Robin Krasniqi verteidigt seine Titel erfolgreich – Wann bekommt er den WM-Kampf gegen Brähmer?

Bei der Box-Gala vom SES-Boxstall aus Magdeburg konnten die Halbschwergewichtler Robin Krasniqi sowie Dominic Bösel ihre Titel überzeugend verteidigen. Am Samstagabend wurde im Ballhaus Forum in München-Unterschleißheim in einer ausverkauften Halle mit über 2500 begeisterten Zuschauern attraktiver Boxsport geboten. Dabei verteidigte Robin Krasniqi seinen WBO International sowie seinen WBA Continental Titel im Halbschwergewicht, womit er sich die Chance auf einen WM-Kampf sicherte.

Der 27-jährige verteidigte seine Titel in einem Heimspiel gegen den Polen Dariusz Sek in einem mitreißenden Kampf, der mit viel Dynamik und großer Intensität von beiden Seiten geführt wurde. Gegen den stark auftretenden Rechtsausleger Sek setzte Krasniqi mit geschickter Kampfführung die Akzente, konnte mit schönen Kombinationen und harten Treffern punkten und so den Kampf beherrschen. Sein polnischer Herausforderer suchte dennoch bis zum Schlussgong seine Chance und zeigte sich als erwartet starker Gegner und als Prüfstein für die WM-Titelkampfambitionen von Robin Krasniqi. Das einstimmige Punkturteil von 115:113, 116:112 und 116:112 für den WBO-International und WBA-Continental-Champion spiegelte den Verlauf dieses hart umkämpften Gefechts wieder. Mit diesem Sieg untermauerte der Münchener Krasniqi seine Chance auf einen baldigen WM-Kampf gegen die Weltmeister der WBA und WBO, Jürgen Brähmer und Sergey Kovalev, und darf so mit großen Erwartungen in das Jahr 2015 gehen. Auf ein Duell gegen Brähmer würden sich die deutschen Boxfans sicher freuen.

Dominic Bösel mit einem „Box-Lehrstück“ und einem krachendem K.o. bei seiner WBO-Inter-Conti-Titelverteidigung

Im Kampf gegen den stark eingeschätzten Franzosen Mohamed Merah demonstrierte WBO-Inter-Conti-Titelträger Dominic Bösel sein großes boxerisches Potential. Schon in der ersten Runde konnte der SES-Halbschwergewichtler seinen Gegner mit großartigen Kombinationen zum Kopf und Körper beeindrucken und klar beherrschen. In der zweiten Runde setzte Bösel seine Linie fort, begeisterte die Zuschauer weiter mit klaren Treffern und konnte mit einem klassischen K.o. in den letzten Sekunden dieser Runde den Kampf beenden. Bösel bleibt weiterhin ungeschlagen und darf sich auf ein interessantes Jahr 2015 freuen.

Team Deutschland“-Boxer überzeugen mit tollen Kämpfen

Mit überzeugenden Siegen konnten auch die „Team Deutschland“-Boxer Tom Schwarz, Domenic von Chrzanowski, Moritz Stahl und Tom Pahlmann glänzen.

Schwergewichtler Tom Schwarz machte auch in seinem zehnten Profikampf kurzen Prozess mit seinem bosnischen Gegner Adnan Buharalija. Nach mehreren schweren Treffern konnte dieser schon nach einer Minute der ersten Runde den Kampf nicht mehr fortsetzen und so hatte Tom Schwarz wieder mal als „Kurzarbeiter“ seinen zehnten Sieg eingefahren.

In seinem Mittelgewichtskampf hatte es der Berliner Domenic von Chrzanowski mit dem ungeschlagenen Letten Eduards Gerasimovs zu tun. Konzentriert und dynamisch setzte der SES-Neuzugang von Beginn an die Akzente, dirigierte das Kampfgeschehen und beendete mit einer Kombination auf den Körper den Kampf durch K.o. in der zweiten Runde.

Er ist zurück im Geschäft! Moritz Stahl konnte mit einer sehr überzeigenden Leistung die hohen Erwartungen in seine boxerischen Fähigkeiten bestätigen. In seinem Halbschwergewichtsgefecht gegen den nicht zu unterschätzenden Berliner Verol Vekiloglu beherrschte Moritz Stahl mit schweren Treffern das Geschehen von Beginn an, setzte immer wieder Kombinationen zu Kopf und Körper und konnte mit einem finalen Schlaghagel den Kampf in der vierten Runde vorzeitig beenden.

Tom Pahlmann hatte es in seinem siebten Profikampf mit Stanislavs Makarenko aus Lettland zu tun. Der Cruisergewichtler aus Greifswald bestimmte den Kampf mit seinem rechten Jab, traf den vorwärts drängenden Letten immer wieder schwer mit seiner Linken. So gewann er sein Gefecht deutlich und klar nach Punkten.

Die Kämpfe der Münchener SES-Box-Gala sind unter MyVideo und ran.de im Internet abrufbar!

