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Rockys Boxer steigen in den Ring- Huck noch immer ohne Trainer?

Marco Huck informierte seine Facebook-Follower gestern über den Start seines Trainingslagers in Stuttgart. Am 27. Februar 2016 möchte sich der ehemalige Sauerland-Boxer im Gerry Weber Stadion in Halle/ Westfalen im Ring zurückmelden. Nach seiner K.o.-Niederlage gegen den ungeschlagenen Polen Krzysztof Glowacki wird eine überzeugende Vorstellung zur Pflicht. Denn wird RTL das Duell live übertragen und eine längere Zusammenarbeit wird wohl nur möglich, wenn der ehemalige Weltmeister erfolgreich ist.

In den USA schien die Vorbereitung zur Titelverteidigung seines WBO-Gürtels im Cruisergewicht, vor vier Monaten, nicht optimal gelaufen zu sein. Welchen Anteil der neue amerikanische Trainer Don House dabei spielte bleibt fraglich. Die Zusammenarbeit war zu kurz, um weitere Schlüsse zuzulassen. Es wurde aber offensichtlich viel zu wenig an der Kondition gearbeitet und versucht die „Wegner-Doppeldeckung“ gegen einen offenen, amerikanischen Boxstil einzutauschen. Dies erwies sich als Eigentor und beendete die Zusammenarbeit des Duos nach der Niederlage. Doch auch der „Käpt’n“ schien sein US-Debüt nicht sonderlich ernst genommen zu haben: „Da bin ich zwei Stunden zu spät zum Training gekommen, weil ich im Casino war und eine Glückssträhne hatte. Bei Ulli Wegner wäre das aber ziemlich böse für mich ausgegangen.“

Wegner hat einen neuen Coach für Huck: Graciano Rocchigiani

Seit Anfang des Jahres ist der Berliner Boxer auf der Suche nach einem Ersatz für seinen ehemaligen Trainer Ulli Wegner vom Berliner Sauerland-Team. Von diesem musste er sich trennen, weil er seine eigene Boxpromotion, die Huck Sports Promotion, gegründet hatte. Zuletzt ließ der Trainer-Fuchs verlauten: „Ich werde Marco Huck nicht trainieren.“ Denn dann müsste er sich wohl vom gesamten Sauerland-Team trennen: „Ich habe dem Sauerland-Boxstall alles zu verdanken und werde meine Jungs wie Arthur Abraham, Kubrat Pulev, Jack Culcay und nicht im Stich lassen. Gern werde ich Marco aber Tipps und Ratschläge geben. Ich schlage ihm vor, Graciano Rocchigiani als Trainer zu nehmen.“

Rockys Boxer kämpfen im Boxtempel- Bist auch du Rocky genug, um Boxer zu werden?

Nun stellt sich die Frage unter welchem Trainer sich Huck derzeit in Stuttgart vorbereitet? Oder geht er ein unnötiges Risiko ein und bereitet sich in Eigenregie vor? Dem Ratschlag von Wegner ist er zumindest noch nicht gefolgt. Graciano „Rocky“ Rocchigiani bereitet ihn derzeit nicht vor. Das Team um „Rocky“ trainiert derzeit in Berlin-Schöneberg im eigenen Gym und absolviert die letzten Trainingseinheiten vor der „Rocky-Fight Night“ am 11. Dezember 2015 im Boxtempel-Berlin. Gecoacht werden die jungen Talente nicht nur von einem, sondern von drei Trainern: Graciano und Ralf Rocchigiani sowie Michel Trabant. Da kann ein Marco Huck nur neidisch werden!

Diesen Freitag werden vier der sechs erfolgsversprechenden Boxer vom Projekt Rocky in den Ring steigen: Plamena Dimova (Superfliegengewicht), Jamny Kumande (Halbschwergewicht), Vincenzo Gualtieri (Mittelgewicht) und Aleksi Hristov (Supermittelgewicht). Zusätzlich stehen fünf weitere Kämpfe in der Lehderstraße 42-43, 13086 Berlin auf dem Programm. Wer live ab 18 Uhr dabei sein möchte, der muss sich spurten. Denn heute waren von den 200 Tickets bereits fast alle ausverkauft. Wer sein Glück versuchen möchte, kann auf Restkarten an der Abendkasse hoffen, oder auf Nummer sichergehen und sich bei Ralf Hackradt vom Boxtempel unter: 01726069423 die Tickets für 20 € pro Stück sichern.

