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PSP-Veranstaltung in Frankfurt

Heimsiege für die gesetzten Boxer und mit Steve Smoger ein international bekannter Ringrichter waren die Hauptmerkmale der PSP-Veranstaltung in Frankfurt /Main. Eurosport war ab 21:00 Uhr auf Sendung und zeigte einige der Kämpfe. Insgesamt muss man sagen, die Gegnerwahl ist zumindest den Ergebnissen nach sehr vorsichtig gewesen. Deshalb waren überwiegend kurzrundige Kämpfe zu sehen. Eine Ausnahme bildete einer der Hauptkämpfe zwischen Denis Liebau und dem in Ungarn lebenden Kubaner Ericles Torres Marin.

In diesem Gefecht um den vakanten IBA-Intercontinental-Gürtel musste Liebau zum ersten mal nach 12 vorzeitigen Siegen über die volle Rundenzahl gehen. Doch nach 10 Durchgängen war an seinem Punktsieg nicht zu zweifeln. Man hatte fast den Eindruck, Liebau ließ seinem Gegner die Luft, um über die Runden zu kommen. Mit ein bisschen mehr Einsatz wäre vielleicht auch hier ein vorzeitiger Sieg drin gewesen.

Etwas weniger Zeit ließ sich der Lette Mairies Brides, der seinen Gegner Csaba Faur aus Ungarn in Runde 1 abfertigte. Hier wurde ein Klassenunterschied deutlich und man muss am sportlichen Wert solcher Fights zweifeln. Briedis konnte mit einem TKO 1 seinen Kampfrekord aufbessern. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Auch Bintou Schmill, die gegen die Serbin Mirjana Vujic kämpfte, kam zu einem kurzrundigen Erfolg. Die Befürchtung, Vujic würde ihrer Kampferfahrungen aus dem Kickboxen nutzen können, erwies sich als unbegründet. Sie wurde von Schmill mit harten Treffern eingedeckt, die sie offenbar aus dem Kickboxbereich bisher nicht gekannt hat. Ihr erster Mut hatte sie schnell verlassen und drehte ab. Grund genug für Ringrichter Smoger, den Kampf für beendet zu erklären. Mit diesem Sieg holte sich Bintou Schmill verdient den Europameistertitel des Verbandes I.B.F. (International Boxing Forum).

Der Kampf zwischen Damir Beljo und Alejandro Berio wurde mit Spannung erwartet. Man konnte 4 Runden lang sehen, dass der 38-jährige Kolumbianer mit mehr Routine unterwegs war, als der 29-jährige Bosnier. Der Kampf endete wegen einer Handverletzung Berrio`s und wurde als RTD 5 gewertet.

Auch Lokalmatador Boris Estenfelder überzeugte durch einen KO-Sieg in Runde 1. Dieses Ergebnis galt für die meisten anderen Fights der Veranstaltung. Kurze Kämpfe und „Heimsiege“. Die Gegner gingen zumindest teilweise sehr mutig in den Kampf, konnten aber nicht gegen die Heimboxer bestehen. Zumindest wurde und wird der Zuschauer nicht durch irgendwelche Stark- oder Schönrederei der Gegner hinters Licht geführt, was man nicht von jeder Veranstaltung des Wochenendes sagen kann.

Autor Johannes Passehl

Foto Sven Neumann

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4 Kommentare

  1. 30. September 2014 at 08:22 —

    Ich kenne weder einen der Boxer noch kenne ich einen der dort ausgespielten Titel (IBA, I.B.F.). Hab ich daher ne Bildungslücke, was die Boxszene angeht? (devil)

    • 30. September 2014 at 14:29 —

      Boxsport findet nun mal auf den verschiedensten Level`s statt. … und das ist auch ganz ok so denke ich. Sonst müssten ja alle, bei denen es nicht zu den Top 10 ihrer Gewichtsklasse reicht, ihre Handschuhe an den Nagel hängen. Das reicht von Spitzenfigths der 4 großen Verbände bis ganz in den Keller zu den sog. “Promiboxveranstaltungen”.

  2. 1. Oktober 2014 at 23:00 —

    Nur mal um Bildungslücken im Boxen zu schliessen. Die I.B.F. scheint ein kleinerer Verband zu sein. Die IBA (International Boxing Assosiation) ist kein unbekanter Verband, zumal Bernard Hopkins (Die #1 der unabhängigen Weltrangliste boxrec.com) gegen Shumenov sich den Welmeistertitel am 20. April dieses Jahres im Halbschwergewicht holte.
    Steve Smoger, der Ringrichter überhaupt, ist derjenige, der bei der IBA im Ring für Ordnung sorgt. Wem Steve Somger kein Begriff ist, sollte doch mal seinen Namen in Google eingeben. Kämpfe wie Tyson vs. Botha, Hopkins vs. Murat, Povetkin vs. Chambers, Ward vs Ravelo und in mindestens 300 anderen Kämpfen war er der dritte Mann im Ring. Also die IBA müsste man, wenn man hier schreibt, eigentlich kennen.

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