 

Alle Ergebnisse / all Results:

Hauptkampf / Main Event:

  • WBO International Championship Light Heavyweight / WBA Continental Championship Light Heavyweight (12 Rounds)
  • Robin Krasniqi (GER) vs. Dariusz Sek (POL)
  • W PTS: 115:113, 116:112, 116:112

Second Title Fight:

  • WBO Inter-Continental Championship Light Heavyweight (10 Rounds)
  • Dominic Bösel (GER) vs. Mohamed Merah (FRA)
  • W Ko, Rd.2, 2’58

Heavyweight (6 Rounds)

  • Tom Schwarz (GER) vs. Adnan Buharalija (BIH)
  • W Ko, Rd. 1, 1‘04

Middleweight (6 Rounds)

  • Domenic von Chrzanowski (GER) vs. Eduards Gerasimovs (LAT)
  • W Ko, Rd. 2, 1’54

 Light Heavyweight (6 Rounds)

  • Moritz Stahl (GER) vs. Varol Vekiloglu (GER)
  • WTKo, Rd. 4, 1‘50

 Cruiserweight (6 Rounds)

  • Tom Pahlmann (GER) vs. Stanislavs Makarenko (LAT)
  • W PTS: 60:54, 59:55, 59:55

Quelle: SES-Boxing

Von Samira Funk

57 Gedanken zu “Robin Krasniqi verteidigt seine Titel erfolgreich – Wann bekommt er den WM-Kampf gegen Brähmer?

  1. Samira wie wärs wenn du mal eigene Artikel schreiben würdest?
    Eine objektive Berichterstattung ist dies ebenfalls nicht, da man bei genauer Betrachtung sieht das Krasniqi den Kampf definitiv nicht gewonnen hat.
    Samira fieberst du schon Brähmer vs Krasniqi entgegen? 🙂

  2. „Stark eingeschätzter Mohamed Merah“

    Hahaha wer hat den stark eingeschätzt? Das Expertenteam von Boxen.de?
    Nur weil Merah den shotten Simcic geschlagen hat macht ihn dass noch lange nicht zum guten Boxer.
    Bösel würde gegen Kölling untergehen, da reicht es nichtmal zum EM Titel.
    Das Matchmaking von dem ist doch auch lächerlich, denn die Gegner werden von Kampf zu Kampf schlechter.

  3. „Mit überzeugenden Siegen konnten auch die „Team Deutschland“-Boxer Tom Schwarz, Domenic von Chrzanowski, Moritz Stahl und Tom Pahlmann glänzen.“

    Supi Tom Schwarz hat gegen einen Gegner gewonnen der in 57 Kämpfen 2 Gegner mit positiven Kampfrekord besiegt hat.

    Der Baron Domenic von Chrzanowski hat einen Gegner besiegt, der noch keinen einzigen Boxer mit positivem Kampfrekord besiegt hat.

    Moritz Stahl hat einen Mann besiegt, dessen bester Sieg gegen einen gewissen Robert Rolle war.

    SES Jahrhunderttalent Tom Pahlmann hat mit Stanislavs Makarenko einen Boxer besiegt, der in 15 Kämpfen ebenfalls noch keinen mit positivem Kampfrekord besiegt hat.

    ALLES IN ALLEM MUSS MAN JETZT HIER EINMAL AUFSTEHEN UND LAUT KLATSCHEN. EIN HOCH AUF SES UND DIE BERICHTERSTATTUNG VON BOXEN.DE

    1. Zu dem Schwarz-Kampf:

      Er hat den Gegner, der übrigens schon mit Veilchen und angeschwollenem Auge einmarschiert ist, ja nicht mal besiegt..
      Der Ringrichter zählte den Mann nach Treffern auf den Hinterkopf an, als dieser sich darüber beschwerte, erklärte ihn der Referee für kampfunfähig..
      Ein großer Triumph für die „größte deutsche Schwergewichtshoffnung“..! 😉

  4. Das, was ich vorausgesagt hatte (aber dazu muss man definitiv kein Experte sein, um das geahnt zu haben) ist passiert: Sek hat den Kampf gewonnen, Krasniqi die Decision bekommen. Freue mich für einen guten Payday für den Deutsch-Albaner und einen Easy-Win für Brähmer, aber Gerechtigkeit sieht definitiv anders aus. Ich hatte es 115:113 für Sek.

      1. Dr. Fallobsthammer hat selbstverständlich wie immer recht:

        Ulf Steinforth, geboren am 25. August 1967 in Magdeburg als Ulf Sauerland, ist in Wahrheit der verschollene dritte Sauerland-Sohn!

        Anders ist eine derartige genetische und biologische Übereinstimmung der Abartigkeit im Bereich der „Box-Promotion“ und der „Box-Veranstaltungen“ zwischen SES und Sauerland nicht wissenschaftlich zu erklären.

