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Punktsieg für “Hafen-Basti” Formella

Punktsieg für “Hafen-Basti” Formella

Mit 116-112, 115-112 und 114-113 konnte sich der 32 Jahre alte Sebastian Formella den Sieg über Thulani Mbenge und den WM-Gürtel nach Version der IBO im Weltergewicht sichern. Ein bisschen Heimvorteil mag dabei gewesen sein, doch Formella boxte gegen den schlagstarken Südafrikaner klug und konnte sich zumindest anfangs den Schwingern seines Gegners gut entziehen.

Ab der dritten Runde kam Mbenge besser in den Kampf und setzte mit seiner rechten Schlaghand immer wieder Akzente. Vor allem im Mittelteil des Fights brachte der 1,85 m große Mbenge die klareren Treffer an. Wegen wiederholtem Tiefschlag zog Ringrichter Leszek Jankowiak dem Titelverteidiger allerdings in der neunten Runde einen Punkt ab. Formella, der ab dem zehnten Durchgang „die zweite Luft“ bekam, gab „hintenraus“ noch einmal Vollgas und konnte sich vermutlich durch seinen Endspurt in den drei letzten Runden den Sieg sichern, zumal Mbenges Kondition nachzulassen schien.

Neuer IBO-Weltmeister nach 12 engen Runden: der Hamburger Sebastian Formella. „Hafen-Basti“ hat damit seine Bilanz auf 21-0-0 verbessert. Formellas IBO-Weltmeister-Titel ist nun der zweite Weltmeistertitel der IBO bei Erol Ceylans EC Boxpromotion: EC-Boxer Sven Fornling konnte sich Ende 2018 den IBO-Titel im Halbschwergewicht durch einen Sieg über Karo Murat holen.

„Er hat definitiv das Potenzial, um den WM-Titel nach Hamburg zu holen. In Deutschland wollte keiner mehr so recht gegen ihn boxen, jetzt greifen wir die Weltspitze an.“ hatte Ceylan vor dem Kampf gesagt, nun darf man gespannt sein, was als nächstes kommt

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Auf der Undercard konnte sich Halbschwergewichtler Igor Mikhalkin mit einem Punktsieg über Timur Nikarhoev den IBO Interim Titel sichern. Das Urteil der Punktrichter: dreimal 120-108.

Der 25 Jahre alte Cruisergewichtler Danilo Milalicic ließ dem mittlerweile 42-jährigen Kai Kurzawa keine Chance: schon nach 40 Sekunden des ersten Durchgangs schlug Milalicic in dem auf 10 Runden angesetzten Kampf seinen Gegner KO. Zitat eines US-amerikanischen Kollegen hierzu: Kurzawa sei ein “Veteran mit einem empfindlichen Kinn”.

Schwergewichtsboxer Erik Pfeifer bestritt seinen sechsten Profikampf gegen den 44-jährigen Epifanio Mendoza aus Kolumbien. Mendoza, der über ein Jahr lang nicht im Ring gestanden hatte, war allerdings für den zweifachen Olympioniken keine wirkliche Herausforderung: nachdem Pfeifer in den ersten beiden Runden der dominierende Mann gewesen war, entschied sich der Kolumbianer auf Anraten seiner Ecke, nicht mehr zur dritten Runde anzutreten. TKO für Erik Pfeifer, der damit seine Bilanz auf 6-0-0 ausbauen kann.

Auch für Michael Wallisch verlief der Abend erfolgreich: nach seinen beiden Niederlagen gegen Christian Hammer und Efe Ajagba, meldete sich der Schwergewichtler mit einem TKO-Sieg über Abdulnaser Delalicin in der zweiten Runde zurück.

Siege konnten auch der Berliner Cruisergewichtler Dokka Mantaev und ECB-Neuzugang “Big Jack“ Mulowayi für sich verzeichnen. Während Mantaev seinen tschechischen Gegner Dominik Landgraf schon in Runde 2 durch TKO bezwingen konnte, brauchte Mulowayi vier Runden, um den Polen Artur Kubiak nach Punkten zu besiegen.

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7 Kommentare

  1. 7. Juli 2019 at 09:03 —

    Endlich hat Deutschland wieder einen Weltmeister, auch wenn es ein kleinerer Verband ist.
    Vielleicht bekommt Erol Ceylan jetzt endlich den lang ersehnten Fernsehvertrag.
    Evtl. mit dem NDR, MDR oder Sport 1.
    Mit dem gebührenpflichtigen Pay-TV Streaming Dienst DAZN, kann man zwar schon eine ganze Menge Zuschauer erreichen, aber lange nicht so viele wie bei einem Fernsehsender.

  2. 7. Juli 2019 at 18:57 —

    Unverhofft kommt oft, mit einen Sieg von Formella konnte man vor dem Kampf nicht wirklich rechnen. Gute Stimmung beim Hauptkampf. Die Ansetzungen der Rahmenkämpfe waren eher unterste Schublade.

  3. 7. Juli 2019 at 20:03 —

    Kommt, Leute, welche Runde zwischen der dritten und zehnten konnte man Basti geben? Genau, keine. Die ersten zwei waren extrem eng, aber deshalb muss man sie noch lange nicht für Formella werten, die letzten beiden waren dann klar beim Hamburger. Macht mit dem Punktabzug 115:112 für Mbenge. Ein Rematch in Südafrika wäre mehr als fair.

    Trotzdem natürlich eine tolle Leistungssteigerung und super Performance, vor allem defensiv, von Formella. Und klar, es gibt den Heimvorteil, dieser lässt sich nicht abschaffen. Doch was ist mit der alten Regel: to be the Champion, you gotta beat the champion?

  4. 7. Juli 2019 at 22:16 —

    das kann man schon knapp für formella geben. ist sicher kein Fehlurteil. klar in Südafrika hätte es anders aussehen können. aber so richtig verdient hat menga den sieg auch nicht. ein unentschieden hätte mir am besten gefallen. rematch wäre sicher nicht schlecht. wobei hafen basti sicher erst 2-3 mal gegen einfach Gegner verteidigt und kohle macht. sein ihm gegönnt.

  5. 8. Juli 2019 at 12:36 —

    Kohle machen mit was, mit IBO Titel sicher nicht.

    • 10. Juli 2019 at 09:38 —

      doch natürlich. er wird keine millionen verdienen aber 100.000 können schon drin sein.

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