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Problemloser, aber uninspirierter Sieg für Alexander Bakhtin über Luis Melendez

Der ungeschlagene 30-jährige Superbantamgewichtler Alexander Bakhtin hatte einen einfachen Arbeitstag am Freitag, als er einen Sieg über seinen sehr passiven Gegner Luis Melendez einfuhr. Der Russe schlug Melendez, welcher nie so aussah, als hätte er eine Chance, in einem insgesamt schwachen Kampf in Moskau klar nach Punkten ohne dabei jedoch zu glänzen.

Luis Melendez entschloss sich zu einer ungewöhnlichen Strategie und ließ sich von Anfang an die Seile drängen und verschanzte sich hinter seiner Deckung ohne viel selber zu schlagen. Bakhtin nahm die Einladung entgegen und ließ die Fäuste fliegen und imponierte anfangs vor allem mit seinem starken Jab. Er dominierte die erste Runde komplett nach Belieben und tat, was er wollte, da er keinerlei Schläge von Melendez befürchten musste, der gerade einmal um die zehn Schläge in Runde Eins abfeuerte. In der zweiten Runde änderte sich das Bild ein wenig, als Melendez seinen rechten Jab etwas häufiger einsetzte. Trotzdem bestimmte weiterhin nur ein Mann das Geschehen, und Bakhtin setzte weiterhin viele klare Treffer ohne dabei zu viel Risiko zu gehen das Tempo so hoch zu fahren, dass ihm die Luft ausgehen könnte, was beim extrem passiven Stil von Melendez durchaus reizvoll war.

In der dritten Runde gab es dann die ersten und einzigen Niederschläge des Kampfes. Bakhtin landete drei Schläge an Melendez Kopf, als dieser vom Russen runtergedrückt worden war und schon beinahe am Boden war, woraufhin der Kolumbianer vollends zu Boden sackte. Nur wenig später sorgte eine Rechte zum Körper von Melendez für den zweiten Niederschlag, und obwohl es danach so aussah, als stünde der Abbruch des Kampfes jeden Moment bevor, überstand Luis Melendez tatsächlich die dritte Runde. Doch auch in der Folge blieb sein einziges Ziel stehen zu bleiben und nicht den Kampf zu gewinnen, auch wenn er tatsächlich ein wenig aktiver wurde ab der vierten Runde.

Vereinzelte Buhrufe wurden langsam laut, da es Bakhtin schwer fiel Melendez auszuknocken, obwohl er den Kampf nach Belieben dominierte, und die Qualität des Kampfes ließ sogar noch eher nach, als sich auch zunehmend Unsauberkeiten und leichte Fouls häuften. Erst am Anfang der siebten Runde versprühte Bakhtin wieder etwas mehr Angriffslust und Willen den Kampf vorzeitig zu gewinnen, doch auch das hielt nicht all zu lange an, und als Melendez nach ein paar klaren Treffern nicht runter gehen wollte, ließ es Bakhtin wieder langsamer angehen um die Runden problemlos aber wenig beeindruckend zu gewinnen. Das tat er dann auch in den letzten drei Runden bis der Schlussgong erklang und einen wenig aufregenden Kampf beendete.

Die drei Punktrichter gaben ihre Punktkarten ab, doch der Sieger stand sowieso nie in Frage. Die offiziellen Punktstände wurden nicht genannt, doch Alexander Bakhtin wurde völlig zu Recht zum Sieger erklärt. Für Bakhtin, den ehemaligen Topamateur, war es der achtundzwanzigste Sieg in ebenso vielen Profikämpfen. Melendez hingegen musste seine siebte Niederlage in neununddreißig Kämpfen hinnehmen und sah seine Serie von fünf Siegen in Folge gebrochen.

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1 Kommentar

  1. Mr. Wrong
    4. November 2011 at 23:16 —

    Bakhtin war ok, aber unsauber.

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