schwere Jungs“ in Magdeburg: Siege für Krasniqi, Simcic und Pianeta

  1. Krasniqi hatte ein glückstreffer in der 12. Runde.Hakim war für mich der eindeutig besser und hat viel mehr gezeigt aber es hat leider nicht gereicht.

    Pianetta hat gezeigt das es nicht leicht ist einen zack page KO zu schlagen
    wie MANUEL CHARR das gemacht hat.Trotzdem Alles gute pianetta

  2. Guter Abend den SES da auf die Beine gestellt hat. Krasniqi hat richtig Courage bewiesen. So Mies zu starten und dann so stark zurück zu kommen. Das können nicht viele Boxer… ! Hut ab.

  3. BOX sagt:

    „Pianetta hat gezeigt das es nicht leicht ist einen zack page KO zu schlagen
    wie MANUEL CHARR das gemacht hat.“

    LOL… du Held 😉

    Charr besiegte ihn lediglich in einem 8 Runden Kampf nach Punkten… man du bist echt ein Witz!

  4. meine meinung zu huck er kan trenieren wie er wil aber gewinen wird er nie in schwergewicht das kan ich euch jetzt schon sagen und zu der klitschko wird er nicht schafen ich sage beser nicht grose tone spucken danach ist nur peinlich wen nicht kllapt so wie er überzeugt ist warte ap den kampf mit povetkin ich brauche den kampf nicht zu kucken weil ich weis jetz schon wer gewint .povetkin natürlich bis dan.

  5. Mann sollte Pianeta verschonen, er kann mal gegen die Klitschkos im Rahmen einer freiwilligen Titelverteidigung boxen, aber doch nicht gegen die „Doppel-D-Kobra“ Manny Charr! Pianeta hat bei der Kobra boxen gelernt (den Feinschliff), er ist für Manny wie ein kleiner Bruder ( „Bro, Alter!“). Was brächte es bitte Pianeta, wenn er im Ring gedemütigt würde und nur noch ein junger, aber gebrochener Mann wäre? Bevor man gegen die Kobra antreten will, sollte man dann doch nochmal vernünftig über die Gefahren des Boxsports nachdenken und danach eine Entscheidung treffen, die Leib und Leben schützt.

  6. Kadri krasniqi sagt:

    „meine meinung zu huck er kan trenieren wie er wil aber gewinen wird er nie in schwergewicht das kan ich euch jetzt schon sagen und zu der klitschko wird er nicht schafen ich sage beser nicht grose tone spucken danach ist nur peinlich wen nicht kllapt so wie er überzeugt ist warte ap den kampf mit povetkin ich brauche den kampf nicht zu kucken weil ich weis jetz schon wer gewint .povetkin natürlich bis dan.“

    Sorry, aber das war ja nun ein voller Griff ins WC!
    Das kann doch kein Mensch lesen, geschweige denn verstehen!?

  7. mal ne blöde frage ich war am freitag erst 22:50 uhr von arbeit zuhause aber als ich schnell noch auf sport 1 geschaltet habe kam da irgendwas mit hallenfußball kann das sein das die kämpfe garnicht übertragen wurden oder jeweils schon in der ersten runde vorbei waren ?

    weil mehr als 1 kampf dauert doch mehr als nur 1 h

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