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Raymond Serrano besiegt Daniel Sostre nach Punkten

Das 22-jährige Weltergewichtstalent Raymond Serrano behielt am Freitagabend seinen lupenreinen Kampfrekord und konnte ihn auf sechzehn Siege in ebenso vielen Kämpfen verbessern. In New York schlug er Daniel Sostre in acht Runden klar nach Punkten.

Raymond Serrano erwischte gleich den deutlich besseren Start und attackierte mit einem guten Jab, dem er immer wieder harte rechte Geraden folgen ließ. Damit trieb er Sostre vor sich her und hatte vor allem Erfolg, wenn dieser sich mit dem Rücken an den Seilen wieder fand. Das Tempo, das Serrano vorlegte, war hoch, und Sostre konnte mit der Aktivität des 22-Jährigen nicht mithalten. Außerdem gelangen Serrano die eindeutig besseren Treffer, und eine starke rechte Gerade, die Sostre am Kopf erwischte, war der Höhepunkt der ersten Runde. Während Serrano in der Eröffnungsrunde noch hauptsächlich zum Kopf ging, bot er in der zweiten Runde dann mehr Abwechslung und visierte auch häufiger den Körper an. Erneut war es aber die rechte Gerade zum Kopf, die für das meiste Aufsehen sorgte. Dem Volltreffer, der Sostres Kopf zurück schnellen ließ, ließ Serrano ein paar gute Kombinationen zum Kopf folgen, woraufhin sich Sostre das erste Mal angeschlagen zeigte. Serrano ließ ihn allerdings wieder vom Haken nachdem sich Sostre schnell wieder erholte.

Obwohl Serrano das Geschehen locker beherrschte, zeigte er auch Schwächen. Oft fiel er in seine rechten Hände herein, was ihn sehr offen für Konter machte, was Sostre allerdings kaum ausnutzen konnte. Zudem vernachlässigte er nun, nachdem er sich klar in Führung gebracht hatte, zunehmend den Jab und wurde dafür in der dritten Runde bestraft, als er Sostre erlaubte ohne Gegenwehr in Schlagdistanz zu kommen. Sostre traf Serrano mit einer harten Rechten und ließ eine gute Kombination folgen, während Serano sich hinter seiner Deckung verkroch. Serrano hatte die Grundlagen vergessen und daher die dritte Runde abgegeben und Sostre wieder in den Kampf gebracht.

In der vierten Runde wechselte Serrano erstmals in die Rechtsauslage, wofür er bekannt ist, was allerdings auch anzeigte, dass er etwas Neues versuchen musste nach der schlechten dritten Runde. Das brachte jedoch wenig, so dass er bald wieder zurück wechselte. Während die vierte Runde ausgeglichen war, Serrano aber leichte Vorteile hatte, und die fünfte wohl auch an US-Amerikaner ging, hatte sich das Vorgehen der beiden Boxer inzwischen schleichend gewandelt. Sostre ging nun nach vorne, während Serrano sich seitwärts durch den Ring bewegte und sich öfter an den Seilen wieder fand. Auch war Sostre nun deutlich aktiver als Serrano. Auf Anraten seines Trainers benutzte Serrano nun allerdings den Jab wieder etwas mehr, wenn auch immer noch nicht wieder genug.

Denn Daniel Sostre hatte auch immer wieder seine Momente, wie am Ende der sechsten Runde, als er einige gute Schläge anbringen konnte, woraufhin es erneut Serranos Reaktion war die Deckung hoch zu nehmen und kaum zurück zu schlagen. Serrano ließ nun den Antrieb und die Zielstrebigkeit vermissen, die er in den ersten zwei Runden gezeigt hatte. Sostre war zwar weiterhin der boxerisch schlechtere Mann, sah aber wie derjenige aus, der sich im Ring zurzeit wohler fühlte und den Kampf eher suchte. Die siebte Runde war erneut eng und ausgeglichen, und auch in der achten Runde, in welcher Serrano noch einmal einen Gang hoch schaltete, passierte nicht mehr all zu viel Atemberaubendes, so wie der Kampf allgemein in der zweiten Hälfte etwas abgeflacht war.

Die Punktrichter waren nun gefragt und entschieden einstimmig für den verdienten Sieger Raymond Serrano. Das genaue Urteil lautete 78-74, 78-74 und 77-75 für den Favoriten, der in seinem sechzehnten Profikampf das achte Mal die volle Distanz gehen musste. Sostre kassierte seine vierte Niederlage im ebenfalls sechzehnten Kampf.

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