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Povetkin siegt glanzlos

Mit einem deutlichen, wenn auch glanzlosen Punktsieg (120:109 und 2x 120:108) über den Ukrainer Andrij Rudenko holte sich der Russe Alexander Povetkin gleich 2 vakante Titel der Verbände WBA und WBO. Der ursprünglich etwas irritierende BoxRec-Eintrag, es würde bei diesem Kampf um den WBO-Inter-Continental gehen, war schlichtweg ein Schreibfehler. Gekämpft wurde um den WBA-Continental und den WBO-International.

Von Beginn an war es Povetkin, der das Heft des Handelns in der Hand hatte. Er war 12 Runden lang fast ausnahmslos im Vorwärtsgang und baute in jeder Runde Druck auf. Dennoch gab es nur selten explosive Action zu sehen. Beide Boxer kämpften überwiegend eher wie sibirische Holzfäller, als erfahrene Profiboxer. Rudenko, weil er es einfach nicht besser kann und Povetkin, vielleicht weil auch er so langsam in die Jahre kommt.

Der etwas limitiert wirkende Ukrainer verlegte seinen Kampfstil in der zweiten Kampfhälfte, spätestens ab der 8. Runde, auf Überlebensmodus. Einen großen Teil der Rundenzeiten versuchte er zu klammern und so Sekunden zu schinden. Alles, was Povetkin an Schlägen bei ihm landete, schien er zu schlucken. Bezeichungen wie „Eisenschädel“ und „Stahlkinn“ treffen auf Rudenko zu 100% zu. Was Povetkin auch anbot, Rudenko steckte es weg. Allerdings gelangen dem Ukrainer zwischendurch auch immer wieder gute Treffer, die Povetkin seinerseits ebenso unbeeindruckt ließen.

Dem Kampf vorausgegangen waren bisher angeblich ungeklärte Dopingvorwürfe gegen Povetkin. Der ohnehin unter Dopingverdacht stehende Povetkin ist wiederholt durch Dopingkontrollen gefallen. Komischerweise immer genau dann, wenn es in Russland gegen WBC-Gegner aus den USA ging. Sowohl Wilder als auch Stiverne überschlugen sich dann fast vor Eile, den geplanten Kampf gegen den “Doper” Povetkin abzusagen. ohne das Povetkin tatsächlich “überführt” worden wäre. Die bei Povetkin gefundenen Spuren von Dopingmitteln waren jeweils so gering, dass diese Substanzen absolut wirkungslos im Sinne einer Leistungssteigerung wären. Nach unangemeldeten VADA-Kontrollen im Mai galt Povetkin als „sauber“. Darauf hin haben WBA und WBO Povetkin wieder in ihre Rankings aufgenommen. Die Verbände WBC und IBF haben das bisher nicht getan. Die russische Seite geht offenbar davon aus, man habe Povetkin etwas unterjubeln wollen. Kritiker des russischen Sports sagen im Gegensatz dazu, dass es flächendeckendes Staatsdoping gibt. Das würde auch vor dem Boxen keinen Halt machen und man habe eben Restmengen bei Povetkin gefunden, die nicht zu verschleihern waren. Was davon richtig und falsch ist, wer wird das wissen?

Mit diesem Sieg und den beiden Gürteln ist Povetkin zumindest bei den Verbänden WBA und WBO wieder in „Schlagdistanz“ auf einen zukünftigen WM-Fight. Seine ehemals gute Position bei der WBC ist allerdings futsch. Wenn Povetkin noch einmal Weltmeister werden will, wird es jetzt langsam Zeit. Größte Chancen dafür hätte er bei der WBO.

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23 Kommentare

  1. 3. Juli 2017 at 01:12 —

    Komischerweise immer genau dann, wenn es in Russland gegen WBC-Gegner aus den USA ging.

    da es bei wichtigen kämpfen wie den beiden verschärfte kontrollen gibt.

    Die dabei gefundenen Spuren von Dopingmitteln waren jeweils so gering, dass diese Substanzen absolut wirkungslos im Sinne einer Leistungssteigerung wären.

    es gibt etliche mittel die verschiedene dopingsubstanzen verschleiern können bzw sie unkenntlich machen können
    mal ganz mal zum teil 🙂

    Nach unangemeldeten VADA-Kontrollen im Mai galt Povetkin als „sauber“. Darauf hin haben WBA und WBO Povetkin wieder in ihre Rankings aufgenommen.

    nach zweimaligen erwischen wollte povetkin auf nummer sicher gehen und hat sein weiteres training ohne doping fortgeführt.

    jetzt mal ernsthaft bin ich der einzige hier der ein hirn hat?

