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Rafael Bejaran auf WM-Kurs!

Der „Boxen im Norden“-Veranstalter Thomas Nissen möchte sein Aushängeschild Rafael Bejaran auf Weltmeisterschaftskurs bringen. Am 4. Dezember boxt der „Karibik Tiger“ in der Großen Freiheit 36 in Hamburg um den WBC-Intercontinental-Titel boxen. Danach soll für den Mittelgewichtler die WM-Chance kommen.

Zuletzt veranstaltete „Boxen im Norden“ am 11. September im Hamburger Delphi Showpalast einen unterhaltsamen Kampfabend. Neben sieben Profikämpfen wurde Musik und Tanz geboten, um die Stimmung in der kultigen Kampfstätte zum Brodeln zu bringen. Die Zuschauer sorgten für ein volles Haus und fieberten mit den Lokalmatadoren mit.

Den Hauptkampf bestritt der 34-jährige Rafael Bejaran gegen den Esten Pavel Semjonow. Auf dem Spiel stand sein WBC-Asia-Pazifik-Titel im Mittelgewicht. Die erste Titelverteidigung gelang dem Wahlhamburger aus der Dominikanischen Republik souverän unter Erfolgscoach Khoren Gevor. Vom ersten Gong an übernahm Bejaran die Kontrolle und boxte seinen Gegner gekonnt aus. Die Physis von Semjonow beeindruckte auf den ersten Blick, doch konnte er nicht mit dem beweglicheren und variableren Mittelgewichtler mithalten. Semjonow versuchte es mit Kraft, scheiterte aber an seinen limitierten boxerischen Fähigkeiten. Der Titelverteidiger kontrollierte das Ringgeschehen mit seinem Jab und sah auch im Infight besser aus. Dazu fand er immer wieder den Raum, um Volltreffer zu landen. Zum Ende des Fights konnte der Kämpfer aus Estland das hohe Tempo des Hamburgers nicht halten und eine echte K.o.-Gefahr ging auch nicht von ihm aus. So gewann Bejaran jede der zwölf Runden. Die Punktrichter werteten den Fight 119:109, 119:109 und 120:108.

Nach dem Duell sagte der glückliche Sieger: „Ich habe mich sehr lange und intensiv auf diesen Kampf vorbereitet. Ich bin sehr konzentriert in den Fight reingegangen und mein einziger Gedanke lautet immer: siegen!“

Im Vorprogramm begeisterte auch der zweite Hauptkämpfer Sebastiano Lo Zito das fachkundige Boxpublikum. Unter den Zuschauern waren Boxtrainer Artur Grigorian, die schwedische Boxerin Maria Lindberg, der ehemalige Boxer und Trainer vom Universum-Team Owen Reece, der Geschäftsführer vom Team Sauerland Frederick Ness und Noel Gevor.

Der Supermittelgewichtler Lo Zito boxte gegen den Ungarn Norbert Szekeres. In sechs Runden zeigte der Hamburger Lokalmatador seine technische Klasse und boxte seinen Kontrahenten nach allen Regeln der Kunst aus. Lo Zito übernahm sofort die Kontrolle, arbeitete mit seiner Führhand, brachhte Kombinationen zum Körper an und setzte Ausrufezeichen durch seine Aufwärtshaken. Szekeres versuchte sein Bestes, fand aber kein Mittel gegen den beweglichen Italiener. Zum Ende des Kampfes erhöhte der talentierte Rechtsausleger den Druck und seine Meidbewegungen schützen ihn vor Treffern. „The Sicilian Stallion“ siegte einstimmige nach Punkten mit 60:54, 60:54 und 60:54.

Gabriell Tunici bekam es im Supermittelgewicht mit dem unorthodoxen Dusan Makula aus Tschechien zu tun. In seinem vierten Profikampf konnte der Hamburger einen vorzeitigen Sieg durch technischen K.o. in Runde zwei für sich verbuchen. Zunächst wurde Tunici mit wilden, technisch unsauberen Attacken seines Gegners überrascht. In Runde eins wurde er von seinem Gegner aus dem Gleichgewicht gebracht, getroffen und zu Boden geschickt. Makula hatte den Heimboxer auf dem falschen Fuß erwischt. Tunici stand sofort wieder auf, da der Treffer keine Wirkung hinterlassen hatte. In Runde zwei riss er den Kampf an sich und zeigte, dass er der bessere Boxer war. Tunici landete die klareren, präziseren Treffer. Dann kam er mit einer harten Rechten durch und Makula landete auf dem Ringboden. Darauf warf die Ecke das Handtuch, um den unterlegenen Makula vor einem weiteren Schlaghagel zu schützen.

 

Foto: Boxen im Norden

 

 

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1 Kommentar

  1. 25. September 2016 at 14:54 —

    So, so…Bejaran soll also auf WM-Kurs gebracht werden!?

    Hmmmm……gegen wen will er denn im Mittelgewicht eine Chance haben?
    Abgesehen davon das Bejaran noch nie gegen einen Spitzenmann im Mittelgewicht im Ring stand, ist er nicht mehr der Jüngste und an Schlagkraft mangelt es auch gewaltig!

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