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Sauerland-Veranstaltung am 6. April in Wolfsburg

Die nächste Sauerland-Veranstaltung in Deutschland findet am 6. April in Wolfsburg statt. Zuvor ist das Sauerland-Team Mitveranstalter in Südafrika, wenn Artur Mann an 16. März in Gauteng versuchen wird, den IBO-Titel im Cruisergewicht von Champ Kevin Lerena zu erobern. Danach sind weitere Sauerland-Events in England und Estland geplant. Weitere Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit Sport1 sind in „der Pipeline“. Man merkt deutlich, dass Senior-Chef Wilfried Sauerland wieder an Bord ist und die Geschicke seines Unternehmens fest in der Hand hat.

In den Hauptkämpfen dieses Events geht es um IBF-Gürtel. Der 27-jährige Patrick Wojcicki (12(4)-0-1) will seinen IBF-Interconti im Mittelgewicht gegen den 23-jährigen Argentinier Marcelo Fabian Caceres (18(13)-3(1)-0) verteidigen. Der Boxer aus Buenos Aires ist immerhin Südamerika-Meister im Mittelgewicht und verfügt zumindest seinem Kampfrekord nach über einen guten Punch. Wie gut es um seine boxerische Klasse bestellt ist, wird man erst im Ring sehen.

Der zweite Hauptkampf ist ein Rematch. Denis Radovan (11(5)-0-1) und Ronny Mittag (30(15)-3-3) trennten sich am 1. Dezember in Gummersbach nach 10 Runden mit einem Unentschieden (96:94, 94:94 und 94:96). Damit konnten beide Parteien nicht zufrieden sein. Um dem 10-Runden Kampf noch etwas mehr „Würze“ und den Boxern noch mehr Antrieb zugeben, geht es diesmal um einen Gürtel: Den IBF-Europameistertitel im Mittelgewicht.

Einen weiteren Kampf gibt es im Supermittel zwischen dem 20-jährigen Leon Bauer (15(9)-0-1) und dem 29-jährigen Argentinier Mateo Damian Veron (28(8)-22(9)-3). Auch ein Lokalmatador ist dabei. Der Wolfsburger Bukurim Tairi (4(3)-0-0) kämpft gegen Tamaz Kozma (6(3)-8(6)-3) aus Ungarn.

Begrüßenswert ist, dass Sauerland entgegen früherer Zeiten auch Frauen kämpfen lässt. Offenbar hat man durch die Erfolge von Cecilia Braekhus die Einstellung zum Frauenboxen geändert. Im Norden sind Sauerland-Boxerinnen wie Klara Svensson und Dina Thorslund bereits ein Begriff. In Deutschland fehlt noch ein Aushängeschild für das Sauerland-Frauenboxen. Eine Nachwuchsboxerin, die durchaus in der Lage zu sein scheint als Profiboxerin erfolgreich zu werden, ist die erst 17-jährige Sophie Alisch aus Berlin. Sie hat bei Sauerland einen Vertrag unterschrieben und wird durch das Team besonders gefördert.

Alisch hat bereits einen ersten Kampf absolviert. Sie besiegte am 16. Februar in Koblenz die 21-jährige Georgierin Sopo Kintsurshvili (4(2)-2(2)-1) durch KO 1. Einen besseren Start in eine Profikarriere kann es nicht geben. In Wolfsburg ist die 18-jährige Ukrainerin Alina Zaitseva (1-1-0) ihre Gegnerin. Mal sehen ob es Sophie Alisch gelingt, auch diese zweite Hürde mühelos zu nehmen.

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7 Kommentare

  1. 8. März 2019 at 09:18 —

    Und woran merkst du dass der alte sack wieder an bord ist. sorry das ist doch keinen deut besser als letztes jahr. sie müssen halt 20 veranstaltungen für sport1 machen. eig. sollten es sogar 20 im tv werden plus streams. letztes jahr waren es dann nur 16 tv und 4x wbss im kostenlosen stream ohne kommentator. naja dieses jahr sein des bisher 2 live events im tv und 2 mal im stream. jetzt folgen die nächsten beiden tv events. mal sehen ob es mal wieder richtig gutes boxen bei sport1 gibt (z.b. der sauerland boxabend in riga!)

    • 8. März 2019 at 13:13 —

      Beste Ansetzung ist doch nur der Rückkampf Radovan vs Mittag, den Rest kann man getrost in die Tonne kloppen.

  2. 8. März 2019 at 11:56 —

    Das passt doch wieder mal,
    wo am selben Abend im Rahmen von Petkos Boxpromotions Fightnight u.a. der EBU-EU-Schwergewichtstitel Petar Milas vs.Cyril Leonet kostenlos auf ran FIGHTING übertragen wird.

    • 8. März 2019 at 12:43 —

      wenn das die tolle neue strategie vom alten wilfried ist wie fuchs hier meint na dann gute nacht. boxen ist in deutschland eh schon randsportart aber sich dann auch noch gegenseitig die zuschauer zu stehlen ganz großes kino.

  3. 8. März 2019 at 12:57 —

    Sportsfreund “Brennov”,
    bin ganz deiner Meinung!

  4. 8. März 2019 at 22:27 —

    Es geht nicht um eine “tolle neue Startegie” sondern auf das zurück greifen auf seine alten, aber bewährten Methoden. Auch ein Wilfried Sauerland kann nur mit den Boxern arbeiten, die vorhanden und verfügbar sind.

    Während in letzter Zeit die bekannten Leistungsträger so langsam immer weniger wurden und man (namentlich Kalle Sauerland, der ganz andere Interessen zu haben scheint, als das “Deutschlandgeschäft”) keine neuen Boxer wieder aufgebaut und bekannt gemacht hat, versucht Sauerland Senior jetzt wieder auf den Nachwuchs zu setzen und eine neue Generation von Leistungsträgern aufzubauen, bzw. “herauszufiltern”. Ob das gelingt und wie zufrieden man als Boxfan damit sein kann, steht auf einem anderen Blatt.

    Der wesentliche Unterschied ist, dass der Senior sich wieder selbst darum kümmert, dass der Laden läuft und sein Lebenswerk nicht “vom Winde verweht” wird. Das Hauptinteresse ist jetzt, Nachwuchs zu fördern. Das fängt bei Abass Baraou an und geht bis Sophie Alisch weiter. Er baut die Schienen zum Erfolg und setzt die Boxer drauf. Wie weit sie kommen wird man sehen.

    Mit letztgenannter Sophie Alisch habe ich mich heute früh mal eine Weile unterhalten. Sie hatte heute ihren ersten Trainingstag mit Thorsten Schmitz. Mal sehen ob das ein neues Erfolgsduo wird, wie Schmitz / Halmich es waren.

  5. 9. März 2019 at 10:14 —

    Völlig richtig, dein Beitrag, Johannes.
    Sportsfreund “Brennov” und mir geht es lediglich darum, dass die Boxställe offenbar nicht in der Lage sind ihre Veranstaltungen terminlich abzusprechen, die dann auf verschiedenen Fernsehkanälen oder bei Streamdiensten wie ranFIGHTING nahezu zeitgleich gesendet werden.
    Der Zuschauer hat dann die Qual der Wahl, mit dem Ergebnis, dass keine der beiden Übertragungen eine ausreichende Zuschauerquote hat, da ein Teil der Fans ja die Konkurrenzveranstaltung anschaut.

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