Das Projekt Rocky: Castings, Livestreams, Kämpfe

Unter Manager Mario Achour und Geschäftsführer Karsten Heiderich soll das Projekt Rocky auf Erfolgskurs gebracht werden. So steht auch schon der nächste Kampfabend für den 30. Januar 2016 im Huxleys Neue Welt. Demnächst werden die Schützlinge von Rocky per Livestream beim Training und ihren Kämpfen zu sehen sein. Dazu werden Castings für neue Boxtalente im Schwergewicht, Cruisergewicht und Mittelgewicht ins Leben gerufen. Diese finden vom 29. bis 31. Januar 2016 im Huxleys Neue Welt, Hasenheide 107 in 10967 Berlin statt. Wenn du Rocky genug bist, um Boxer zu werden, dann ist das die perfekte Möglichkeit, um einen Profivertrag bei der Graciano Rocchigiani Boxpromotion zu gewinnen.

Weitere Infos zum Projekt Rocky: http: www.projekt-rocky.de

Foto: Graciano Rocchigiani Boxpromotion

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17 Kommentare

  1. 9. Dezember 2015 at 08:54 —

    wenn glowacki anschließend nach deutschland kommt dann wirds den kampf schon geben. er kam seiner pflicht nicht nach und ist daher den titel los. bin mal gespannt ob ihn die wbo zum PH macht?

    • Glaubst du wirklich, dass RTL das risiko eingeht? Nachdem Waldemar nur noch 1-2 jahre boxt, muss schnell ersatz her. Und wenn Hukic wieder KO geht wars das. Das wird RTL nie und nimmer riskieren.

      Aber Hukic hat das rematch sowieso nur alibimäßig gefordert. Man sieht doch das er darauf keine lust hat.

      • 9. Dezember 2015 at 19:59 —

        Glowacki hat Huck durch den Ring geprügelt? Wohl eher hat Huck Glowacki durch den Ring geprügelt und 10 Runden dominiert, bis er dann durch einen Lucky Punch kassiert hat. Ist er natürlich selbst schuld mit einer klaren Führung so offen rumzustehen, aber mehr wie ein Lucky Punch war das wirklich nicht.
        Ich denke es gibt viele Cruisergewichtler, die Glowacki schlagen könnten. Levedev, Kalenga, Drozd, Huck, Hernandez, Gevor, Afolabi, Wlodarcyk, Chakiev, Usyk etc

  2. 9. Dezember 2015 at 09:25 —

    Die IBF hat Tyson Fury den Weltmeistergürtel aberkannt, weil er erst das Rückmatch gegen Klitschko im Mai boxen will anstatt den Gürtel zuerst gegen den Nummer 1 Herausforderer der IBF zu verteidigen.

    Das ist ja mal ne miese Sache. Klitschko konnte jahrelang sich die Kämpfe quasi so legen wie er wollte ohne dass ihm ein Gürtel entzogen wurde und kaum haben wir nen neuen Champion, heißt es vom Verband spiele nach unseren Regeln oder Titel gleich futsch.

    • 9. Dezember 2015 at 09:29 —

      Sollte der Verband auf einem Kampf Furys gegen Hlaskow bestehen, “würde dies eine öffentliche und peinliche Vorführung der IBF zur Folge haben”. Auf explizite Nachfrage bestätigte Peter Fury, dass sein Neffe in diesem Fall den Gürtel in einem Mülleimer entsorgen würde. –> Das wäre doch mal was. 😀 😀 😀

  3. 9. Dezember 2015 at 10:34 —

    Mit homophoben Äußerungen hat Fury für unrühmliche Schlagzeilen gesorgt. 45 000 Menschen unterzeichneten eine Pedition , in der die BBC aufgefordert wird Fury für die Auszeichnung zur “Sport-Persönlichkeit des Jahres” nicht zu nominieren. Laut Medienberichten ermittelt die Polizei deshalb gegen Fury.
    Schlecht für das Ansehen des Boxsports.

    MfG Pitt

    • nö, ich finds gut. Mir gefallen boxer die IHRE Meinung sagen und nicht die Meinung der masse.

      Es ist doch in der Öffentlichkeit so, eine eigene Meinung ist nur dann geduldet wenn sie der Masse passt.

      Das hat mir auch an Holyfield mit seinen Aussagen vor ca. 1 jahr gefallen.

      Und “homophob” an sich ist sowieso ein Schwachsinniger begriff.

      • 9. Dezember 2015 at 15:50 —

        beleidigungen und diskriminierungen aufgrund von geschlecht, rasse, hautfarbe oder sexueller orientierung sind halt blos keine meinungen sondern absoulutes no go und auch verboten!