    povetkin ist ein dauer doper.

    man sah ihm doch sogar körperlich an das er weniger austrainiert ist als sonst,

    auch was seine leistung angeht

    er will wohl nicht nochmal erwischt werden sonst wird er bei den anderen verbänden auch noch gesperrt 😀

    gegen die letzten 5 gegner konnte er mehr glänzen ^^

    komisch auch das JEDER boxer im laufe der jahre schwächelt,

    sei es adamek,cunningham,haye,klitschko zum teil, oder 100 andere 😀

    aber ein povetkin wird immer stärker 😀

    wer nicht merkt das er seine meisten kämpfe gedopt gewesen ist
    ich persöhnlich würde sagen nach dem rahman fight.

    der ist selber schuld.

    und schon etwas KRANK das manche user so tun als ob ich das nur schreibe weil ich anscheinend russen nicht mag oder so 😀

    spiegelt auch nur das hirn dieser user wieder.

    ich habe nichts gegen russen mein opa ist sogar selber russe

    trzd ist povetkin ein dauer doper

    und wisst ihr was

    drozd und lebedev auch 😀

    auch die ganze nationalmannschaft soll doch jetzt des dopings überführt worden sein

    und bei olimpia auch ? 😀

    was alles wie eine russen hetze klingt

    ist leider die wahrheit

    dort wird scheinbar freizügiger mit umgegangen

    und es ist lächerlich das du verteidigen und alle anderen als buh männer darzustellen

    seien es polen, oder amerikaner die dem povetkin das doping unterjubeln ^^

    die doper sind selbst dafür verantwortlich.

    • 3. Juli 2017 at 01:40 —

      Polonia du stellst in letzter Zeit immer die gleichen Behauptungen auf, aber mit Fakten sieht es eher mangelhaft bei dir aus!
      Du nervst gewaltig!

    • @ Polonia

      Gib dir keine Mühe. Hier ist man der festen überzeugung, dass der nette kleine Panda Pove unschuldig ist. Al Haymon und Deontay Wilder verkleiden sich regelmäßig als Ninjas und manipulieren Poves doping proben, um den Welt gefährlichsten HWler zu stoppen, anders kann man diesen Über Boxer ja nicht stoppen.

      • 5. Juli 2017 at 13:51 —

        Wilder ist doch selbst so ein Hydroxy-Stanozolol Konsument.

        Muh, ha,ha,ha. Der sollte lieber das Maul halten und nicht so groß

        rumtönen. WOhER soll denn sonst die Power kommen, wenn

        nicht vom Doping? lol

        Er hat SELBER mal gesagt, dass er beSser

        wäre als alle anderen. Hahahahahaha, selten so gelacht.

        Wilder der storchbeinige Windmillfighter geniesst doch in den USA

        dieselbe Narrenfreiheit wie Ward. !!!!!!Deshalb!!!!! werden die

        auch nie ausserhalb von den USA kämpfen. Dort würde man sie

        wegen der konsumierten Mittelchen als Sondermüll entsorgen müssen.

        Ward und Wilder sind zwei vollgepumpte US-Pussies, die sich bei

        Funkenschlag entzünden könnten, deshalb erhalten sie auch keine

        Ausreisegenehmigung. Als Wilder damals in Moskau ankam,

        wollte man ihn gleich im Majaksee versenken., aber da haben die

        UN gleich Alarm geschlagen. Jetzt lebt Wilder versteckt als schwuler Obamafan

        in Alabama und boxt????? gegen andee Pussys.

  2. 3. Juli 2017 at 01:25 —

    Polonia:

    “jetzt mal ernsthaft bin ich der einzige hier der ein hirn hat?”

    Ja.

    Bist du jetzt zufrieden?

    • 3. Juli 2017 at 01:26 —

      nöö 😀

      siehst du als Fachkundiger Artikel schreiber dieser seite und neutraler experte das nicht auch so ? =D

      povetkin mässig? 😀

      • 3. Juli 2017 at 02:11 —

        Du behauptest zwar das Gegenteil, aber deine Anti-Russland bzw. Anti – Povetkin Haltung fällt nicht nur mir auf.

        • 3. Juli 2017 at 09:51 —

          Kritiker des russischen Sports sagen im Gegensatz dazu, dass es flächendeckendes Staatsdoping gibt. Das würde auch vor dem Boxen keinen Halt machen und man habe eben Restmengen bei Povetkin gefunden, die nicht zu verschleihern waren. Was davon richtig und falsch ist, wer wird das wissen?

          —–

          Man weiss eigentlich schon, was davon falsch ist und was nicht, denn die Fakten dazu liegen offen. Lediglich die mediale Berichtserstattung ist bewußt schleierhaft ausgeführt.

