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Rodriguez zerstört Sor Rungvisai

Rodriguez zerstört Sor Rungvisai

Jesse ‚Bam‘ Rodriguez hat sich am gestrigen Abend doch klarer gegen seinen Gegner Srisaket Sor Rungvisai aka Wisaksil Wankek durchgesetzt, als ich vermutet hatte: im achten Durchgang machte Rodriguez den Sack zu.

Und dabei hatte sich Sor Rungvisai in der Eröffnungsrunde noch gut verkauft. Der mittlerweile 35 Jahre alte Thailänder ging mit einer KO-Quote von über 75% an den Start, ein Mann, der mit einem Schlag den Kampf beenden kann, doch Rodriguez war auf schnellen Füßen und mit ebensolchen Kontern unterwegs und konnte gegen Rundenende schon Akzente setzen.

Auch im weiteren Kampfverlauf ‚Bam‘ Rodriguez der spritzigere, variantenreicher aufboxende Mann im Ring, Srisaket Sor Rungvisai zwar im Vorwärtsgang, die besseren Aktionen aber von Rodriguez, der Sor Rungvisai oft ins leere schlagen ließ und gute Konter anbringen konnte. Der Thailänder dabei oft viel zu statisch und zu offen.

In Runde 7 traf Rodriguez, wie er wollte, nach einem linken Haken an den Kopf musste Sor Rungvisai auf die Leinwand, signalisierte aber: „Das war gar nichts!“ und Referee Mark Calo oy gab den Kampf wieder frei. Rungvisai versuchte im Anschluss, „mit Macht“, noch einen Wirkungstreffer anzubringen, doch ‚Bam‘ wirkte frischer und konnte seinen Gegner weiter mit Schlägen eindecken.

Im achten Durchgang dann das Ende: Sor Rungvisai wirkte müde, Rodriguez gelang es, seinen Gegner an den Seilen zu stellen und mit einem Schlaghagel einzudecken, bis der Ringrichter nach rund 1:50 Min. den Kampf abbrach. Sieger durch TKO: Jesse ‚Bam‘ Rodriguez.

Laut CompuBox-Statistik landete Rodriguez 233 von 431 Schlägen (und damit 54 %), Sor Rungvisai brachte lediglich 84 von 440 Schlägen (20 %) ins Ziel.  „Nach der dritten Runde hatte ich das Gefühl, dass seine Kraft nicht mehr die gleiche war”, erklärte Rodriguez nach seinem Sieg: „Er war immer noch stark, aber nicht mehr so wie in den ersten beiden Runden. Ich habe allen gesagt, dass ich versuche, ein besonderer Kämpfer zu sein, und das habe ich heute Abend bewiesen.“ Nun darf man gespannt sein, wie sich die weitere Karriere von Rodriguez gestaltet. Zumindest Essie Hearn geht davon aus, dass er einen großen Fang gemacht hat: „Ehrlich gesagt, ich traue keinem Kämpfer von 108 bis 115 Pfund zu, ihn zu schlagen. Und damit meine ich auch die großen Namen. Chocolatito, Estrada … es fühlt sich zwar an, als ob sie noch weit weg wären, aber ehrlich gesagt: würden Sie diese Jungs jetzt als Favoriten gegen Bam Rodriguez sehen?“

Hier die Highlights der Begegnung

Und hier – solange noch online – der ganze Kampf

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1 Kommentar

  1. 26. Juni 2022 at 19:02 —

    Der Babyface Terminator mehr gibt es eigentlich nicht mehr zu sagen.

    Bei seiner ersten Titelverteidigung mit Sor Rungvisai in den Ring zu steigen ist schon aller Ehre wert. Dann kommt noch die Art znd Weise wie dieser sehr dominanate Sieg zu stande kam hinzu.

    Bam ist für einen so jungen Arhleten schon sehr ausgebufft. Sein jab ist schon jetzt eine Augenweide und seine Kombinationen schlägt er aus fast allen Lagen präzise und mit viel Kraft. Seine Beinarbeit ist sehr gut und ich denke das Potential sie noch zu verbessern ist gegeben.

    Mal sehen wo seine Karriere noch hinführt. In einem muss ich Eddie dem Fuchs Hearn Recht geben von 108 lbs bis 115 lbs gibt es die Möglichkeit schnell alle Titelkämpfe zu machen und mit 22 oder 23 schon ein drei Divisionen Champion zu werden. Denke ein Fight zwischen halb Bam und Chocolatito im Spätherbst seiner Karriere, die ihm noch mal Aufwind gegeben hat wäre eine echte Standortbestimmung………………..

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