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Rob Brant vs Khasan Baysangurov – Kampf um den WBA Titel im Mittelgewicht

Bei seiner ersten Titelverteidigung bekommt es der reguläre WBA-Champ im Mittelgewicht Rob Brant (24(16)1-0) mit dem 21-jährigen und bisher ungeschlagenen Russen Khasan Baysangurov (17(7)-0-0) zu tun. Dieser Kampf dürfte recht unterhaltsam werden. Das beide Boxer nicht in den Top 10 des Mittelgewichts zu finden sind, spielt dabei keine Rolle. Es geht in diesem Kampf „nur“ um den regulären Titel, der bei der WBA in seiner Wertigkeit hinter dem „Super-Champ“ angeordnet ist.

Ähnlich wie im Supermittel,dem Cruisergewicht und dem Schwergewicht hat es die WBA bisher noch nicht geschafft, die Titelvielfalt wie verprochen zu reduzieren. Den „richtigen“ WBA-Titel im Mittelgewicht trägt Saul Alvarez, der mit Genehmigung des Verbandes auch Superchamp im Supermittelgewicht bleiben darf. Es wird wohl noch Jahre dauern, bis die WBA ihr Titelchaos wieder aufgeräumt hat.

Rob Brant kannte vor seinem Kampf gegen Jürgen Brähmer kaum jemand in Deutschland. Es schien sich auch nicht zu lohnen, sich diesen Namen zu merken, weil er von Brähmer im Rahmen des WBSS-Supermittelgewicht-Turniers im Oktober 2017 relativ deutlich ausgepunktet wurde. Doch diese Niederlage stachelte scheinbar den Ehrgeiz des 28-jährigen Amerikaners an. Zurück im Mittelgewicht, siegte er im nächsten Kampf durch KO 1 und bekam danach die Chance, gegen Ryota Murata um den WBA-Gürtel zu kämpfen. Das es ihm gelingt, den Japaner klar mit 118:110 und 2x 119:109 zu besiegen, hatte man kaum erwartet. Brant feuerte in diesem Kampf unglaubliche 1200 Schläge ab.

Jetzt geht es also bei dieser ersten Titelverteidigung den jungen Russen Baysangurov abzuwehren, der schon im zarten Alter von 16 Jahren Profiboxer wurde. Geboxt wird am Freitag in Hinkley/Minnesota. Baysangurov ist in seinen jungen Jahren noch ein relativ unbeschriebenes Blatt und belegt im WBA-Ranking immerhin schon #8. Der in der Ukraine lebende Russe war bereits WBO-Juniorenmeister und holte sich im Mai 2018 den vakanten WBA Interconti im Kampf gegen den Argentinier Guido Nicolas Pitto: Pitto ist dem deutschen Publikum gewiss noch als Culcay-Bezwinger bekannt. Daraus lässt sich ableiten, dass Baysangurov sein Handwerk zumindest technisch gut versteht.

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Beide Boxer gaben vor dem Kampf ihre Statements ab:

Rob Brant: “Es war ein Traum, Weltmeister zu werden. Es ist besonders schön, dass meine erste Titelverteidigung vor meinen Fans in meinem Heimatstaat Minnesota stattfindet.Ich verstehe die Aufgabe, die vor mir liegt, genau. Es ist schwieriger, einen Titel zu behalten, als einen zu gewinnen. Mein Gegner ist sehr talentiert und verdient sicherlich seine Weltranglistenposition. Ich weiß, dass Khasan Schwächen hat, und ich denke, dass wir sie ausnutzen können (…) bin ich zuversichtlich und bereit.“

Khasan Baysangurov: “Ich bin sehr stolz und glücklich, diese großartige Gelegenheit zu erhalten, um mich gegen den amtierenden WBA-Weltmeister im Mittelgewicht zu zeigen. Ich werde mein Team nicht enttäuschen und werde alles geben, um der neue Champion zu werden. Natürlich ist Rob Brant ein guter Boxer und ein großer Champion, aber jetzt ist meine Zeit zu glänzen.“

Es fällt schwer, für diesen Kampf einen eindeutigen Favoriten auszumachen. Vielleicht hat Brant auch diesmal die Energie, wie im Kampf gegen Murata. Aber: Beide Boxer waren in ihrer Vergangenheit dazu in der Lage, gute Punktsiege einzufahren. Ob der Heimvorteil für Brant eine Rolle spielt, wem die Punktrichter womöglich mehr gewogen sind und wer wem seinen Kampf aufzwingen kann, liegt völlig im nebeligen Bereich. Ob Baysangurov mehr zu bieten hat als Murata, wird sich erst im Ring herausstellen. Für Brants erste Titelverteidigung war ursprünglich der Brasilianer Esquiva Falcao (WBA #6, 22(15)-0-0) vorgesehen. Warum diese Kampfpaarung nicht zustande kam, ist unbekannt. Womöglich hält Bob Arum den Russen für den leichteren Gegner.

Bei dieser Top-Rank Veranstaltung von Bob Arum / ESPN werden noch eine ganze Reihe von Undercard Kämpfen gezeigt, die der Nachwuchsförderung dienen. Ein Frauenkampf gibt es auch zu sehen. Die 28-jährige Mikaela Mayer will ihren NABF-Titel im Super-Federgewicht gegen die 20-jährige Mexikanerin Yareli Larios verteidigen. Der Kampfrekord der Herausforderin ist reichlich gepimpt und man kann wohl erwarten, dass Mayer keine Schwierigkeiten mit ihr haben wird.

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