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Rückblick: Das Sauerland Jahr 2011

 ©Sauerland Event.

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Beim Berliner Promoter Sauerland hielten sich 2011 Erfolge und Misserfolge mehr oder weniger die Waage: mit Alexander Povetkin kam 2011 ein neuer Weltmeister hinzu, darüber hinaus konnten sich die Nachwuchshoffnungen Robert Helenius und Eduard Gutknecht einen EM-Titel sichern. Durch die Niederlage von Sebastian Sylvester gegen Grzegorz Proksa droht bei Sauerland jedoch ein wichtiger Leistungsträger wegzufallen, und Publikumsliebling Arthur Abraham befindet sich nach seinem Ausscheiden im Super Six im boxerischen Niemandsland.

Hier die wichtigsten Ereignisse im Zeitraffer:

18. Januar: IBF-Weltmeister Sebastian Sylvester muss seine Titelverteidigung gegen den Franzosen Mehdi Bouadla auf Grund einer Viruserkrankung absagen. Ursprünglich sollte der Kampf zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden, dazu kommt es aber nicht mehr, da Sylvester gleich zu seiner Pflichtverteidigung gegen Daniel Geale antritt.

12. Februar: IBF-Weltmeister Steve Cunningham absolvierte bei der Boxgala in Mülheim eine Pflichtverteidigung gegen seinen Stallkollegen Enad Licina. Obwohl Cunningham nicht all seine boxerischen Qualitäten zur Schau stellt, reicht des dennoch für einen klaren Punktsieg. Arthur Arbrahams Aufbaukampf gegen den Kroaten Stjepan Bozic ist hingegen ein Flop: Bozic muss nach nicht einmal eineinhalb absolvierten Runden mit einer Handverletzung aufgeben, als Vorbereitung für das Super Six-Semifinale gegen Andre Ward brachte der Kampf in Mülheim daher nur wenig.

16. Februar: Marco Huck stellt auf einer Pressekonferenz Ex-Weltmeister Giacobbe Fragomeni als seinen nächsten Gegner vor. Zu dem Kampf kommt es aber nicht, da der Italiener verletzungsbedingt absagen muss.

2. April: Marco Huck verteidigt in Halle/Westfalen seinen WBO-Titel gegen den zähen Israeli Ran Nakash nach Punkten. Anfangs kann Nakash Huck noch ordentlich unter Druck setzen, danach geht der #10 der Rangliste aber langsam die Luft aus, und er verliert am Ende doch relativ klar nach Punkten. Robert Helenius feiert nach einem ausgeglichenen Kampfverlauf einen spektakulären K.o.-Sieg gegen Ex-Weltmeister Samuel Peter.

7. Mai: IBF-Weltmeister Sebastian Sylvester verliert in Neubrandenburg seinen Titel an seinen Pflichtherausforderer Daniel Geale. Obwohl der Kampf insgesamt durchaus ausgeglichen ist, sehen zwei Punktrichter Geale auf Grund seiner Aktivität (über)deutlich vorne, der dritte Punktrichter belohnte Sylvesters klarere und härtere Treffer. Halbschwergewichtler Eduard Gutknecht kann sich mit einer starken Leistung gegen den Briten Danny McIntosh den EM-Titel sichern.

14. Mai: Arthur Abraham scheidet im Halbfinale des Super Six gegen den amerikanischen WBA-Superchampion Andre Ward aus. Nach einer guten Anfangsphase boxt Abraham in der zweiten Kampfhälfte viel zu passiv und lässt dadurch Ward das Geschehen an sich reißen. Abrahams Bilanz fällt damit relativ bescheiden aus: nach einem guten Turnierstart gegen Jermain Taylor wurde in den späteren drei Kämpfen schnell klar, dass der Deutsch-Armenier in der neuen Gewichtsklasse mit der Weltspitze nicht mithalten kann.

4. Juni: Super Six-Aussteiger Mikkel Kessler kann bei seinem Comeback in Kopenhagen mit einem TKO-Sieg gegen den Franzosen Mehdi Bouadla überzeugen. Es sollte aber der einzige Auftritt des schlagstarken Dänen in diesem Jahr bleiben.

16. Juli: Marco Huck hat bei seiner siebten Titelverteidigung mit dem Argentinier Hugo Hernan Garay keinerlei Probleme und siegt nach einem relativ einseitigen Kampfverlauf in der zehnten Runde spektakulär durch K.o. Eduard Gutknecht bestreitet gegen den Italiener Lorenzo Di Giacomo die erste Titelverteidigung seines EM-Titels, Mittelgewichtler Dominik Britsch kann sich gegen den Amerikaner Ryan Davis die IBF-Intercontinental-Meisterschaft sichern.

