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Profiboxer bei den Olympischen Spielen

 

Bei den Olympischen Spielen in Rio sind auch Profiboxer zugelassen. Einer der bekanntesten ist Hassan N`Dam N`Jikam, der sich bei einem vorolympischen Turnier in Vargas / Venezuela für die Spiele in Rio qualifizieren konnte. Er wird bei Olympia allerdings nicht für Frankreich, sondern für sein Herkunftsland Kamerun starten.

Nachdem bei zurückliegenen Spielen die Einführung des Frauenboxens ein Thema war, ist es nun die Zulassung der Profis, bzw. Semi-Profis, die für Diskussion sorgt. Es werden auch gewisse Modalitäten aus dem Profibereich übernommen. Nach über 30 Jahren wird wieder ohne Kopfschutz geboxt und es gilt das Ten-Must-System bei der Bewertung. Insgesamt kämpfen 36 Frauen in 3 und 250 Männer in 10 Gewichtsklassen um die Olympiamedaillien. Auch eine Profiboxerin wie Susi Kentikian, die gerne an den Spielen teilgenommen hätte, bekam wegen der Limits erst gar keine Chance für eine Nominierung.

Allein an den Zahlen sieht man, dass sich die Benachteiligung der Frauen auch bei Olympia fortsetzt. Der angebliche „Schub“ für das Frauenboxen ist bei diesen Teilnahmebedingeungen und -zahlen natürlich nicht zu erwarten. Vielleicht werden einzelne erfolgreiche Boxerinnen anschließend ins Profilager wechseln, aber das hätten sie dann wohl sowieso getan.

Das endgültige „grüne Licht“ für Profis kam recht spät. Viele der international erfolgreiche Berufsboxer stecken in ihren eigenen Planungen und da spielte Olympia keine Rolle. Man wird sehen, wie sich die Profis in Rio schlagen werden und ob ihr Status bei den Entscheidungen eine Rolle spielt. Ein “Run” der Profis auf Olympia ist sicher erst bei den nächsten Spielen zu erwarten.

Die „Boxwelt“, also sowohl aktive Boxer, Funktionäre als auch Fans diskutieren teilweise recht heftig, ob die Zulassung von Boxprofis gegenüber den Amateuren fair ist oder nicht. Man kann darüber sicher verschiedener Meinung sein, sollte aber bedenken: In den meisten Sportarten sind die aussichtsreichsten Medaillienkandidaten durch die Bank Profis oder Scheinamateure. Warum also nicht auch beim Boxen?

Wie denken die Boxen.de – Boxfreunde über dieses Thema? Ist es fair, wenn bei Olympia gestandene Profis gegen Amateure antreten?

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16 Kommentare

  1. Ist Müll genauso wie Olympia Müll ist!

    Heuchlerisches Pseudo-Gutmenschen-wir-heilen-alle-gemeinsam-die-Welt-Event, während man in Ländern teilnimmt die Leute ohne Grund abschlachten.

    Olympia ist faker als Gutenbergs Doktorarbeit.

    Jeder Profi Boxer der da mitmacht sollte sich Schämen.

    • 20. Juli 2016 at 11:14 —

      einen solchen anspruch wenn es ihn je gegeben haben sollte hat olympia doch gar nicht (mehr).
      es ist einfach das größte sportereigniss für fast alle sportarten. ausnahmen bilden herrenfußball, boxen, motorsport, golf, sowie die 4 us sportarten und teilweise der radsport bei dem die tour einen etwas höheren stellenwert hat. wobei da genauso wie im tennis olympia schon einen sehr hohen stellenwert hat.
      boxen, herrenfußball und herrengolf bräuchte es auch bei den olympischen spielen nicht. da ist der wert der medallie dann auch nicht so hoch.
      und ja es nehmen länder teil (wenn du das meintest mit in ländern teilnimmt) in denen es gröbste menschenrechtsverletzungen gibt. ist allerdings die frage ob man deswegen die sportler dieser länder ausschließen soll. sportler die allerdings nachweislich dopen sollten solange man doping nicht freigibt natürlich ausgeschlossen werden!

      • Ach den Anspruch gibt es nicht?

