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Ryan Garcia sagt Kampf gegen Javier Fortuna ab

Ryan Garcia sagt Kampf gegen Javier Fortuna ab

Erst vor knapp zwei Wochen hatte Golden Boy Promotions den Fight angekündigt‚ vor wenigen Stunden hat ‚King Ryan‘ in mehreren sozialen Netzwerken bekanntgegeben, dass er nicht zum Kampf mit dem 31 Jahre alten Rechtsausleger Javier Fortuna antreten wird.

„Ich weiß, dass diese Nachricht für einige meiner Fans enttäuschend sein mag, aber ich gebe heute bekannt, dass ich mich aus dem Kampf am 9. Juli zurückziehe. Jetzt ist wichtig, dass ich mich um meine Gesundheit und mein Wohlergehen kümmere. Ich habe beschlossen, mir eine Auszeit zu nehmen, um mich darauf zu konzentrieren, eine stärkere Version von mir selbst zu werden. Ich hoffe, dass ich bald wieder zurück bin und freue mich darauf, wieder in den Ring zu steigen, wenn ich so gesund wie möglich bin. Ich möchte Gott, meiner Familie, meinen Ärzten und meinen Unterstützern danken.“

Was konkret hinter Garcias Wunsch nach einer Auszeit steckt, kann man nur vermuten. Ist der 22-jährige psychisch zu labil und dem Druck der Erwartungen nicht gewachsen?

In den sozialen Netzwerken gehen die Boxfans davon aus, dass Ryan Garcias Probleme mentaler Natur sind. Zwar hatte sich ‚King Ry‘ beim Kampf gegen Luke Campbell Anfang des Jahres mit einem Krönchen auf dem Kopf in einer Sänfte zum Ring tragen lassen, doch bei seinem ersten wirklichen Härtetest musste Garcia zum ersten Mal auf die Bretter, bevor er den Kampf mit einem Leberhaken „à la Canelo“ in der siebten Runde für sich entscheiden konnte. GBP-Chef Oscar De La Hoya verkauft Garcia als den neuen König der Faustkämpfer, als „Golden Boy 6.0″, doch in Garcias Innerem sieht es womöglich anders aus.

Der Umstand, dass Ryan Garcia nach seinem Sieg über Campbell erleichtert auf die Knie sank und sogar Tränen vergoss, muss nicht unbedingt etwas zu bedeuten haben, kann es aber.

Garcia, so sah es Martin Armbruster auf „rtl.de“, „wirkte nicht wie ein stolzer König, eher wie ein junger Schüler, der froh war, seinen ersten Härtetest bestanden zu haben.“ Trotz löchriger Deckung und überschaubarer Ringintelligenz. Befürchtet der 22-jährige, im Ring nicht erfolgreich genug zu sein? Schon Anfang März berichtete Ryan Garcia bei Instagram, er sei depressiv und leide unter Beklemmungen.

„Ich kämpfe immer noch jeden Tag mit Angstzuständen und manchmal auch mit Depressionen wegen meiner Angstzustände. Aber ich bin hier, um Ihnen zu sagen, dass es trotzdem möglich ist, seine Träume zu erreichen. Es gibt Wege, um das zu bewältigen. Ich weiß, ich sehe aus wie jemand, der die ganze Zeit glücklich ist, aber im Inneren muss ich manchmal kämpfen, nur um zu funktionieren. Aber ich habe beschlossen, weiterzugehen.“

Nun bleibt abzuwarten, wie es mit Ryan Garcia weitergeht. Javier Fortuna hat sich bereiterklärt, auch noch später gegen Garcia anzutreten: „Ich wünsche Ryan Garcia baldige Genesung. Es gibt Dinge, die wichtiger sind als das Kämpfen, und ich hoffe, er kann sich schnell erholen.“

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4 Kommentare

  1. 25. April 2021 at 01:21 —

    @ schreiberling – na, dann hatte ich dich wohl vorhin missverstanden, sorry! Guter Artikel und eine interessante Kampfsport-Nacht noch weiterhin 🥊🥊🥊💪😊

  2. 25. April 2021 at 01:32 —

    @ ak

    Null Problemo. Was den Rest der Nacht angeht: da muss des Füchsle mal ran.

  3. 25. April 2021 at 08:15 —

    Ich mag Ryan Garcia aufgrund seines hyper-selbstbewussten sunnyboy Auftretens und der stetig mitschwingenden Instagram-Attitüde nicht besonders , aber er ist noch so jung, praktisch noch ein Kind und da kann so viel Aufmerksamkeit, ein hoher Erwartungsdruck , der Leistungsdruck usw den mentalen Zustand sehr negativ beeinflussen.
    Wünsche ihm eine gute Besserung.

  4. 25. April 2021 at 12:40 —

    Ein großes Problem ist der Mega-Hype… Garcia ist sehr talentiert, aber wurde bereits vor seinem ersten echten Gegner zum künftigen Box-Gott stilisiert.
    Da hat ODLH auch gehörigen Anteil daran so wie ich es mitbekomme wenn er erklärt, dass Devin Haney als Ggener uninteressant ist weil der nix kann usw.
    Angst und Respekt im Ring sind grundsätzlich nix Schlechtes – weder im Ring noch im Leben – und zeigen ein hohes Maß an Selbstreflexion, aber es ist dann auch ein schmaler Grat zur Verkrampfung.
    Hoffe er kommt damit klar.

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