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Prizefighter: Michael Sprott triumphiert zum zweiten Mal – Jason Gavern unterliegt im Finale

In London fand am Donnerstagabend zum zweiunddreißigsten Mal das Prizefighter-Turnier statt. Erneut boxten die Schwergewichtler einen Sieger in Kämpfen von jeweils drei Runden aus, und zum zweiten Mal setzte sich Michael Sprott am Ende durch. Drei Jahre nach seinem ersten Sieg schlug er im Finale Jason Gavern nach Punkten um erneut die Trophäe nach Hause zu holen. Der 38-Jährige war jedoch der einzige Brite, der sich wacker im Duell mit den US-Amerikanern schlug. In drei der vier Viertelfinals setzten sich ansonsten die Amerikaner durch. Im Halbfinale scheiterten unterdessen James „Lights Out“ Toney und Brian Minto.

Im ersten Duell des Abends traf der 35-jährige Brite Larry Olubamiwo auf den ein Jahr älteren US-Amerikaner Jason Gavern. Und der Kampf begann gleich mit viel Action. Olubamiwo landete zwar schnell eine erste rechte Gerade, doch Gavern guckte den etwas ungelenken Briten schnell aus und schickte ihn mit seinem ersten Treffer innerhalb der ersten 20 Sekunden zu Boden. Olobamiwo schien jedoch nicht wirklich angeschlagen und überstand den Rest der ersten Runde problemlos. Aber auch in der zweiten Runde machten sich Gaverns technische Vorteile bemerkbar, da er die Lücken seines Gegners besser ausnutzen konnte und die klareren Treffer landete. Olubamiwo hingegen wirkte langsam und unpräzise. Zudem ließ er sich zu oft in den Nahkampf verwickeln, wo er hilflos wirkte. Auch ein kurzer guter Zwischenspurt in der letzten Minute half ihm nicht die Runde zu gewinnen. Der Brite brauchte somit in der letzten Runde den KO, fand diesen jedoch nicht. Stattdessen sicherte sich auch diese Runde Jason Gavern, der schließlich mit 29-28, 29-28 und 29-27 ins Halbfinale einzog.

Im zweiten Viertelfinale hatte es der unerfahrene Brite Matt Legg auf den alternden zukünftigen Hall of Famer James Toney zu tun. Der 45-jährige US-Amerikaner übernahm von Anfang an die Kontrolle und ging extrem relaxt nach vorne um gelegentliche saubere Treffer zu landen, während er Leggs Schläge von weitem kommen sah. Wie gewohnt ließ Toneys Workrate etwas zu wünschen übrig, doch Legg hatte ihm auch in der insgesamt ruhigen Runde Zwei zu wenig entgegen zu setzen und boxte immer noch etwas zu vorsichtig. In der dritten Runde war es dann Toney, der das Tempo anzog, und schon früh einige harte Treffer erzielte. Nach einer als Konter geschlagenen rechten Geraden geriet Legg dann ins Wackeln. Toney setzte effektiv nach und erzwang wenig später den TKO. Denn nur drei weitere Treffer später, bei denen sich Legg nur hinter seiner Deckung verschanzte, ohne zu antworten, schritt der Ringrichter ein und brach den Kampf ab.

Damian Wills vertrat im dritten Viertelfinale die USA, während Michael Sprott, der bereits zum dritten Mal beim Prizefighter dabei war, für Großbritannien antrat. Wills probierte schon früh harte Treffer zu landen und trieb Sprott vor sich her. Er nutzte seine Reichweitenvorteile hervorragend aus und landete regelmäßig Jabs und rechte Geraden. Sprott hatte in der ersten Runde außer einem Treffer gegen Ende so gut wie nichts dagegen zu setzen. Doch im zweiten Durchgang wurde Sprott dann aktiver, fand sein Timing mehr und damit besser in den Kampf. Wills hingegen ließ es merklich langsamer angehen und machte auch in Runde Drei wieder nicht all zu viel. Zwar hatte er die saubereren Aktionen, doch Sprott hatte insgesamt mehr gute Aktionen. So gewann der Brite auch die dritte Runde und damit den Kampf. Die Punktrichter erklärten ihn mit 30-28, 29-28 und 29-28 zum Sieger.

