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Sauerland-Veranstaltung in Hannover

Am Samstag hatten die deutschen Boxfans die Qual der Wahl, entweder die SES-Veranstaltung in Bad Tölz oder die Sauerland-Veranstaltung in Hannover zu verfolgen. Die Fights endeten fast alle erwartungsgemäß ohne besondere Überraschungen. In Bad Tölz gab es eine umstittene Entscheidung im Kampf zwischen Cukur und Shkarupa. Die Veranstaltung in Hannover musste mit einem Gegnerwechsel im Hauptkampf durchgezogen werden.

Das Main-Event in Hannover um den WBO-Internationaltitel im Cruisergewicht sollte eigentlich zwischen Titelträger Artur Mann und dem Dänen Micki Nielsen stattfinden. Nielsen sagte kurzfristig wegen einer Verletzung ab. Um die Veranstaltung zu retten, musste Ersatz gefunden werden. Der fand sich in Person von Alexander Peil, der bei Rainer Gottwald unter Vertrag steht. Alexander Peil ging das Risiko ein, mit einer Vorbereitungszeit von nur wenigen Tagen gegen Artur Mann in den Ring zu steigen.

Das war dann auch offensichtlich im Kampf zu merken. Peil wirkte in den ersten Runden fast wie ein statisches Ziel. Die Beinarbeit und die Meidbewegungen waren einfach viel zu steif. Artur Mann brachte einen Aufwärtshaken nach dem anderen ins Ziel und man hätte kaum glauben können, dass Peil das 12 Runden lang durchsteht. Trainer Garip Ilbay gab die richtigen Anweisungen und in der zweiten Kampfhälfte versuchte Peil wenigstens mehr zu laufen und mit dem Oberkörper zu pendeln. Aber der Kampf war für den 28-jährigen aus Hennef nicht zu gewinnen. Das Urteil nach 12 Runden: 116:112, 119:109 und 117:111 für Artur Mann. Hier eine kurze Zusammenfassung vom Sender Sport1, der die Veranstaltung am Samstag gezeigt hat: (Klick)

In einem weiteren Cruisergewichtskampf ging es zwischen dem 23-jährigen Dilan Prasovic aus Montenegro und dem 22-jährigen Angelo Venjakob um den WBO-Juniorentitel. Prasovic siegte durch KO 1 und verteidigte damit seinen Titel eindeutig. Für Venjakob war es nach 5 Siegen in Folge das zweite mal, dass er nicht über die Runden kam. In ihm steckt noch viel Potential und er hat noch alle Zeit der Welt, sich in den nächsten Kämpfen zu beweisen.

Genau so flott ging es im Schwergewicht zu. Der 22-jährige Albon Pervizaj hatte es mit dem 30-jährigen Aufbaugegner Andras Csomor aus Ungarn zu tun. Auch dieser Kampf endete mit einem KO 1, wodurch Pervizay seinen Kampfrekord auf 9(7)-0-0 hochschrauben konnte.

Ebenfalls vorzeitig endete das Rematch zwischen dem 19-jährigen Leon Bauer und dem 23-jährigen Atin Karabet. Im ersten Kampf am 7. Oktober 2017 trennten sich Beide nach 6 Runden mit einem Unentschieden. Das Rematch endete mit einem TKO 6 – Sieg für Bauer.

Für de meisten Gesprächsstoff sorgte der Kampf zwischen dem Deutschen Meister im Superwelter, Denis Krieger gegen Abass Baraou. Der 23-jährige Baraou hat eine lange und erfolgreiche Amateurkarriere hinter sich, stand erst zum zweiten mal als Profi im Ring. Der 29-jährige Krieger fand während der 10 Runden keinen richtigen Zugang zu diesem Kampf und wurde vom Herausforderer technisch versiert ausgeboxt. Das brachte Krieger zum Ende des Kampfes und danach auf die Palme. Der bespuckte und beschimpfte Baraou und legte sich auch noch mit dem Publikum an. Er wurde schließlich mit „Eskorte“ von mehreren Sicherheitsleuten zu seiner Kabine geführt. Dieser Ausraster wird laut Ankündigung durch den BDB noch ein Nachspiel haben. Dabei hatte gerade am Kampftag das „Hamburger Abendblatt“ einen Artikel über Denis Krieger veröffentlicht, der positiv wirken sollte.

Mit seiner unbeherrschten Aktion hat er es binnen weniger Minuten geschafft, sich selbst Steine in den Weg zu legen. Krieger verlor den Kampf mit 92:98, 91:100 und 93:97 und erwies sich anschließend als schlechter Verlierer. Das kann man einfach nicht anders sagen. Auch hier eine kurze Zusammenfassung von Sport1. (Klick) 

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1 Kommentar

  1. 4. Juni 2018 at 11:03 —

    War ne gute Veranstaltung und Übertragung ohne die ganz großen Namen und Titel.

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