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Ricardo Nunez setzt Ausrufezeichen mit starker Leistung und KO-Sieg über Carlos Tamara

In einem unerwartet einseitigen Kampf gelang Ricardo Nunez der wohl beste Sieg seiner bisherigen Karriere am Donnerstagabend. In Panama City besiegte der 24-Jährige Ex-IBF-Halbfliegengewichtsweltmeister Carlos Tamara eindrucksvoll und stoppte den zähen Kolumbianer zudem als allererster. Mit einer fantastischen Offensivleistung dominierte Nunez beinahe jede Sekunde des Kampfes, erzielte einen Niederschlag in der fünften Runde und stoppte ihn in der darauffolgenden.

Wie erwartet begann Ricardo Nunez den Kampf energievoller und überwältigte Tamara anfangs mit seiner Schnelligkeit und seiner Workrate. Er legte direkt ein sehr hohes Tempo vor, drängte Tamara in den Rückwärtsgang und landete schnelle, harte Treffer aus allen möglichen Winkeln, während Tamara vergeblich damit beschäftigt war sich den Lokalmatador irgendwie vom Leib zu halten. Fast geschockt schien der Kolumbianer ob des offensiven Sturmlaufs von Nunez, der zwar teilweise sehr wild boxte, aber Tamara in den ersten beiden Runden keinerlei Atempause ließ und auch offensiv nicht zur Entfaltung kommen ließ. Zudem arbeitete Nunez auch überraschend gut zum Körper und landete dort immer wieder rechte Geraden.

Wenn Tamara mal versuchte selber Akzente zu setzen, wirkte er meist wie in der dritten Runde unglücklich, als er mit einer rechten Geraden Nunez lediglich am Rücken traf. Immer wieder sah er sich an die Seile gedrängt und einem Schlaghagel nach dem anderen ausgesetzt, so dass der als enorm zäh geltende Kolumbianer bereits zur vierten Runde sehr ratlos aussah.

Nunez dominierte weiter nach Belieben und fügte Tamara zu allem Überfluss in Runde Vier eine Cutverletzung am rechten Auge zu, die kurz darauf schon vom Ringarzt untersucht wurde. Der Kampf ging jedoch erst einmal noch weiter, und Nunez ließ weiterhin keinen Zweifel daran, wer der bessere Mann im Ring war. Auch in der fünften Runde prasselten die Schläge gerade zu auf Tamara ein, der schließlich unter der Vielzahl von Treffer zu Boden sackte. Deutlich mitgenommen fand er nur so gerade rechtzeitig auf die Beine und wurde daraufhin vom Ertönen des Gongs erlöst.

Immer noch auf wackligen Beinen und sichtbar angeschlagen schleppte sich Tamara, welcher in seiner Profikarriere noch nie gestoppt worden war und nur sehr selten den Boden besucht hatte, zum Anfang der sechsten Runde in die Ringmitte. Er schien nur ein paar weitere harte Treffer von einer KO-Niederlage entfernt zu sein, doch beinahe zum ersten Mal im Kampf verschleppte Ricardo Nunez jetzt ein wenig das Tempo und kontrollierte den Kampf lediglich mit peitschenartigen Jabs. Carlos Tamara versuchte sich nun noch mehr Zeit zu verschaffen, indem er den Clinch suchte, wobei er seinen vielleicht besten Treffer des Kampfes landete. Ein harter Aufwärtshaken landete an den Rippen von Nunez, was für diesen eine Art Signal gewesen zu sein schien, da er nun das Tempo wieder anzog. Mit schnellen und harten Kombinationen trieb er Tamara, dessen Cut inzwischen deutlich größer geworden war, erneut an die Seile, wo dieser überfordert genug wirkte, dass der Ringrichter einsprang und dem Kampf ein Ende bereitete.

So musste Carlos Tamara seine erste vorzeitige Niederlage seiner Karriere einstecken, nachdem er bereits mit einigen sehr harten Punchern über die Runden gegangen war, und kann gleichzeitig erst einmal seine Hoffnungen begraben den IBF-Titel, welchen er eine Gewichtsklasse darunter vor knapp zwei Jahren verlor, wieder zu gewinnen. Ricardo Nunez zeigte auf der anderen Seite eine seiner besten Leistungen als Profi und verdiente sich mit seinem vierundzwanzigsten Sieg den Platz Zwei in der IBF-Rangliste im Fliegengewicht. Somit darf er darauf hoffen bald den IBF-Weltmeister Moritu Mthalane herausfordern zu dürfen.

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