          1. Doping ist im Leistungssport Gang und Gäbe. Es dreht sich nur darum, nicht gegen die Dopingaufglagen zu verstoßen, also nicht des Doipings überführt zu werden. Findet man bei einem Sportler Spuren von verbotenen Präparaten, ist er jedoch nicht zwangsläufig überführt. Er ist erst des Dopings überführt, wenn die Menge des gefundenen Präparates einen bestimmten Grenzwert überschreitet. Bei Povetkin war das in beiden Fällen NICHT der Fall. Somit ist Povetkin auch nicht des Dopings überführt.

          2. Bezüglich des “russischen Staatsdopings” ist es längst bekannt, dass dieses Gerücht von einem Überläufer der RUSADA in die Welt gesetzt wurde, der in den USA viel Geld für seine “Informationen” erhalten hat. Die USA haben diese “gunstige Gelegeheit” für ihre Propaganda benutzt, obwohl sich der Überläufer in immer mehr Widersprüchen verstrickt hat. Das “russische Staatsdoping” gibt es also genauso wenig, bzw. genauso viel, wie deutsches, amerikanisches oder andorrisches Staatsdoping.

          3. Restmengen von Dopingsubstanzen sind bei fast jedem Menschen zu finden und werden zumeist über den Konsum von Lebensmitteln aufgenommen. Natürliche Hormono und künstliche Wachstumspräparate werden in der “Tierindustrie” nicht zu knapp eingesetzt. Daher gibt es die Grenzwerte, welche überschritten werden müssen, um jemanden des Dopings zu überführen.

          Zum Kampf selber:
          Was hätte Povetkin mehr oder besser machen sollen, um glanzvoll zu siegen? Er hat mit 120:8 bzw. 120:9 gegen jemanden gewonnen, der einen Betonschädel hat und noch nie zuvor auf dem Boden war. Rudenko hat sofort geklammert, wenn es eng wurde und Pove jede Möglichkeit des Finnishen beraubt.

          Pove hat weder glanzlos noch glanzvoll gewonnen, aber Pove ist bis zum Schluss das Risiko eingegangen, Rudenko auf den Boden zu bekommen. Ein scheinbar schier unmögliches Unterfangen, was enorm viel Kraft gekostet hat und gerade für einen physisch eher kleinen Boxer alles andere als ungefährlich ist. Um an seinen Gegner heranzukommen, muss sich Pove öffnen und das hat er immerzu gemacht. Es liegt in der Natur der Sache, dass man dabei nicht allen Treffern aus dem Wege kann, aber Pove ist damit absolut souverän umgegangen.

          Dabei hätte Pove nichts machen müssen, denn ein Sieg Rudenkos war aufgrund seiner technischen Limitierung eigentlich schon vor dem Kampf mehr oder weniger ausgeschlossen und ein Sieg über die Punkte hätte Pove auch mit minimalem Einsatz erreichen können.

          Ja, Pove ist nicht mehr der jüngste und Pove verfügt nicht über eine überragende Physis, aber bisher hat er das stets mit seiner Technik mehr als gut kompensieren können. Ein Boxfan des Schwegewichts kann sich daher nur wünschen, dass Pove in den letzten zwei bis drei Jahren seiner Karriere noch gute Kämpfe bekommt; denn Pove ist ein Garant für gutes Boxen.

  3. 3. Juli 2017 at 01:38 —

    Rudenko war von je her 2 Klassen schlechter als Povetkin und das wird auch dem Russen klar gewesen sein und ich gehe mal davon aus das er nur das Nötigste trainiert hat! Der Kampf war in der Tat nicht berauschend, aber Povetkin hat gewonnen und sich die 2 Titel gesichert die ihn bei WBA und WBO wohl wieder in die Top-10 bringen werden und das wird wohl das Ziel gewesen sein!
    Ob es in naher Zukunft gegen Parker gehen wird oder um den regulären WBA-WM-Titel wird man sehen!

  4. 3. Juli 2017 at 04:28 —

    Fakt: wenn Wilder damals das, meiner persönlichen Meinung nach, minimale Risiko eingegangen wäre und den Kampf trotz den lächerlichen Meldoniumbefundes bestritten hätte, müsste heute nicht mehr so sehr herumspekuliert werden. Dass Povetkin ein Dauerdoper ist, lässt sich so nicht beweisen, aber einen Dauerverdacht gibt es schon. Aber er ist auch lange nicht der einzige: Ortiz, beide Furys, Browne, Teper, Wach, Whyte wurden alle entweder überführt oder stark verdächtigt. Und Wilder hätte genug verdient, ich glaube 6 Millionen USD standen auf den Spiel, und der „Ducking“-Verdacht wäre ein für alle Mal vom Tisch gewesen.