27. August: Schwergewicht Alexander Povetkin kann sich nach einem deutlichen Punktsieg gegen Ex-Champion Ruslan Chagaev zum ersten Mal “Weltmeister” nennen. Zwar handelt es dabei nur um eine Vorstufe des eigentlichen Titels, die Freude bei Sauerland ist jedoch trotzdem groß. Robert Helenius verliert im Duell gegen Ex-Weltmeister Sergei Liakhovich zeitweise die boxerische Linie, feiert Dank seiner Schlagkraft aber am Ende noch einen spektakulären K.o.-Erfolg.

1. Oktober: Der von Ulli Wegner trainierte Kubaner Yoan Pablo Hernandez kann sich bei der Boxgala in Neubrandenburg über seinen ersten WM-Titel freuen. Bereits in der ersten Runde muss IBF-Champion Steve Cunningham, von einem linken Haken getroffen, schwer zu Boden und wird beinahe ausgezählt. Ab der dritten Runde kommt der Amerikaner langsam wieder in den Kampf, nach der sechsten Runde muss aber abgebrochen werden, da Hernandez durch Zusammenstöße zwei Cutverletzungen erlitten hat. Der Abbruch ist nicht unumstritten, da Cunningham zu diesem Zeitpunkt deutlichen Aufwind hatte. Weniger gut verläuft der Abend hingegen für Sebastian Sylvester, der sich mit einem Sieg gegen den Polen Grzegorz Proksa den vakanten EM-Titel sichern wollte. Sylvester kommt mit dem blitzschnellen Proksa jedoch von Anfang nicht zurecht und gibt nach der dritten Runde durch eine Cutverletzung gehandicapt auf. Ob Sylvester einen weiteren Anlauf starten wird, ist zum jetztigen Zeitpunkt noch nicht klar. Karo Murat kann sich gegen den Spanier Gabriel Campillo ein hartverdientes Unentschieden erarbeiten und bleibt damit der Pflichtherausforderer von IBF-Weltmeister Tavoris Cloud.

11. Oktober: Mikkel Kessler muss auf Grund einer im Training erlittenen Handverletzung seinen für 5. November geplanten WM-Kampf gegen WBO-Champion Robert Stieglitz absagen. Der Kampf wird auf den 14. April 2012 verschoben.

22. Oktober: Der als “Riesen-Rossi” angekündigte Huck-Gegner Rogelio Rossi entpuppt sich bei der Pressekonferenz am Tag vor dem Kampf in Ludwigsburg um sieben Zentimeter kleiner als angegeben und hat auch sonst nicht viel zu bieten. In der sechsten Runde geht der sichtbar überforderte Argentinier so schwer K.o., dass man Sorgen um den Gesundheitszustand des Mannes aus Südamerika machen musste. Dominik Britsch liefert sich im Vorprogramm gegen den Amerikaner Billy Lyell einen Kampf auf Messers Schneide und siegt Dank eines starken Finishs knapp nach Punkten. Auch die beiden Schwergewichte Kubrat Pulev und Travis Walker schenken einander nichts und unterhalten mit ihrem verbissen geführten Kampft (Punktsieg für Pulev) das Ludwigsburger Publikum.

3. Dezember: Alexander Povetkin bestreitet in Helsinki die erste erfolgreiche Verteidigung seinen regulären WBA-Titels. Povetins Gegner, der Amerikaner Cedric Boswell, macht es dem ungeschlagenen Russen durch seine Beweglichkeit anfangs zwar nicht leicht, mit fortschreitender Kampfdauer kann er den Schlägen Povetkins aber nicht mehr ausweichen und geht in der achten Runde schwer K.o. Robert Helenius kann sich bei seinem Heimspiel gegen den Briten Dereck Chisora mit einem umstrittenen Punktsieg den vakanten EM-Titel im Schwergewicht sichern. Seine verhältnismäßig schwache Leistung erklärt der ungeschlagene Finne mit einer Handverletzung, die bereits in der ersten Runde passiert sein soll. Auf der Pressekonferenz nach dem Kampf fordert der ebenfalls in Helsinki anwesende Cruisergewichts-Champion Marco Huck seinen Stallkollegen Alexander Povetkin heraus. Der Russe nimmt an.

24. Dezember: Die Verträge für den Kampf zwischen Alexander Povetkin und Marco Huck sind unterschrieben, die Meldung sorgt für Schlagzeilen auf der ganzen Welt. Die WBA muss das heißerwartete Duell jedoch erst absegnen, da Povetkins Pflichtherausforderer Hasim Rahman sich inzwischen noch weigert, den Platz für Huck freizumachen.