Auch der Brite Tom Little trat zum zweiten Mal im Prizefighter-Turnier an, und traf nun im letzten Viertelfinale auf Brian Minto. Minto stürmte vom ersten Gong weg aggressiv nach vorne und machte es zu einer Schlacht. Little brachte Minto früh kurz ins Wackeln, doch in der Folge kam die Mehrzahl der guten Treffer vom US-Amerikaner. Auch in der zweiten Runde konnte Little nicht wirklich mit Mintos Tempo mithalten und wurde von Dutzenden harten Kopftreffern eingedeckt. Erst zu Schluss der zweiten Runde konnte Little wieder ein wenig dagegen halten. Seine Schläge konnten den stets vorwärts preschenden Minto jedoch zu keinem Zeitpunkt aufhalten, so dass dieser sich schließlich verdient mit 29-28, 28-29 und 29-28 durchsetzte.

Das erste Halbfinale bestritten daraufhin die beiden US-Amerikaner James Toney und Jason Gavern. Nach verhaltenem Start übernahm Toney langsam die Kontrolle mit präziseren Treffern. Beide Boxer gaben ein gutes Tempo vor und landeten auch in der eher ausgeglichenen zweiten Runde ordentliche Treffer und beeindruckten ihren Kontrahenten kurz. Auch das Publikum fand sichtlich Gefallen an diesem Duell und imitierte immer wieder Jason Gaverns Schrei, den dieser regelmäßig ausstieß, auch wenn der Kampf in der dritten Runde deutlich an Qualität verlor. In dieser hatte Gavern dann jedoch die Oberhand und blieb aktiver. Zudem ließ er Toney gegen Schluss noch einmal kurz ins Wackeln kommen und sicherte sich somit die letzte Runde. Die Punktrichter hatten es nicht ganz leicht, doch sahen schließlich Gavern nicht unverdient mit 29-29, 29-28 und 29-28 vorne.

Den zweiten Finalisten ermittelten schließlich Michael Sprott und Brian Minto. Sprott begann überraschend aggressiv und trieb Minto erst mal zurück. Dieser hatte vorerst Probleme an Sprotts Jab vorbei zu kommen und konnte in der ersten Runde kaum gute Aktionen setzten. In Runde Zwei versuchte er es jedoch mit der Brechstange und sprang gleich energisch in den Gegner. Dort landete er schnell eine harte Rechte, die Sprott ordentlich durchschüttelte. Minto hatte jetzt die Oberhand und nagelte Sprott eine Minute lang an den Seilen fest, bevor sich der Brite mit einem guten Aufwärtshaken erst mal wieder ein wenig Raum verschaffen konnte. Nichtsdestotrotz ging die Runde klar an Minto, der in der Nahdistanz deutlich besser war. Die dritte Runde sollte entscheidend sein, und in dieser gelang es Sprott wieder etwas besser den Jab zu etablieren. Das reichte dem Briten zum Sieg, da die Punktrichter ihn mit 29-28, 29-28 und 29-28 ins Finale schickten.

