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Roman Gonzalez vs. Julio Cesar Martinez – Sieg für “Chocolatito”

Um den vakanten Diamond-Belt im Super-Fliegengewicht des Verbandes WBC ging es am Samstagabend in San Diego zwischen Roman Gonzalez und Julio Cesar Martinez. Nach 12 Runden bewerteten die Punktrichter den Kampf mit 116:112, 117:110 und 118:110 verdientermaßen zugunsten von Roman „Chocolatito“ Gonzalez.

Gonzalez kam aus einer knappen SD-Niederlage gegen Estrada vor einem Jahr, wobei er seinen WBA-Gürtel verloren hatte und somit auch nicht dessen WBC-Titel gewinnen konnte. Das Ergebnis dieser verlorenen Titelvereinigung wurde gestern durch den Gewinn des WBC-Diamondbelt für Gonzalez etwas „geheilt“. Der Diamond-Belt des WBC hat zwar eher eine symbolische Bedeutung, aber immerhin ist es eine Ehre, ihn zu besitzen. Nur Gonzalez konnte diesen Gürtel holen, weil Martinez beim offiziellen Wiegen zu schwer war.

Martinez, der bis auf seinen ersten Kampf bisher unbesiegt war, präsentierte sich als konditionell gut eingestellter Gegner. Obwohl er die meisten Runden abgeben musste, war der Kampf weder einseitig noch langweilig. Die ersten 4 Runden des Gefechts gingen an Gonzalez, der sich damit schon mal ein gutes Punktepolster holte. Martinez schien zu spüren, dass er mehr investieren musste und holte sich die 5. Runde. Auch zu Beginn der nächsten Runde sah er gut aus, doch gegen Ende der 6. konnte Gonzalez doch mehr überzeugen.

Einige der folgenden Runden waren sehr eng, aber bis zum Kampfende ließ Chocolatito keinen Zweifel daran, dass er er bessere Mann im Ring ist. Er landete die präziseren Treffer, die meistens zum Kopf gingen. Martinez, über dessen Nehmerfähigkeiten man nur staunen konnte, versuchte immer zu antworten, aber seine Schläge trafen oft nicht ins Ziel und selbst gute Treffer hinterließen bei Gonzalez nicht die gewünschte Wirkung.

So kam dann am Ende ein recht überzeugender Punktsieg für Chocolatito zustande. Trotz der klaren Punktniederlage gebührt Martinez Respekt für seine Leistung. Er hat in diesem ansehnlichen Fight zwar viel „kassiert“, aber trotzdem bis zum Ende der 12 Runde versucht, Paroli zu bieten. Es gibt bestimmt nicht viele wie Martinez in dieser Gewichtsklasse.

Irgendwie hat der WBC-Diamondbelt für Gonzalez so etwas wie die „Auszeichnung für das Lebenswerk“ an sich. Aber wie es mit dem 34-jährigen nach über 50 Kämpfen jetzt weiter geht und ob er noch einmal einen Angriff auf einen regulären WM-Titel startet, bleibt vorerst im nebeligen Bereich. Er steht bei WBA und WBC gut im Ranking und nochmal ein Rematch gegen Estrada wäre bestimmt sehenswert. Gute Chancen hätte er auf jeden Fall bei auch bei der IBF, deren Weltmeister gewiss nicht besser ist, als Martinez es als Gegner war.

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1 Kommentar

  1. 7. März 2022 at 11:25 —

    Eine Lehrstunde für einen zum Schluß überforderten Martinez, der sich einem Alltimegreat gegenüber gesehen hat.

    Chocolatito ist in seinem Reifenalter von 34 noch immer einer der variabelsten Boxer im gesamten Zirkus. Seine Potshots aus der Pocket sind einfach legendär, seine Arbeit mit der Führhand und dem nachsetzen mit der Schlaghand auf den Torso- und Kopfbereich sind eine Ausnahmeerscheinung im Weltboxen. Vielleicht ist Gonzalez nich mehr so schnell auf den Beinen wie noch vor 10 Jahren, aber seine Workrate ist immer noch großartig………..

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