Top News

Röwer: Zeuge experimentiert mit dem US-Boxstil

Am 21. November soll Tyron Zeuge in Hannover beweisen, ob ein Kampf um die Weltmeisterschaft für ihn nur eine Frage der Zeit ist oder noch in weiter Ferne liegt. Dafür ist Eduard Gutknecht, laut Trainer Karsten Röwer, ein sehr guter Test.

„Er hat sich boxerisch deutlich weiterentwickelt“, so Röwer über Zeuge und lobt zudem dessen neuentdeckten Ehrgeiz: „Der Junge denkt schon mal, dass ihm alles von allein zufliegt. In den letzten Monaten hat Tyron jedoch gemerkt, dass man in allen Bereichen an sich arbeiten muss.“ Vor allem das Herumexperimentieren mit dem amerikanischen Boxstil hebt Röwer hervor: „Tyron schaut sich bei seinen Sparringspartnern jetzt viel häufiger etwas ab und probiert deren Aktionen zu seinen eigenen zu machen. Das beeindruckt mich sehr.“

Für Sticheleien von Zeuges Gegner Gutknecht hat Röwer teilweise Verständnis: „In der Vergangenheit ist Tyron gern durch Undiszipliniertheiten aufgefallen, vor allem was das Gewicht angeht. Das ist aber schon seit einiger Zeit nicht mehr der Fall.“ Zur Fußverletzung seines Schützlings, die für die Verschiebung des Duells verantwortlich war, sagt der Coach allerdings Folgendes: „Wer Tyrons dicken Fuß gesehen hat weiß, dass von unserer Seite nicht gelogen wurde. Er hätte damals definitiv nicht in den Ring steigen können. Jetzt ist aber wieder alles in Ordnung.“

Mit Blick auf den Kampf sieht Röwer seinen Mann im Vorteil. „Eddy behauptet ja, alle Trümpfe in seiner Hand zu halten. Doch außer der größeren Erfahrung sehe ich nichts, was ihm gegen Tyron helfen kann. Schlagkraft, Athletik und Beinarbeit sind alles Punkte, in denen er Tyron unterlegen ist.“

Einzig Gutknechts Taktik könnte Zeuge durcheinanderbringen. „Gegen Jürgen Brähmer hat er doch sehr unsauber geboxt, was so einem jungen Typen wie Tyron Probleme bereiten könnte“, warnt Röwer Zeuge, gibt dem gegnerischen Lager aber auch zu bedenken: „Ich habe schon einmal die richtige Strategie parat gehabt, um Eddy zu schlagen und auch diesmal wird mein Schützling ihn besiegen!“

Eintrittskarten für die Box-Nacht am 21. November in Hannover sind über die telefonische Ticket-Hotline 01806-570044, im Internet unter www.tickethall.de und www.eventim.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Quelle: Sauerland Event

Foto: picture alliance

Voriger Artikel

Boxnews

Nächster Artikel

Wegner: Erst Murray schlagen, dann Titelvereinigung für Abraham

3 Kommentare

  1. 13. November 2015 at 21:18 —

    Wenn das nicht mal wieder ein Fehlurteil zu Ungunsten von Gutknecht wird????
    Mit Zeuge hat man bei Sauerland bestimmt noch viel vor, der darf nicht verlieren……

  2. 13. November 2015 at 21:26 —

    Eduard “Energy eddy” gutknecht ist ja jemand der über die Vielzahl an schlägen zum Erfolg kommt und keinen punch besitzt (28 kämpfen 11 ko’s, aber keiner gegen einen wirklichen “top”gegner), von daher macht es ggf Sinn mal mit einer anderen Deckungsherangehensweise zu experimentieren.. Ist halt so eine Sache, siehe culcay vs pitto, wo eine ähnliche Konstellation vorlag.

    Sollte der “amerikanische” Stil gegen Eddy zum Erfolg führen, was ich bei zeuges Anlagen für durchaus realistisch halte, wäre ein Kräftemessen mit Benjamin Simon sinnvoll.

    • 14. November 2015 at 16:02 —

      Benjamin Simon? Der zählt für mich schon zur Kategorie Fallobst, nach seiner Performance gegen Karo Murat. Die Ausreden mit dem Gewicht glaube ich ihm nicht, außerdem ist man als Boxer immer selbst dafür verantwortlich wie man in den Ringe steigt

Antwort schreiben