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Pulev jetzt gegen Rydell Booker?

Pulev jetzt gegen Rydell Booker?

Dass eine gute Nachricht auch eine schlechte sein kann, zeigt sich beim aktuellen Matchup von Kubrat Pulev. Für die auf den 9. November in Fresno angesetzte Begegnung mit Pulev heißt es: Mark De Mori ist raus. Den meisten Boxfans dürfte De Mori allenfalls aus seinem Kampf gegen David Haye bekannt sein, den Haye schon in Runde 1 gewann. Danach konnte sich der australische Boxer sieben Mal in Folge gegen schwache und schlecht gerankte Gegner durchsetzen.

Verständlich, dass Pulev mit einem stay-busy Fight nicht seine Position als Pflichtherausforderer für den Sieger aus Andy Ruiz jr vs Anthony Joshua aufs Spiel setzen möchte, aber nicht einmal für die Hardcorefans der bulgarischen ‚Cobra‘ dürfte dieser Fight von Interesse gewesen sein.

Stattdessen soll nun der 38 Jahre alte US-Amerikaner Rydell Booker mit Pulev den Ring teilen. Leider, könnte man fast sagen, denn auch Underdog Booker ist nicht wirklich eine gute Wahl.

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Rydell Booker startete seine Profikarriere 2001 und konnte seine ersten 22 Fights gewinnen, bevor er gegen James ‚Lights out‘ Toney verlor. Danach verschwand der Boxer aus Detroit von der Bildfläche. Soweit bekannt saß ‚Rock n’ Rye‘ Booker wegen Kokainhandels 12 Jahre hinter Gittern. Erst 2018 kehrte Booker wieder in den Ring zurück und hat nach seinem Comeback vier Kämpfe gewonnen und einen verloren.

Nichts gegen Rydell Booker. Der 38-jährige liegt zwar im Boxrec-Ranking mit #124 nur einen Platz vor Mark De Mori, dürfte aber immer noch ein weit attraktiverer Gegner für Kubrat Pulev sein. Der Bulgare stand zuletzt im vergangenen März im Ring, als er den rumänischen Schwergewichtler Bogdan Dinu schlug. Danach – der geneigte Leser erinnert sich vielleicht – kam Pulev ja auf die dumme Idee, die Reporterin Jennifer ‚Sushe‘ Ravalo zu küssen. Ein Fauxpas, der der ‚Cobra’ unter anderem eine sechsmonatige Sperre einbrachte. Und so klebt vermutlich ein bisschen Ringrost an Pulevs Fäusten.

Trotzdem muss man sich fragen, ob nicht auch ein besserer Gegner möglich gewesen wäre, als die weltweite #124 im Boxrec-Ranking. Nur mal zum Vergleich: selbst ‚The Nigerian Nighmare’ Samuel Peter, der inzwischen nur noch die Reste seines guten Rufes im Ring verhökert, ist auf #49.

Bleibt nur zu hoffen, dass der Hauptkampf des Events zwischen Jamel Herring und Lamont Roach dann etwas spannender wird.

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4 Kommentare

  1. 9. Oktober 2019 at 13:21 —

    Selbst für einen Stay busy-Fight eine armseelige Gegnerwahl.

    • 9. Oktober 2019 at 15:39 —

      Ja, ich hab das Gefühl, wenn es bei den Top gerankten Boxer nichts wirkliches zu holen gibt, dann überbrücken alle ihre nächsten Kämpfe mit Gegner, jenseits der Top 100.

      Wenn Kubrat sich gut genug anstellt und seinen kleinen Wiener an dem Abend ordentlich schüttelt, wird er mehr gefordert.

  2. 9. Oktober 2019 at 20:53 —

    Pulev ist sicher nicht gänzlich talentfrei, aber ein unsympathischer Langweiler…
    (…und für die absolute Welspitze physisch zu schwach und nicht zielstrebig genug…)

  3. 13. Oktober 2019 at 10:30 —

    Ich kann mich erinnern, dass viele selbst ernannte Experten meinten Pulev würde Wladimir Klitschko besiegen und Weltmeister werden. Und was ist aus dem Möchtegern geworden?

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