Top News

Ricky Burns stoppt Joseph Laryea in sieben Runden

Der WBO-Superfedergewichtstitelträger Ricky Burns hat am Samstagabend in Glasgow seinen Titel erfolgreich gegen Herausforderer Joseph Laryea verteidigt. Der Ghanaer gab nach der siebten Runde aus, als er sich an der rechten Hand verletzt hatte. Zu diesem Zeitpunkt lag Laryea nach Punkten allerdings auch deutlich zurück.

Der 25-jährige Herausforderer hatte sich den Titelkampf durch einen Überraschungssieg im Dezember über Burns Landsmann Paul Appleby verdient, ging aber als klarer Außenseiter gegen Burns in den Kampf. Trotzdem suchte Laryea von Beginn an seine Chance und suchte aggressiv den Vorwärtsgang. Sein linker Jab sollte ihm dabei immer wieder Öffnungen verschaffen und diktierte von Anfang an ein recht hohes Tempo. Ricky Burns hielt jedoch dagegen und boxte im Rückwärtsgang gut mit. Seine Strategie war von Anfang an offensichtlich, und bestand darin seinen Gegner mit etlichen Körpertreffern niederzuringen. Immer wieder landete Burns linke Haken zum Körper und kam auch hin und wieder mit guten rechten Geraden zum Brustkorb durch.

Nach einer engen ersten Runde, die aber wohl an den Titelverteidiger ging, war der Unterschied in der zweiten und dritten Runde deutlicher. Zwar fand Laryea mit seinen sehr langen Armen mit seinem Jab immer wieder das Ziel, aber die schnelleren Hände vom Schotten und seine höhere Präzision ermöglichten es ihm insgesamt mehr und die besseren Treffer zu landen.

Doch in der vierten Runde schien sich das Blatt ein wenig zu wenden. Burns ließ sich mehr an die Seile drängen und kassierte mehr gute Treffer. Laryea sah zu dem Zeitpunkt kurz so aus, als könnte er nun möglicherweise Burns Willen brechen, da der Titelverteidiger nun auch weniger aktiv wurde und sich den Kampf seines Gegners ein wenig aufdrängen ließ. Die fünfte Runde konnte Burns dann zwar wieder wohl für sich entscheiden, aber es hatte weiterhin den Anschein, als fühle sich Ricky Burns nun weniger wohl im Ring als es ein paar Runden vorher der Fall gewesen war.

Die Runden Sechs und Sieben bestimmte der Schotte dann aber wieder klar und deutlich, indem er weiterhin Laryeas Körper bearbeitete und gute Kombinationen anbrachte. Vor allem die siebte Runde war sehr deutlich, und die vielen Körpertreffer schienen inzwischen ihre Wirkung zu zeigen. Da Laryea wohl zudem höchstens eine der ersten siebten Runde hatte gewinnen können, war der Kampf nach Punkten für den Herausforderer beinahe schon gelaufen.

Doch es sollte gar nicht mehr zur nächsten Runde kommen, da Joseph Laryea nach der siebten Runde plötzlich überraschend aufgab. Er gab an seine rechte Hand so schwer verletzt zu haben, dass er nicht in der Lage sei weiterzumachen. Ricky Burns wurde damit in seiner zweiten Titelverteidigung zum Sieger durch TKO erklärt.

Burns hatte seinen Titel im letzten September sehr überraschend gegen den bis dahin ungeschlagenen Roman Martinez gewonnen und im Dezember gegen Andreas Evensen das erste Mal erfolgreich verteidigt. Der 27-Jährige soll wohl bereits im Mai seine nächste Titelverteidigung haben, während langfristig eine Titelvereinigung in Planung für ihn ist.

Auf der Undercard stoppte Englands Supermittelgewichtshoffnung und Olympiasieger 2008 James DeGale seinen völlig überforderten Gegner Alpay Kobal in fünf Runden. Der Kampf wurde abgebrochen, nachdem der Franzose lange Zeit kaum Gegenwehr zeigte und deutlich deklassiert wurde. Für DeGale, der im April wohl auf Englands andere große Hoffnung im Supermittelgewicht George Groves treffen wird, war es der zehnte Profisieg in ebenso vielen Kämpfen.

Voriger Artikel

Audley Harrison: Zwei weitere Fights in den USA

Nächster Artikel

K.o. gegen McEwan in Runde zehn: Lee holt eigentlich bereits verloren gegangenen Kampf aus dem Feuer

2 Kommentare

  1. leif
    13. März 2011 at 11:48 —

    Habe schlechte übertragung gehabt, aber die Kämpfe waren gut. Scheint mir sehr sehenswertes Boxen in Großbritannien zu geben.

  2. Tom
    14. März 2011 at 02:41 —

    @ leif

    Kampfabende in Großbritannien sind meist sehr gut,wurden früher auch oft auf Eurosport gezeigt.

Antwort schreiben