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Rückschau auf das Wochenende (KW 4)

Neben der Sport1 / Sauerland Veranstaltung in Karlsruhe und dem Event im New Yorker Barclays Center mit dem Comeback von Keith Thurman gab es mindestens noch eine weitere Veranstaltung in den USA, die erwähnenswert ist. In Houston / Texas veranstaltete Oscar de la Hoya ein Event mit 2 tollen Spitzenkämpfen. Den Rest der Card belegten ungeschlagene Nachwuchsboxer, die sich gegen Aufbaugegner produzieren konnten.

Jaime Munguia vs Takeshi Inoue

Bei dieser Begegnung ging es um den WBO Super-Weltergewichtstitel. Weltmeister Munguia aus Mexiko bekam es mit dem Japaner Takeshi Inoue zu tun. Beide Boxer gingen als ungeschlagen in den Ring. Nach dem, was man über beide Boxer wusste, waren die Siegchancen 50:50 verteilt. Doch es sollte etwas anders kommen. Der Japaner holte sich vielleicht in der Anfangsphase ein paar Runden, dann kam der Weltmeister besser in den Kampf. Zu Beginn der zweiten Kampfhälfte wollte es der Herausforderer noch einmal wissen und holte sich noch einmal 2 Runden. Danach war es wieder der Mexikaner, der bis zum Kampfende die besseren Argumente hatte. Aus Zuschauersicht sollte das ein 116:112 für Munguia sein. Die Punktrichter bewerteten diesen kkampf dann aber extrem einseitig zu Gunsten des Weltmeisters. Sie hatten den Mexikaner mit 119:109 und 2x 120:108 vorne. Das dürfte reichlich übertrieben gewesen sein. Auch wenn das Urteil ein einseitig verschobenes Bild zeigt: Es war ein harter und fast ausgeglichener Fight, der beide Boxer einiges an Substanz gekostet haben dürfte.

Jesus M Rojas vs Can Xu

Dieser Kampf war eigentlich auch etwas anders, als es das Urteil aussagt. Viele der 12 Runden zwischen dem puerto-ricanischen WBA-Federgewichtchamp Rojas und dem Chinesen Can Xcu waren sehr eng und wirklich sehr hart umkämpft. Am Ende war es auf den Punktrichterzetteln mit 118:110, 117:111 und 116:112 eine klare Angelegenheit zu Gunsten des Herausforderers. Kämpfe wie dieser sind es, die die Begeisterung für den Boxsport hoch halten. Es hätte wohl kaum jemand etwas dagegen, wenn es ein Rematch geben würde.

Hanna Gabriels vs Sarah Dwyer

In Managua / Nícaragua fand am Samstag einen Frauen-WM-Kampf des Verbandes WBA im Superweltergewicht statt. Titelverteidigerin Gabriels aus Costa Rica löste ihre Aufgabe sehr souverän mit einen Punktsieg über die australische Herausforderin Sarah Dwyer. Sie dominierte in diesem Kampf in fast jeder Runde. Trotzdem muss man der Herausforderin einen guten Kampfgeist bescheiningen. Sie versuchte bis zuletzt aus dem Rückwärtsgang heraus zu kontern, hatte aber wenig Erfolg damit. Wenn man um eine WM boxt, muss man wesentlich mehr riskieren. Am Ende hieß es 97:93 ud 2x 100:90 für Hanna „La Amazona Black“ Gabriels.

Ansonsten waren die meisten Veranstaltungen des vergangenen Wochenendes überwiegend von Newcomern besetzt, die Erfahrungen im Ring sammelten und bestebt waren einen guten Kampfrekord aufzubauen. Solche Veranstaltungen gab es rund um den Erdball, wie z.B. in der USA, der Ukraine auf den Phillippinen und in Mexiko. Ob da schon Namen dabei sind, die man sich merken muss, sei mal dahin gestellt. Zumindest gibt es immer wieder junge Talente wie den 18-jährigen Weltergewichtler Brian Norman jr (USA, 11(10)-0-0), die man mal auf dem Schirm behalten sollte.

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