        • 9. Dezember 2015 at 20:47 —

          Na wenn sich dementsprechend hier so mancher auch ein Beispiel der Äußerungen daran nehmen würde ………….

  4. 9. Dezember 2015 at 11:39 —

    Knopster

    Das mit dem Gürtel ist nichts Neues.
    Riddick Bowe warf 1993 den WBC-Gürtel vor laufender Kamera in die Mülltonne, nachdem er sich geweigert hatte gegen Lennox Lewis anzutreten.

  5. 9. Dezember 2015 at 23:16 —

    Jaja, hier sieht man ersteinmal mit welchen Druckmitteln K2-Promotions agiert. Wie war das mit Geale vs Golovkin binnen 90 Tagen nach dem Sturm-Kampf, wie war das mit Cotto vor dem Canelo-Fight und jetzt Fury?
    Bei der IBF liegt die Sache klar auf der Hand! Glazkov vs Martin soll um den vakanten IBF-Gürtel gehen, wie Martin auf 4 kommt weiß auch nur die IBF aber Charles Martin boxt dieses WE gegen Dominic Breazeale! Wer nun 1 und 1 addieren kann, der weiß was am Ende dabei rauskommen soll!

    • 10. Dezember 2015 at 04:54 —

      Dann ist die Frage wieso sich die Verbände von K2 unter Druck setzen lassen.

      Klitschko ist den IBF-Titel damit auch erst Mal endgültig los, selbst wenn er Fury im Rematch besiegt.
      Und mit der Titelvereinigung aller Verbände dürfte es das damit wohl gewesen sein für den größten und erfolgreichsten Schwergewichtler aller Zeiten…

    • 10. Dezember 2015 at 09:49 —

      Der Kampf ist off @ Johnny!

  6. 10. Dezember 2015 at 09:48 —

    Ja, ist natürlich kompletter Schwachsinn, extrem unsportlich von der IBF und hat davon abgesehen mit Furys Äußerungen auch überhaupt nichts zu tun. Außerdem habe ich in den sozialen Medien jetzt schon mehrfach gehört, dass der Brite überhaupt nichts gegen Schwule hat sondern nur ein bisschen Spaß am Pöbeln und Provozieren – aber dies nur am Rand.

    Sportlich gesehen wissen die Verantwortlichen der IBF genau, dass Fury das Rematch gegen Klitschmann machen muss, wenn er nicht vor der gesamten Boxwelt als unehrenhafter Ducker dastehen möchte, der keinen Funken Ehre am Leib hat. Weder Glatzkopf noch Martin sind gut genug, den Titel länger als bis zur ersten ernsthaften TV zu halten. Ich denke, Team Fury freut sich über die Entscheidung – die Chance für Hughie, sich den Titel möglichst bald zu holen.

  7. 11. Dezember 2015 at 00:37 —

    Erstmal Gratulation an Team Wilder für die erste ernsthafte TV seit dem Titelgewinn. Ich halte Szpilka für einen boxerisch ernstzunehmenden und auch schlagstarken Gegner, der durchaus für den Upset sorgen kann. Und aus meiner Sicht auch sorgen wird. Nur die fehlende Größe und das etwas fragwürdige Kinn könnten ihm im Weg stehen. Aber das kann er mit seiner Schnelligkeit und wenn er vorsichtig boxt durchaus ausgleichen

  8. 11. Dezember 2015 at 03:22 —

    Ähmmmmmmm…dir als altem Boxhasen solte eigentlich klar sein, dass mehr als genug Geld “hintenrum” fließt, offiziell wie inoffiziell.
    Da geht es nicht nur um die Sanktionsgebühren bei Titelkämpfen.
    Sondern welcher Promoter wessen Boxer welche Einflüsse hat, was verspricht, wen kennt und sich mit wem gut stellt, großzügige “Spenden” an die “wohltätigen” (Box-)Sportverbände, Sponsorengelder allgemein und Sponsoring von Conventions, etc.
    Stichwort Ahmet Öner, Felix Sturm und WBA-Superchampion.

    FIFA ist überall im Profisport und jeder Verbandspräsident sein eigener Joseph Blatter…

    • 11. Dezember 2015 at 08:28 —

      @ Auftragskiller

      Natürlich fließt unter der Hand viel Geld, wie bei allen Boxverbänden, aber im Gegensatz zur IBF, verarschen/bescheißen die anderen Verbände auch ganz offiziell mit unnötigen Interims-Titeln und/oder irgendwelchen dubiosen Silber-Titeln, usw.!

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