    Was den Kampf gegen Rudenko angeht, bitte mal die Kirche im Dorf lassen: es war ein Tune-up-Fight, der hauptsächlich dafür diente, wieder gerankt zu sein und den Ringrost loszuwerden. Hat beides gut funktioniert – Mission erfüllt und fertig. Schönheitspreise kann man gegen den Ukrainer nicht gewinnen und muss man auch nicht, es war eine ordentliche Leistung Povetkins.

    • 3. Juli 2017 at 10:09 —

      Und gegen Wilder könnte man auch zumindest einen Dopingverdacht aussprechen. Ganz interessant zu wissen ist z.B., dass der NADA, WADA und auch der RUSDADA ganz unterschiedliche Listen von zugelassenen Medikamenten zur Verfügung stehen.

      Wenn z.B. Serena Williams aufgrund einer Krankheit das Cortison Präparat Prednisolon einnimmt, kann sie bei der WADA eine Ausnahmegenehmigung erwirken, weil das Medikament Prednisolon ein zugelassenes Medikament ist, für welches die WADA auch eine Ausnahmegenehmigung erteilen kann.

      Wenn aber Maria Scharapowa dieselbe Krankheit hat und das Cortison-Präparat Xulifon zu sich nimmt, kann sie bei der WADA keine Ausnahmegenehmigung erwirken, weil die das Medikament Xulifon kein zugelassenes Medikament ist, für welches die WADA eine Ausnahmegenehmigung erteilen kann.

      Dabei spielt es keine Rolle, dass Xulifon dieselben Inhaltsstoffe hat wie Prednisolon. Auschlaggebend ist nur, ob das Medikament auf einer zugelassenen Liste steht oder nicht!

      Somit wird das Doping zu einem höchst politischen Machtmittel missbraucht, was man aber ganz einfach umgehen könnte, wenn die unterschiedlichen -ADA’s ihre Arbeit stets miteinander anpassen und absprechen würden. Die USA wird dabei aber nie mitspielen, weil sie dann auch nicht mehr soviele Medallien und Auszeichnungen erhalten würden!

      • 4. Juli 2017 at 08:39 —

        die lösung wäre doch einfach, dass scharapova auch das zugelassene Prednisolon einnimmt? wo ist das problem. es gibt listen mit verbotenen präperaten und listen mit zugelassenen und ausnahmegenehmigungsfähigen. die gelten für alle gleich und an die muss man sich halten. vorallen da scharapova ohnehin in den usa lebt

        • 4. Juli 2017 at 10:08 —

          Prednisolon ist aber in Russland genauso wenig zugelassen wie Xulifon in den USA zugelassen ist.

          Die Pharmazeutischen Regelungen in den einzelnen Länder sin im Gegensatz zu den sportlichen Bestimmungen nicht annähernd so gut länderübergreifend angepasst. Hier kann die Verantwortung nicht bei Scharapova, Williams oder irgendeinem anderen Sportler gesucht werden. Die *ADA’s sind da gefragt, jede politsche Motivation unmöglich zu machen.

          • 4. Juli 2017 at 10:13

            Scharapova ist nur ein Beispiel und steht für viele andere intenationale Sportler, welche Medikamente zu sich nehmen. Das sie in den USA lebt tut nichts zur Sache, weil es ja auch Sportler aus anderen Ländern gibt. Die Verantwortung einheitlicher und optimierter Verbotslisten liegt bei den Doping-Agenturen und nicht bei den Sportlern.

  5. 3. Juli 2017 at 15:54 —

    brähmer bei super series.

    charles martin gegen den ungeschlagenen amerikaner justin jones am 18.07

  6. 4. Juli 2017 at 00:04 —

    Warum schreibst du eigentlich nicht unter einem eigenen Nicnamen?

    Oben schreibt der echte Polonia. Weiter unten übernimmt das Fake Poionia, dann wieder der echte Polonia.

  7. 4. Juli 2017 at 05:48 —

    HW-News: Klitschko Rematch mit guten Chancen – aber nicht in UK. boxingscene.com/hearn-klitschko-return-uk-joshua-rematch–118157

  8. 4. Juli 2017 at 17:18 —

    Polonia=Frank Dietrich berlinlichtenrade

    • 4. Juli 2017 at 17:30 —

      du musst schreiben fake poionia = frank dietrich berlinlichtenrade 😀

      woher weißt du das 😀

      wie heißt der poionia s normaler account hier?

      ist doch bestimmt ein standard user von hier

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