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Rico Müller unterliegt Jeremias Ponce nach Punkten

Am gestrigen Abend trafen der Brandenburger Rico Müller (25-3-1, 17 K.o.) und Jeremias Ponce (25-0-0, 16 K.o.) aus Argentinien in der Berliner Verti Music Hall aufeinander.

Der Hauptkampf beim „Day of Thunder“ versprach schon im Vorfeld Spannung, weil der ungeschlagene Argentinier in seiner Kampfansage einen vorzeitigen Sieg prognostizierte. Auf dem Spiel stand der vakanten Weltmeistertitel der IBO im Superleichtgewicht.

Rico Müller verließ das Weltergewicht für die Titelchance und brachte 4,2 Kilogramm weniger auf die Waage als in seinem letzten Kampf gegen Betuel Ushona. Das dürfte an die Substanz gegangen sein, denn gegen Jeremias Ponce konnte der Lokalmatador nur die erste Runde eng gestalten.

Alle anderen sicherte sich der 23-jährige Argentinier durch seinen steten Vorwärtsgang und variable Kombinationen zum Kopf und Körper. Besonders seine Uppercuts waren stets gefährlich.

Müller agierte zu passiv und blieb nach seinen Aktionen immer wieder in Doppeldeckung in der Schlagdistanz seines Gegners stehen, anstatt sich auf flinken Beinen raus zu bewegen.

Ponce hielt die Workrate hoch und gönnte sich und seinem Gegner kaum eine Verschnaufpause. Dennoch versuchte Müller mit großem Kampfgeist bis zum letzten Gong dagegen zu halten und suchte nach seiner Chance. Dabei musste er an diesem Abend wahrscheinlich etwas zu viele Treffer einstecken.

Skandalwertung von Marcus McDonnell

Nach zwölf Runden werteten die die Punktrichter 118:110, 116: 111 für Jeremias Ponce und ein unverständliches 114:114 von Marcus McDonnell, der am besten nie wieder an einem Boxring sitzen sollte! Mit diesem Fehlurteil macht der Punktrichter aus London fast schon Adalaide Byrd Konkurrenz.

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Dennoch wurde Ponce per Mehrheitsentscheid nach Punkten zum verdienten Sieger erklärt. Beide Boxer zeigten sich aufgeschlossen bezüglich eines Rückkampfes.

Rico Müller schrieb auf seiner Facebook-Fanpage: „Liebe Freunde und Fans, (…) wir sind topfit in diesen Kampf gegangen, da gibt es nichts zu sagen, (…) ich möchte keine Ausrede suchen. Jeremias Nicolas Ponce war an diesem Abend der bessere Mann keine Frage, Glückwunsch an ihn. Aber Freunde und Fans, jeder der mich kennt, weiß, dass ich es besser kann und ich selbst weiß es am besten. Ich bin nicht in diesen Kampf reingekommen. Wir haben eine Rückkampfklausel im Vertrag und ich werde diese ziehen und euch und vor allem mir zeigen, dass ich diesen Mann schlagen kann und will.“

Sven Elbir sichert sich den IBO-Titel

Den vakanten Europameistertitel der IBO im Mittelgewicht erkämpfte sich Sven Elbir in einem mitreißenden Fight gegen den Spanier Jorge Vallejo. In der siebten Runde erwischte der Berliner seinen Gegner mit einem harten Leberhaken, wodurch Elbir einen T.K.o.-Sieg erzielte.

Foto: Anna Mieskes-Petrenko

 

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1 Kommentar

  1. 16. September 2019 at 13:27 —

    selbst 116 zu 111 ist schmeichelhaft.

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