Top News

Psycho vs Onkel Tom

Ein Beitrag von FW

Psycho vs Onkel Tom

Hat „Bigbaby“ Jarrell Miller Angst, dass die Absage von „Wilder vs Fury 2“ mehr Medienpräsenz bekommt, als sein eigener Kampf gegen Anthony Joshua? Fast könnte man den Eindruck bekommen, wenn man liest, was der 30jährige Herausforderer so von sich gibt.

Sicher nicht sonderlich schmeichelhaft war in diesem Zusammenhang auch Tyson Furys Aussage, er habe Miller im Trainingslager beim Sparring sieben Mal zu Boden geschlagen und ihn daraufhin wieder nachhause geschickt. Diese Behauptung wiesen aber Miller und sein Promoter Dmitriy Salita ins Reich der Fabel zurück: „Ich war nicht dabei, aber ich habe noch nie von diesem Vorfall gehört”, sagte Salita in einem Interview: „Fakt ist, dass Jarrell ein großartiges Kinn hat und Tyson Fury kein großer Puncher ist, besonders mit größeren Sparring-Handschuhen.“ Und auch Miller selber konnte sich an diesen „Vorfall“ nicht erinnern: „Fury redet Scheisse“ ließ „Bigbaby“ nur lapidar verlauten: „Die Leute reden Scheisse, weil es sich gut anhört. Es ist nie passiert.“

Aber zurück zu Millers eigenem „Trashtalk“. Klar ist, schon zu Alis Zeiten gehörte es zum guten Ton, den Gegner verbal anzugreifen und niederzumachen – so gesehen: nichts Neues. Lediglich Tyson Fury hat es in jüngerer Zeit geschafft, das Trashtalkniveau in neue Sphären zu schrauben. Im Vergleich dazu, ist Miller nahezu bodenständig.

Sky - Wählen Sie Ihr Lieblingsprogramm!

Gut, es gab bei der ersten Pressekonferenz vor einer Woche eine kleine Schubserei, danach ließen sich beide Kontrahenten „medienwirksam“ vom Sicherheitspersonal trennen. Dann gings verbal weiter: “Miller ist ein Weichei, ich werde ihn verdammt nochmal ausknocken. Er schlägt zu wie eine kleine Fee” verkündete Joshua, Miller hielt dagegen: „Er hat doch noch niemanden geboxt. Klitschko nach zwei Jahren Pause, Povetkin, das ist doch nichts. Mich schlägt er nicht.“

Im Anschluss tauschten die beiden noch ein paar Freundlichkeiten aus, Joshua sei „eine Pussy und ein Onkel Tom“, warf Miller in den Raum, Joshua dagegen befand, Miller sei ein fetter Dummkopf, zu langsam und in der NFL besser aufgehoben.

Mittlerweile hat Miller die Bandbreite seiner verbalen Angriffe erhöht, geht nun analytischer vor:  Ja, gibt Miller zu, Joshua habe zwar eine Knockout-Rate von 95 Prozent, aber die sei nicht auf die Schlagkraft des Briten zurückzuführen, sondern eher darauf, dass Joshua seine Gegner zuerst ermüden und dann ausknocken würde. Da die meisten Kämpfe in Großbritannien gewesen wären, hätte Joshua die Punktrichter auf seiner Seite gehabt, führte Miller weiter aus. Zudem hat Miller – so behauptet er zumindest –  angefangen, Anthony Joshua zu beobachten, „Ich weiß, was der Junge zwei Tage hintereinander zum Frühstück gegessen hat. Ich studiere diesen Kerl!“

Welche Erkenntnisse „Bigbaby“ daraus ziehen will, ist nicht bekannt, aber angeblich sind auch Joshuas Freunde und seine Familie im Fokus von Millers Beobachtungen. “Um deine Ziele zu erreichen, musst du ein bisschen verrückt sein. Du musst ein bisschen Psycho sein!“ Weltmeister Anthony Joshua will vor allem am 1. Juni im Ring antworten, hat jedoch schon angekündigt, was er konkret mit Jarrell Miller vorhat: “Ich werde ihn von seiner Seele befreien und sein Gesicht und seinen Körper rekonstruieren!” Man darf gespannt sein.

Voriger Artikel

Tippspiel KW 10 - 02.03.2019

Nächster Artikel

SES – Boxevent am Samstag im Maritim Hotel Magdeburg

3 Kommentare

  1. 1. März 2019 at 19:56 —

    Die dicke Speckbarbie Miller wird furchtbare Haue beziehen. Joshua wird diesem Fleischgolem die Luft rauslassen. Es ist auch kein Sport wenn diese fleischgewordene 160-Kilo-Methangasfabrik durch den Ring prustet. Koloss zu sein reicht nicht. Joshua sollte auch mehr Cardio machen und weniger pumpen. Der zieht ab der sechsten Runde desöfteren Luft wie ein alter Zirkuselefant.

  2. 2. März 2019 at 19:14 —

    Warten wirs ab. Ich finde, Miller hat keine schlechten Karten.

  3. 2. März 2019 at 21:46 —

    Ich erinnere mal an den Kampf Joshua vs Takam, Joshua der klare Favorit kassiert mehr Treffer als ihm lieb sein können und gewinnt nur des sehr ” pateiischen” Ringrichter durch Ko!

    Solche Treffer wie sich Joshua gegen Takam eingefangen hat, kann er sich gegen Miller nicht leisten, da ist er ganz, ganz schnell Ex-Champ.

Antwort schreiben