  5. Ganz, ganz schwacher Artikel..!!

    1. Die Halle war nicht annähernd ausverkauft
    2. Das Berufsopfer Krasniqi hat den Kampf keine Sekunde lang beherrscht
    3. Das Urteil war ne Lachnummer und spiegelte KEINESFALLS den Kampfverlauf wieder
    4. Der „KO“-Sieg von Schwarz war eine weitere unerträgliche Lachnummer

    etc etc.. Die Liste könnte man noch um das fünffache Erweitern, das ist Sportjournalismus aller erster Güte..!! 😉

          1. Sturm? Bernd Bönte? Ulf Steinforth? Marco Huck? Arthur Abraham? Christian Hammer? Sauerland Echsen-Family? Wünschst du frohe Weihnachten?

          2. Die Frage müsstest du The Fan stellen.
            Es besteht die Möglichkeit, dass er das Weihnachtsfest sogar gemeinsam mit dem kleinen Felix-Adnan unter dem Baum beim Geschenke auspacken verbracht hat.
            Der kleine Felix-Adnan hat bestimmt ganz viele Schokoriegel bekommen.

  6. Mal ein anderes Thema ……………………………………………
    Fritz Sdunek hat uns verlassen .Europas bester Trainer vor Vitalis Abschied. Bitte lest sein Buch ,und ihr werdet verstehen ,was ihn so außergewöhnlich machte . Er war für mich als Boxer und später auch als Trainer immer ein Vorbild . Ruhe in Frieden !

  7. Hmmm….die Meisten hier schimpfen auf Krasniqi,ja ich gehöre auch dazu,aber warum schaut ihr euch den Kampf dann an???????????
    Gut,ihr könnt hier mitreden/schreiben,aber eine Flasche die mich nicht interessiert schaue ich mir auch nicht an!!!!

    Und sollte es tatsächlich soooo ein Fehlurteil gewesen sein,dürfte es für die polnische Seite auch kein Problem sein bei den beiden Weltboxverbänden Einspruch einzulegen und Recht zu bekommen,oder!!????

    1. Naja, es war halt in etwa wie bei Mundine vs Rabchenko (abgesehen von dem furchtbaren „Open Scoring“) – man konnte mit viel Sympathie die vielen engen Runden dem Heimboxer Krasniqi geben – oder halt nicht. Ich habe den Kampf „nur“ im Web mit polnischem Kommentar, den ich nicht verstanden habe, gesehen und von daher war ich, denke ich, relativ neutral. Dass Krasniqi hier den „Kampf beherrscht“ hat, habe ich definitiv nicht gesehen, für mich war es ein knapper Sieg des Polen oder ein Draw; 115:113 für Robin ist auch grad noch vertretbar. Spannend war der Hauptkampf im Übrigen und es gab keinen Grund, sich das nicht mal 45 Minuten anzusehen.

    2. „Und sollte es tatsächlich soooo ein Fehlurteil gewesen sein,dürfte es für die polnische Seite auch kein Problem sein bei den beiden Weltboxverbänden Einspruch einzulegen und Recht zu bekommen,oder!!????“

      hahaha…Tom, du bist ein besserer Joker als Heath Ledger!

      1. Falls es immer noch jemand nicht kapiert hat:
        Den Weltboxverbänden geht es selbstverständlich nicht um sportliche Fairness, sondern „finanzielle Fairness“ (gegenüber den Weltboxverbänden)! 😉

          1. Und was soll das bringen? Tausend Dollar oder was weiss ich wieviel Geld dafür ausgeben wenn es eh nichts bringt oder glaubst du das sich die Verbände drauf einlassen? Was zieht denn mehr Brähmer VS. Krasniqi oder Brähmer VS. Sek?

            Mfg Ferenc

          2. Habe ich etwas anderes gesagt?

            Es macht nur einfach keinen Sinn für die polnische Seite überhaupt Einspruch einzulegen.
            Zum einen zahlen sie dafür, wie von dir schon gesagt, „Bearbeitungsgebühren“.

            Und rein sportlich und rechtlich sind die Chancen gleich Null, dass etwas für den Polen dabei herum kommt.
            Weil Sek völlig uninteressant für die großen Verbände ist, während Krasniqi wenigstens SES hinter sich hat.

            Und Krasniqi vs. Brähmer ja schon seit fast einem halben Jahr promoted wird.

            Reine Verbandspolitik… 😉

  8. Der „Main Event“ war in der Tat unterhaltsam.. Was mir allerdings an Krasniqi´s Stelle ernsthafte Sorgen bereiten würde ist die Tatsache, daß er offensichtlich des öfteren in diesem Kampf größere Probleme mit Sek´s Schlagkraft hatte (KO-Quote etwa 30 %)..
    Ich hatte Sek übrigens mit mindestens 2 Runden vorne, allerdings waren wie schon erwähnt eben viele enge Runden dabei..

          1. Das ist natürlich richtig!
            Im Vergleich zum schneidigen Sven Ottke ist selbst ein Money-Mayweather ein regelrechter Infight-Brawler. 😉

    1. Danach kann Ceylan Christian Hammer nur noch als Journeyman verheizen und der Traum vom möglichen Klitschko-Kampf ist auch endgültig vorbei.

      Ob das taktisch klug ist kann ich mir nicht vorstellen, weil so viel wird der Fight gegen Fury nicht einbringen, als dass man dafür alles aufgebaute wieder selbst einreißt.

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