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Schickt Kownacki Arreola in Rente?

Schickt Kownacki Arreola in Rente?

Das könnte passieren, wenn die beiden Boxer am morgigen Samstag im New Yorker Barclays Center in Brooklyn aufeinandertreffen. „Wenn ich diesen Kampf verliere, werde ich schlicht und einfach in den Ruhestand gehen”, hat Chris Arreola gesagt und hinzugefügt: „Ich liebe den Boxsport und möchte, dass sich die Menschen an mich als Weltmeister im Schwergewicht erinnern. Ich glaube, ich habe noch die Fähigkeiten dazu.“

Ob das stimmt, wird sich am Samstagabend herausstellen. Auch, wenn Chris Arreola mit 38 Jahren nicht mehr der Jüngste ist und sein letzter Versuch, einen Weltmeistertitel zu erringen, schon drei Jahre zurückliegt und mit einer Niederlage gegen Deontay Wilder endete, gibt sich „The Nightmare“ zuversichtlich: „Ich werde gewinnen. In der achten oder neunten  Runde durch KO. Es wird ein großartiger Kampf, aber ich werde ihn durch KO gewinnen!“ sagte Arreola im Interview. Einen Schritt in diese Richtung hat Arreola schon getan, als er Joe Goossen als seinen neuen Trainer verpflichtete.

Aber auch Adam Kownacki will sich weiter nach oben boxen: „Es gab bisher sechs polnische Boxer, die um eine Schwergewichts-WM gekämpft haben (…) und keiner von ihnen hat es geschafft. Also werde ich der Erste sein, der dies schaffen wird. Ich werde der erste polnische Schwergewichts-Weltmeister!“ Und auch, wenn Quervergleiche im Boxen üblicherweise nicht funktionieren, sieht „Babyface“ Kownacki im Vergleich zu Deontay Wilder nicht schlecht aus: „Ich habe schon gegen zwei Jungs gekämpft, gegen die auch Deontay Wilder im Ring stand. Gegen Artur Szpilka und Gerald Washington. Wilder hat zehn Runden gebraucht, um Artur Szpilka in einem sehr harten Kampf auszuschalten. Für Gerald Washington hat Wilder fünf Runden benötigt. Ich habe sie beide, Szpilka und Washington, jeweils in nur zwei Runden ausgeknockt.“

Kein Wunder also, dass Kownacki auch im Kampf gegen Arreola ein Zeichen setzen will: „Ein weiterer Gegner, den Wilder und ich gemeinsam haben und ich habe vor, dasselbe zu tun, was ich mit den beiden anderen gemeinsamen Gegnern getan habe: Ich werde durch sie hindurch gehen und ich werde auch Arreola schneller ausknocken als Deontay Wilder das geschafft hat.“

Und das möchte Chris Arreola natürlich verhindern: „Ich bin nicht wie die anderen, gegen die er geboxt hat. Das wird eine ganz neue Herausforderung für ihn. Er hat noch nie jemanden wie mich gesehen. Ich hatte ein starkes Trainingslager und habe in diesem Lager großartige Arbeit geleistet. Dies ist nicht derselbe Arreola, der gegen Deontay Wilder gekämpft hat. Ich liebe es zu kämpfen. (…) Jemandem ins Gesicht zu schlagen, ist das beste Gefühl der Welt!“

Was bleibt, ist die Frage, ob Chris Arreola tatsächlich noch den Willen, die Kraft und die Ausdauer hat, den acht Jahre jüngeren Kownacki zu besiegen. Aber wie heißt es so schön: im Schwergewicht kann ein Schlag alles entscheiden!

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Im eigentlichen Hauptkampf des Abends will Marcus Browne seinen WBA-Interimstitel im Halbschwergewicht gegen Jean Pascal verteidigen. Browne ist zudem WBC-Silver-Champion in dieser Gewichtsklasse. Beide Titel holte sich der 28-jährige US-Amerikaner in seinem letzten Kampf im Januar 2019 mit einem Sieg über Badou Jack. Pascal kommt aus einer Niederlage gegen Dmitry Bivol, gegen den der 36-jährige Kanadier die sechste Niederlage, im 41. Profikampf erlitt.

Bild: WBC

Browne ist bislang in mit 23 Siegen ungeschlagen und dürfte als der Favorit in diesen Kampf gehen, auch wenn Jean Pascal da anderer Meinung ist: „Ich war schon Weltmeister, als ich in Marcus` Alter war (…) und Marcus Browne zu schlagen, wird mir dabei helfen, wieder dorthin zu gelangen.“

 

Trotzdem kann man wohl davon ausgehen, dass die Jugend, die Geschwindigkeit und die Dynamik von Browne am Ende entscheidend ist.

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