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Riddick Bowe – Comeback abgesagt

Riddick Bowe – Comeback abgesagt

Wie „Celebrity Boxing“ bekanntgegeben hat, wird Riddick Bowe nicht – wie ursprünglich geplant – am 2. Oktober gegen den ehemaligen NBA-Star Lamar Odom kämpfen. Die Organisatoren sind angeblich besorgt und beschuldigen Bowes Management, den schlechten Gesundheitszustand des 54-jährigen verborgen zu haben. Für den 41 Jahre alten Odon wird nun ein neuer Gegner gesucht.

Auslöser soll das folgende Video gewesen sein, das den ehemaligen unangefochtenen Schwergewichtsweltmeister beim Training zeigt.

Obwohl Bowe nicht mehr als Kämpfer bei der Veranstaltung antreten wird, soll er dennoch an der Show teilnehmen und auch eine finanzielle Entschädigung erhalten. „Das ist Unterhaltung“, hat Damon Feldman, CEO von Celebrity Boxing, in einem Interview gesagt: „Ich versuche, eine Show zu machen. Ich versuche nicht, jemandem den Kopf abzuschlagen.“

Die öffentlichen Aufrufe, Bowe von der Karte streichen zu lassen, begannen, als Evander Holyfield vor kurzem bei seiner Rückkehr in den Ring schon in der ersten Runde durch KO verlor. Wie es heißt, hat die Niederlage von ‚The Real Deal‘ zusammen mit den Filmaufnahmen von Bowes „Training“, Feldman dazu bewogen, den Hauptkampf der Veranstaltung am 2. Oktober noch einmal zu überdenken.

Nicht nur WBC-Präsident Mauricio Sulaiman hatte darauf hingewiesen, dass ‚Big Daddy‘ aufgrund von Gewichts- und Gesundheitsproblemen nicht mehr in der Lage sei, zu kämpfen, auch zahlreiche andere – wie zum Beispiel Boxpromoter Lou DiBella – hatten ihre Bedenken geäußert: „Die Bowe-Rückkehr ist barbarisch und mehr als gefährlich“, betonte DiBella: „Das ist kein Sport und das ist kein Boxen. Es ist ein menschliches Zugunglück, das darauf wartet, zu passieren!“

Daneben gab es Kritik von Mike Mazzulli von der Association of Boxing Commissions, was wohl letztendlich „Official Celebrity Boxing“ zu einer Erklärung bewog: “Celebrity Boxing ist stolz darauf, eine sichere, fanfreundliche und schonende alternative Form der Boxunterhaltung zu sein. Daher müssen alle unsere prominenten Kämpfer einen Kopfschutz und übergroße Boxhandschuhe tragen, um den Gefahren zu begegnen, die normalerweise mit einem professionellen Boxkampf verbunden sind. Wir haben volles Verständnis für die Bedenken der Kommissionen und wissen, dass nichts wichtiger ist, als die kontinuierliche Sicherheit unserer Teilnehmer. Aus diesen Gründen werden wir am 2. Oktober einen Ersatz für Riddick Bowe in unserer Veranstaltung Celebrity Boxing Miami 2021 ankündigen.“

Das klingt zwar mehr nach einer müden Ausrede, aber zumindest muss sich das zahlende Publikum nicht mehr ansehen, wie ein ehemaliger Champion für Kleingeld „geschlachtet“ wird.

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6 Kommentare

  1. 24. September 2021 at 07:53 —

    Gute Entscheidung .

    • 24. September 2021 at 09:06 —

      Aber befremdlich, dass das erst auf “Druck” von außen zustandekam. Feldman möchte doch wohl nicht ernsthaft behaupten, er sei nicht über Bowes Zustand informiert gewesen. Arme Nummer!

      • 24. September 2021 at 09:14 —

        So isses.. Ohne Druck von außen hätten die den ohne mit der Wimper zu zucken zur Schlachtbank geführt..

  2. 24. September 2021 at 09:11 —

    “…den schlechten Gesundheitszustand des 54-jährigen verborgen zu haben”

    Ganz schlechter Witz..
    Was hätte man denn da noch verbergen sollen..?

  3. 24. September 2021 at 15:16 —

    Tja…, so isses halt. Selbst unseren geliebten Ali, hat man mehrere Male sterben lassen und das ganz unbarmherzig.

  4. 24. September 2021 at 15:38 —

    Ich finde es super, dass Riddick trotz offensichtlicher starker Gesundheitsprobleme wieder trainiert und sich fit hält – das hilft ihm mit Sicherheit. Auch Typen wie Chris Byrd oder Frank Bruno haben sich auf diese Weise wieder extrem viel Lebensqualität „zurückerkämpft“. Professionell boxen sollte er aber auf keinen Fall, das wäre tödlich. Insofern begrüße ich die Entscheidung, auch wenn ich ebenfalls der Meinung bin, dass eine Ankündigung eines Bowe-Fights niemals hätte überhaupt an die Öffentlichkeit gelangen dürfen.

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