        Komisch, dass immer im Zusammenhang mit Olympia die Werte Keule ausgepackt wird, alle sind sie auf einmal für Weltfrieden, alle für ein tolles miteinander. Diese Witz Veranstaltung trieft gerade so von heuchlerischem Gutmenschentum.

        Es geht mir nicht darum welche Länder dran teilnehmen, obwohl das auch ein Thema seins sollte, sondern darum das man gleichzeitig Wasser predigt aber Wein trinkt indem man zB in China die Olympischen Spiele veranstaltet. Für paar Wochen sind dann Menschenrechte scheißegal, hauptsache die Kasse klingelt.

        Unfassbar das diese Sportleridioten diesen dreck unterstützen. Das zeigt das das heute nur noch Söldner Zombies sind.

        Olympia ist das größte Event was Betrug und Geldverdienen angeht. Dagegen ist sogar die FIFA ein Chorknabe.

        • 21. Juli 2016 at 15:03 —

          die “keule” wie du sie nennst kommt doch von den medien und kommt bei jeden event. egal ob fußball wm, formel 1, handball oder was weis ich. bei olympia geht um den sport. natürlich ist es ein rießen event aber das verdient der spitzensport (in allen sportarten) auch.
          Das IOC besteht aus seinen Mitgliedern und davon sind die wenigsten Demokratien nach westlichem vorbild. jeder hat eine Stimme. von daher verwundert es nicht, dass auch häufig länder gewinnen die ebenfalls nicht nach westlichem verständnis freiheitlich demokratisch sind. das liegt aber schon im prinzip der sache.

          • 21. Juli 2016 at 18:32

            Brennov
            Da bin ich mit dem Fallobst Dr. Und natürlich wird dort auf heile Welt gemacht, siehe nur die Ringe. Und verlogen bis zum gehtnichtmehr ist es doch auch. Welcher Sportler ist denn ein ” Amateur ” ?
            So ca überhaupt keiner , sonst könnten die die Normen doch gar nicht erfüllen. Werden nur anders genannt, Sportsoldat mit privaten Sponsoren oder so.. Und wäre das eine ehrliche Veranstaltung, hätten Profis auch immer teilnehmen können, oder sind Staatsamateure was anderes als Profis ?

          • 22. Juli 2016 at 10:34

            die einschränkung amateur gibt es doch ewig nicht mehr.
            alle tennisprofis nehmen teil. auch die fußballer die teilnehmen sind alles profis. die handballer und basketballer genauso wie die eishockey spieler aus nba und nhl. nur im boxen gab es noch so eine amateur klausel. ich finde es sollte überhaupt keine beschränkungen geben. auch im boxen nicht. es sollte das größte event des sports sein wo alle teilnehmen können und wollen.

  2. 20. Juli 2016 at 11:02 —

    Ich verstehe gar nicht wieso die Diskussion, ob Profi teilnehmen sollen oder nicht, überhaupt solche Wellen schlägt. Die Cubaner treten schon immer nur mit Profis an. Wäre mir neu das z.b. ein Felix Savon noch nebenher jobben musste. Die Russen und auch die ehemalige DDR haben sogar Berufe erfunden um ihre gut bezahlten “amateure” zu Olympia zu schicken. Das einzige Unterschied zu heute ist doch nur das es jetzt offiziell gemacht wurde was ohnehin schon Praxis war. Es ändert sich nichts daran das auch die Profis erstmal an der guten osteuropäischen und cubanischen Schule vorbei müssen. Ich würde jedenfalls nicht Einen Cent drauf wetten das ein Profi Olympiasieger wird. Allein der Gedanke daran das ein Arthur Abraham mit seinem speed an Olympia teilnimmt bringt mich zum schmunzeln.

  3. 20. Juli 2016 at 12:56 —

    Guter Artikel.
    Wie schon erwähnt-wer bei einer Olympiade boxt ist selten noch ein richtiger Amateur,egal für welches Land er antritt.
    Es kommt aufjedenfall neuer WInd und etwas mehr mediale Aufmerksamkeit ins olympische Boxen und das ist bitter nötig.
    Das der Kopfschutz wegfällt macht es für die Zuschauer ebenfalls interessanter,ich hoffe alerdings, dass die 12 oz ab 160lbs bleiben.
    Ob das Punktesystem aus dem Profiboxen zu faireren Urteilen führt, als das computergestützte Treffersystem-ich hab so meine Zweifel.
    Aufjedenfall freu ich mich auf die Olympiade!