Im Finale erwischte Michael Sprott dann den besseren Start. Der Brite landete früh einen linken Haken sowie einige gute Jabs. Jason Gavern schien früh etwas angeschlagen und verzog, anscheinend wegen einer Verletzung schmerzverzerrt, die Grimasse. Der US-Amerikaner fand jedoch gegen Hälfte der Runde langsam etwas besser in den Kampf und gestaltete die letzte Minute der Runde zumindest ausgeglichen. Doch Sprott begann die zweite Runde wieder stärker und landete harte Treffer zum Kopf. Erneut fand sich Gavern jedoch mit zunehmender Dauer besser zurecht und bestimmte die zweite Hälfte deutlich, während Sprott nun sehr erschöpft wirkte. In Runde Drei begann Gavern dann aggressiv, doch konnte das Tempo nicht mehr hoch halten, als ihm eine Verletzung an dem Ellenbogen erneut sichtbar zu schaffen machte. Sprott vertraute unterdessen auf seinen guten Jab, der ihm die letzte entscheidende Runde gewinnen ließ. Die Punktrichter erklärten ihn schließlich mit 29-28, 30-27 und 30-27 zum Sieger. Er gewann damit bei seiner dritten Teilnahme zum zweiten Mal das Prizefighter-Turnier und das Preisgeld von 32000 Pfund. In seinem zweiten Versuch war er vor zweieinhalb Jahren noch in der ersten Runde an Tye Fields gescheitert.

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35 Kommentare

  1. OLYMPIAKOS GATE 7
    14. November 2013 at 21:56 —

    mittlerweile versteht man nichts mehr von dem ,was lights out erzählt.
    toney bleibt trotzdem ein großer champ.
    in seiner prime war er ein kill.er.
    der gewinnt auch das turnier heute..3 ko´s und ab nach hause.

  2. Brennov
    14. November 2013 at 22:31 —

    ja toney hatte bisher die beste performace!

  3. Brennov
    14. November 2013 at 22:34 —

    ich denke sprott – toney wird das finale!

  4. Brennov
    14. November 2013 at 22:36 —

    minto sollte auch aufhören, das is auch nix mehr!

  5. Holi
    14. November 2013 at 22:37 —

    Toney der Fuchs wird gewinnen…ich denke toney braucht noch paar Jahre und Kämpfe und dann könnte er durchaus in einem eliminator gegen boytsov antreten

  6. Carlos2012
    14. November 2013 at 22:42 —

    Guter Kampf von Minto.

  7. Brennov
    14. November 2013 at 22:59 —

    wenn toney das ding gewinnt ist der für Wladimir ne echte Option!

  8. Observer
    14. November 2013 at 23:01 —

    James toney vs david tua als final eliminator haha . Wäre echt lustig wenn es nicht wahr sein könnte

  9. Grumpy
    14. November 2013 at 23:10 —

    Die Prügeleien sind bestenfalls Kirmes-Niveau!

  10. Grumpy
    14. November 2013 at 23:12 —

    Mit dem Gavern-Sieg haben aber viele das “adrivo-Sternchen” verpasst! 😉

  11. Observer
    14. November 2013 at 23:20 —

    Das hat der jason extra gemacht damit die leute die auf toney getippt haben kein sternchen bekommen

  12. Brennov
    14. November 2013 at 23:22 —

    go sprott go!

  13. tobi
    14. November 2013 at 23:27 —

    weiß jemand was der sieger an kohle kriegt?

  14. tobi
    14. November 2013 at 23:29 —

    29:29

  15. tobi
    14. November 2013 at 23:29 —

    sorr 19:19

  16. Grumpy
    14. November 2013 at 23:30 —

    Das ist ja wie beim Tekken-Spielen! Einige haben ihre “Spezialwaffen”. Ich finde, wenn Minto seinen “Kopf-Jab” einsetzen darf, darf Sprott auch das Knie benutzen. 😀

  17. Brennov
    14. November 2013 at 23:31 —

    also der kampf hätte das unentschieden verdient.

  18. Brennov
    14. November 2013 at 23:33 —

    knapp bei sprott SD

  19. tobi
    14. November 2013 at 23:33 —

    sprott gewinnt nur mit dem jab

  20. Observer
    14. November 2013 at 23:34 —

    Der gewinner bekommt 32000 britische pfund

  21. tobi
    14. November 2013 at 23:36 —

    danke plus startgeld is das doch ok

  22. Carlos2012
    14. November 2013 at 23:41 —

    Gleich kommt Klitschko- Killer Joshua.Frag mich ob Wladimir schon mit Josh Sparring gemacht hat.