© adrivo Sportpresse GmbH

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19 Kommentare

  1. pipamperon
    28. Dezember 2011 at 16:57 —

    mit den ganzen gekauften entscheidungen hätte man sogar stephen hawking zum weltmeister machen können …

  2. Muffi162
    28. Dezember 2011 at 17:03 —

    Genau das 😀 Helenius chisora war auf jedenfall gekauft, nur begreift Sauerland nicht das Helenius durch eine Niederlage mehr lernt als durch nen gekaufen shit sieg…

    Naja das ist es das Boxen in deutschland, 50% erkaufte urteile, schlimmer hier zu gewinnen als anders stämmiger boxer als im vergleich zu den USA

  3. Han Anuk
    28. Dezember 2011 at 17:30 —

    Man muss schon ehrlich zugeben das Sauerlan Event,uns Box-Fans 2011
    super Boxsport präsentiert hat.Weiter so.

  4. Levent aus Rottweil
    28. Dezember 2011 at 18:15 —

    In den USA wird genau so übelst beschissen,so ist es nicht 😉

  5. pipamperon
    28. Dezember 2011 at 18:22 —

    und das macht das bescheißen in deutschland nur halb so schlimm ?

  6. Levent aus Rottweil
    28. Dezember 2011 at 18:34 —

    Nach Muffis162´s Aussage her zu Unrteilen schon?
    Erst lesen dann Klugschei,.-ssen pipamperon 😉

  7. Tom
    28. Dezember 2011 at 19:09 —

    @ Muffi162

    Ich beschäftige mich schon sehr lange mit dem Berufsboxen und hab schon sehr viele Fehlurteile miterlebt,allerdings ist in dem Punkt Amerika führend in der Welt!

    Natürlich ist Amerika größer als Deutschland und es gibt auch weit mehr Veranstaltungen als hierzulande,aber das sollte keine Entschuldigung sein!

    @ pipamperon

    Natürlich ist Betrug in Deutschland nicht halb so schlimm,aber seit es den Boxsport gibt wir auch ordentlich beschissen und das weltweit an jedem Wochenende!

    Deswegen……besiegt eure Gegner durch KO und es gibt keine Diskussionen…..es sei denn man heißt G.Rocchigiani!

  8. pipamperon
    28. Dezember 2011 at 19:10 —

    quatsch, er meint genau das gegenteil, ein “deutscher” boxer hat einen größeren heimvorteil in deutschland als ein US-Boxer in den USA !

  9. pipamperon
    28. Dezember 2011 at 19:21 —

    “Ich beschäftige mich schon sehr lange mit dem Berufsboxen und hab schon sehr viele Fehlurteile miterlebt,allerdings ist in dem Punkt Amerika führend in der Welt!

    Natürlich ist Amerika größer als Deutschland und es gibt auch weit mehr Veranstaltungen als hierzulande,aber das sollte keine Entschuldigung sein!”

    die USA ist vielleicht führend was den absoluten wert angeht (anzahl aller fehlentscheidungen), jedoch ist der prozentsatz an fehlentscheidungen in deutschland viel größer als in den USA.

  10. pipamperon
    28. Dezember 2011 at 19:33 —

    die usa sind…

  11. Tom
    28. Dezember 2011 at 19:36 —

    @ pipamperon

    …jedoch ist der Prozentsatz an Fehlentscheidungen in Deutschland viel größer als in den USA….

    Woran machst du das fest?

    Von welchem Zeitraum gehst du aus?

  12. pipamperon
    28. Dezember 2011 at 20:16 —

    formel: (anzahl der fehlentscheidungen)/(anzahl aller entscheidungen)*100

    zeitraum 2011 !

  13. Tom
    28. Dezember 2011 at 20:28 —

    @ pipamperon

    Nur 2011 ist nicht wirklich aufschlußreich,aber was soll´,wir wären wahrscheinlich eh nicht zu einer Meinung gekommen.

    Bis zum nächsten Mal!

  14. pipamperon
    28. Dezember 2011 at 20:37 —

    2011 schien mir die aktuelle lage am besten zu beschreiben.

  15. MainEvent
    28. Dezember 2011 at 20:57 —

    @pipamperon, der mit hawking war gut !!!

  16. Levent aus Rottweil
    28. Dezember 2011 at 20:57 —

    Nur ein jahr nehmen und vergleichen is klar!

    “Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast” (Winston Churchill) 😉

  17. pipamperon
    28. Dezember 2011 at 21:18 —

    “Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.”

  18. Levent aus Rottweil
    28. Dezember 2011 at 21:20 —

    Kein Weg ist zu weit wenn man das findet wonach man sucht!

  19. kikoroki
    13. Januar 2012 at 10:30 —

    Huck hahaha

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