    • 20. Juli 2016 at 13:54 —

      Ja, und dass die „Amateure“ durchaus mithalten können, zeigen ja auch die Ergebnisse des Turniers in Venezuela. Denn die bekanntesten Profis, sowohl Hassan N’Dam als auch Amnat Ruenrong, beides immerhin Ex-(Interims-) WM, wurden in den Finals jeweils besiegt – Ruenrong sogar in der zweiten Runde gestoppt! Das liegt auch daran, dass bei den Amateuren am Kampftag gewogen wird, somit tritt Ruenrong als Profi-Flyweight im Leichtgewicht bei 60 kg (132 lbs) an, N’Dam als 160er startet im Halbschwergewicht bei 178 lbs (81 kg). Trotzdem empfinde ich es als nicht allzu cool, wenn gestandene Profis wie diese zwei den jungen bei Olympia das Gold streitig machen wollen, da es sich bei diesem Turnier bisher um das beste Sprungbrett für kommende Champs handelte …

  4. 20. Juli 2016 at 14:19 —

    fuchsi…
    das bewertungssystem heißt , ten-point-must-system…..
    sachse,larry und fum haben es gut getroffen…

    fum
    dein avatar…….ein knaller album……..

    • 20. Juli 2016 at 16:58 —

      gibt dieses system überhaupt bei den 4 großen verbänden?
      man muss sich nur mal die urteile anschauen. bei zeuge – de carolis kann es nicht zum einsatz gekommen sein sonst wäre nicht 115:114 raus gekommen. auch bei krasniqi – doberstein find ich das eine urteil seltsam. muss bei ten points must eig. immer ein 10:9 gewertet werden oder kann auch 10:10 gewertet werden? und kann ein punktrichter auch eine runde 10:8 werten auch wenn es keinen niederschlag gab?

      • 20. Juli 2016 at 17:27 —

        Das kommt auf die Verbände an bei der WBA darf bei Titelkämpfen eine Runde mit 10:10 gewertet werden, ten points must heisst das mindenstens einer Boxer 10 Punkte pro Runde bekommen muss das bedeuten auch wenn beide Boxer in einer Runde angezählt werden wird die Runde mit 10:10 gewertet sehe die Erste Runde zwischen Paul Williams VS Sergio Martinez 1. Das eine Runde mit 10:8 ohne Niederschlag gewertet wird ist schon öfters passiert sehe Vitali Klitschko vs Shannon Briggs wo Klischko mit 2mal 120:107 und 120:105 gewonnen hat und das ohne Niederschläge Bzw Punktabzüge für Briggs ich finde das alledings schwachsinnig

  5. 20. Juli 2016 at 15:05 —

    brähmer soll übrigens gegen cleverly boxen. finde ich einen guten gegner!

    • 20. Juli 2016 at 17:28 —

      Sollte der Kampf nicht schonmal stattfinden?? also Brähmer VS Clevery?

      • 20. Juli 2016 at 17:46 —

        Ja, schon 2x. Erst gings im Laufe der Abwicklung von Universum schief, dann der Wechsel zu Sauerland. Brähmer war WBO-Pflichtherausforderer. Cleverly wollte davor aber noch einen “leichten” Kampf zum Geld verdienen machen. Sein Gegner war (laut den britischen Fans) irgend so eine russische Pus sy, Kovalev hieß der … oder so ähnlich. Brähmers Pflichtherausforferungsrecht bestand auch nach Cleverlys Desaster weiter. Sourland & Co wollten dann aber ganz schnell nix mehr davon wissen und haben lieber dafür gesorgt, dass Brähmer um den regulären WBA boxen durfte. Shumenov wurde mal eben zum Superchamp erklärt und Brähmer durfte dann mal ganz fix gegen den hoch gepimpten Oliveras um den Titel kämpfen. … So werden bei Sauerland Weltmeister gemacht … o.O

        • 21. Juli 2016 at 18:34 —

          Fuchs
          Du meinst bestimmt den Shumenov, wo Brähmer immer Flitzkacke bekommen hat?

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