  23. Grumpy
    14. November 2013 at 23:48 —

    Jetzt haben nur noch folgende 8 Kollegen die Chance, das überaus wertvolle und heiss begehrte “adrivo-Sternchen” zu erringen:
    Marco Captain Huck, Markus, Brennov, Megalodon, Allerta Antifascista!, johnny l., Grumpy, BOB.

    Und wenn Jason “Wouuuuu” Gavern gewinnen sollte, wird´s sogar eine Nullrunde.
    😀 😀 😀 😀

  24. tobi
    14. November 2013 at 23:57 —

    den mußte man nun echt nicht in dem moment abbrechen.

  25. Carlos2012
    15. November 2013 at 00:03 —

    Joshua könnte jetz schon Wladimir besiegen.Der Junge hat echt Talent.Super austrainiert und für seine Größe
    erstaunlich Variabel. Die Klitschkos bekommen ja nicht mal richtige körper treffer hin.Bin mir sicher.Wenn der
    Engländer weiter so boxt könnte er in einem Jahr Weltmeister werden.

  26. tobi
    15. November 2013 at 00:07 —

    hat sehr gute anlagen, aber wollen wir mal nicht übertreiben.

  27. johnny l.
    15. November 2013 at 00:38 —

    Cooles Turnier mit verdientem Sieger, well done, Michael!

  28. Marco Captain Huck
    15. November 2013 at 09:57 —

    Grumpy sagt:

    14. November 2013 um 23:48

    Jetzt haben nur noch folgende 8 Kollegen die Chance, das überaus wertvolle und heiss begehrte “adrivo-Sternchen” zu erringen:
    Marco Captain Huck, Markus, Brennov, Megalodon, Allerta Antifascista!, johnny l., Grumpy, BOB.

    Und wenn Jason “Wouuuuu” Gavern gewinnen sollte, wird´s sogar eine Nullrunde.
    __________________________________________________________________________________

    😉

  29. chris
    15. November 2013 at 11:51 —

    @ Holi
    wie meinst du das :Toney braucht noch ne paar jahre und Kämpfe und soll dann in einem Eliminator gegen Boytsov antreten????
    Bist du doof junge der is 45 wann soll der gegen Boytsov deiner meinung nach denn boxen????Und kämpfe brauch der auch keine
    Hätte eh keine chanche mehr gegen boytsov

    Du scheinst garkeine ahnung zu haben

  30. Observer
    15. November 2013 at 12:04 —

    @ chris ich glaub das war ironisch gemeint also nur spass von holi……

  31. Allerta Antifascista!
    15. November 2013 at 14:18 —

    Glückwunsch an Sprott! Aber man muss auch so ehrlich sein, um zu sagen, dass er das Turnier nur gewinnen konnte weil Audley nicht teilgenommen hat!

  32. Matrix
    15. November 2013 at 18:13 —

    chris sagt:
    15. November 2013 um 11:51

    @ Holi
    wie meinst du das :Toney braucht noch ne paar jahre und Kämpfe und soll dann in einem Eliminator gegen Boytsov antreten????
    Bist du doof junge der is 45 wann soll der gegen Boytsov deiner meinung nach denn boxen????Und kämpfe brauch der auch keine
    Hätte eh keine chanche mehr gegen boytsov

    Du scheinst garkeine ahnung zu haben
    ____________________________________________________________________

    Au…

  33. chris
    15. November 2013 at 18:27 —

    @ Observer
    ohh ok dann war es nicht so gemeint 😀

  34. Observer
    15. November 2013 at 18:28 —

    Ein tunier voller journey männer haben ihren journeymann könig gekrönt ! Wunderbar! Wie gehts mit sprott weiter?? Als journeyman!!

  35. Brennov
    15. November 2013 at 19:55 —

    HM kann man sprott nicht irgentwo auf #15 ranken damit er gegen Wladimir antreten kann? den Zahltag würde ich ihm wirklich gönnen!

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