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Sauerland-Gala in Wolfsburg – Wojcicki, Radovan, Bauer und Alisch erfolgreich

Ein Beitrag von FW

Sauerland-Gala in Wolfsburg – Radovan, Wojcicki, Bauer und Alisch erfolgreich

 

Insgesamt 7 Fights hatte Matchmaker Tom Dallas für das Event im Wolfsburger Congress Park arrangiert, bei den beiden Hauptkämpfen des Abends Denis Radovan vs Ronny Mittag und Patrick Wojcicki vs Marcelo Fabian Caceres ging es jeweils um einen Gürtel der IBF.

Sein Debüt feierte Mittelgewichtler Nicolas Piekarski. In seinem ersten Fight traf der frischgebackene Profiboxer auf den mit 50 Kämpfen schon recht erfahrenen tschechischen Journeyman Michal Vosyka. Der konnte den Wolfsburger, der auch schon als Vollkontakt-Kickboxer aktiv war, nicht ernsthaft in Bedrängnis bringen, am Ende siegte Piekarski einstimmig.
In weiteren Vorkämpfen der Veranstaltung trennten sich im Mittelgewicht der Schweizer Faton Vukshinaj und Landy Kore aus Dänemark nach 8 Runden unentschieden, im Cruisergewicht ließ Bukarim „Limi“ Tairi nichts anbrennen und schlug den Ungarn Tamas Kozma.

 

Die Federgewichtlerin Sophie Alisch konnte mit dem Verlauf des Abends ebenfalls zufrieden sein, auch wenn Ihre Gegnern, die Ukrainerin Alina Zaitseva, der 17-Jährigen einiges abverlangte. Dennoch gelang es Alisch, den Kampf durchgängig zu dominieren. Am Ende gewann die Berlinerin ihren zweiten Profikampf mit 60 : 54 einstimmig nach Punkten.

 

 

 

Nach einer längeren Auszeit war auch Leon Bauer wieder im Seilgeviert zu sehen: sein Gegner, der ehemalige argentinische Meister Mateo Damian Veron, der noch Anfang des Jahres den Dänen Lolenga Mock nach Punkten geschlagen hatte. Vorbereitet hatte sich der “Löwe aus der Pfalz” unter anderem im Gym von Zach Parker in Birmingham. Allerdings hatte Ringrichter Alexander Plumanns mehr zu tun, als ihm vermutlich lieb war. Veron kämpfte zum Teil sehr unsauber, erwischte versehentlich nach einem Break-Kommando fast noch Plumanns mit einem Schlag. Davon abgesehen war Veron eine harte Nuss, ab Runde 2 hatte Leon Bauer einen tiefen Cut an der Nase, der den Fight zu einer blutigen Angelegenheit machte. Zudem bekam der „Löwe“  in den späteren Runden Konditionsprobleme und kassierte viele unnötige Treffer. Wie Bauer hinterher befand: „ein Scheisskampf!“

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Nach dem Fight sahen die Punktrichter aber Bauer einstimmig vorne. Zwei der Juroren werteten den Kampf 76 : 75, der dritte hatte mit 78 : 73  eine etwas merkwürdige Sicht der Dinge. Kritiker bemängeln allerdings, dass Alexander Plumanns wegen ständiger Rufe aus Bauers Ecke auch dem Löwen hätte einen Punkt abziehen müssen.

 

 

Noch im Dezember hatten sich Ronny Mittag und Denis Radovan unentschieden getrennt, in Wolfsburg standen sich die beiden Kontrahenten erneut gegenüber. Diesmal konnte sich Radovan durchsetzen, wenngleich auch nur durch einen hauchdünnen Punktevorsprung.  Zwar war Radovan zu Beginn der bessere Mann, ab Runde 4 aber kam Mittag immer besser in den Fight, weil sich Radovan zu oft auf den offenen Schlagabtausch einließ. Zudem schien der Berliner konditionell besser aufgestellte Mann zu sein. Trotzdem lag nach dem Schlußgong Denis Radovan nach Punkten vorne: 96 : 94 für Radovan, 96 : 94 Mittag und ein drittes 96 : 94 reichten für den Sieg und den IBF-Europameisterschaftsgürtel. Erneut ein enger Kampf, der eigentlich nach einem Rematch schreit.
Auch ein Stallduell zwischen Patrick Wojcicki und Denis Radovan dürfte wohl nur eine Frage der Zeit sein.

Wojcicki stand an diesem Abend mit Marcelo Fabian Caceres aus Argentinien im Ring. Keine unlösbare Aufgabe, aber ein hartes Stück Arbeit: Cacares befand sich ständig im Vorwärtsgang und entpuppte sich als unangenehmer  Gegner. Patrick Wojcicki konnte allerdings seine Überlegenheit ausspielen und Caceres musste mehrfach angezählt werden. Einen KO-Sieg  konnte der Wolfsburger zwar nicht erzielen, zufrieden zeigte sich Patrick Wojcicki  aber trotzdem: „Er hat genauso geboxt, wie wir es gedacht haben. Er hat gute Arbeit geleistet. Aber ich bin hier zuhause, das ist meine Stadt. Da nimmt mir keiner den Titel weg!”

 

 

Der Kampf von Leon Bauer ist zur Zeit NOCH hier zu sehen (leider ohne Ton)

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2 Kommentare

  1. 10. April 2019 at 14:39 —

    Gäääääääähn….im Vergleich zur Mittelgewichtsweltspitze und erweiterter Weltspitze sind die deutschen Mittelgewichtler eher Kreisklasse!

    • 10. April 2019 at 15:20 —

      so allgemein formuliert ist das vermutlich falsch. vorallem culcay kann wohl schon zu erweiterter Weltspitze (top 15 oder top 20) gezählt werden. der rest hat da natürlich nichts zu suchen.

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