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Roberto Ortiz rettet sich zu hauchdünnem Sieg über Javier Prieto

Der 26-jährige Roberto Ortiz verteidigte am Donnerstagabend in Mexiko City seinen Silbergürtel der WBC im Halbweltergewicht erfolgreich gegen Javier Prieto. Dabei tat sich der ungeschlagene Mexikaner, der eine enttäuschende Leistung bot, allerdings deutlich schwerer als erwartet, überstand die letzte Runde nur mit viel Glück ohne KO zu gehen, und gewann schließlich nur hauchdünn durch eine Split Decision nach Punkten.

Ortiz hatte 20 seiner 23 Siege zuvor vorzeitig eingefahren und so erwarteten viele Zuschauer einen kurzen Abend gegen den auf dem Papier deutlich schwächeren Javier Prieto. Doch in den ersten Runden begegneten sich beide Boxer auf Augenhöhe, und nach zwei bis drei Runden übernahm Prieto sogar überraschend die Kontrolle. Roberto Ortiz schien ihn mit seiner Schlagkraft nicht zu beeindrucken können, und so erhöhte der Herausforderer das Tempo und kaufte Ortiz tatsächlich den Schneid ab. Gezwungen sich etwas einfallen zu lassen kam Ortiz in der sechsten, siebten und achten Runde zurück und drehte den Kampf langsam zu seinen Gunsten, was auch die Punktrichter so sahen, wie das Open Scoring der WBC bestätigte.

Der Favorit schien nun endlich seine Taktik gefunden zu haben und bestimmte den Kampf auch in der neunten und zehnten Runde aus der Distanz heraus. Doch es hatte ihn scheinbar Kraft gekostet den Kampf drehen zu müssen, so dass Javier Prieto in der elften Runde noch einmal eindrucksvoll zurück fand. Ortiz schienen nun die Kräfte auszugehen, während Prieto gute Treffer zum Körper und Kopf setzte. Eine Runde hatte Ortiz noch zu überstehen zum Sieg, was ihm allerdings nur mit Mühe und Not gelang. Prieto dominierte klar und schien einige Male kurz davor zu stehen Ortiz zu Boden zu schicken, doch dieser hielt sich irgendwie bis zum Schlussgong auf den Beinen und damit den Sieg fest.

Denn zwei der drei Punktrichter sahen ihn anschließend nach Punkten mit 115-112 vorne, während der dritte Prieto mit 115-113 als Sieger gesehen hatte. Roberto Ortiz behielt damit so gerade eben seine weiße Weste und erzielte seinen vierundzwanzigsten Profisieg, verlor dabei aber wohl eher an Ansehen, da er gegen einen Gegner, der ihn eigentlich gut aussehen lassen sollte, seine Schwächen offenbarte und zu eigentlich keinem Zeitpunkt wie ein Weltklasseboxer aussah, wie sein Pflichtherausforderungsrecht für den WBC-Titel einem weismachen würde.

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