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Pornsawan Porpramook gewinnt WBA-Titel von Muhammad Rachman

In einem spannenden Kampf um die WBA-Krone im Minimumgewicht entthronte am Samstagabend Pornsawan Porpramook den verteidigenden Weltmeister Muhammad Rachman durch eine hart erkämpfte knappe Punktentscheidung nach zwölf Runden. Der 39-jährige Rachman hatte den Anfang des Kampfes bestimmt, brach aber in den mittleren Runden ein unter dem Druck des jüngeren Herausforderers.

Rachman begab sich in der ersten Runde erst einmal in den Rückwärtsgang und zeigte sich sehr beweglich im Ring. Pornsawan Porpramook versuchte Druck auszuüben und den Titelverteidiger zu stellen, was ihm jedoch anfangs nicht oft gelang. Rachman konterte den Thailänder gut aus, und brachte auch immer wieder gute Körpertreffer an. Ab der dritten Runde nahm das Gefecht dann mehr an Fahrt auf, als Rachman öfter stehen blieb um sich in offene Schlagabtausche zu begeben, bei denen er meist auch leicht die Oberhand behielt. Seine überlegene Technik ermöglichte es ihm die präziseren und kürzeren Schläge unterzubringen, während Pornsawan zwar die härteren Schläge abfeuerte, welche aber zu oft ihr Ziel verfehlten. Der WBA-Weltmeister sicherte sich die ersten drei Runden durch sein überlegenes boxerisches Können und schien Pornsawan auch leicht ins Wackeln bringen zu können am Ende der Vierten.

Doch in der fünften Runde konnte der Herausforderer seine ersten Erfolge verbuchen. Die Konter von Rachman kamen nicht mehr so präzise und Pornsawans Druck schien sich langsam auszuzahlen. Er konnte den Weltmeister noch häufiger stellen, und dessen Bewegungen sahen plötzlich ein wenig mehr nach Wegrennen als nach effektiver Beinarbeit aus. Zudem erhöhte Pornsawan die Workrate, was Rahman nicht wirklich zu schmecken schien. Auch die sechste Runde konnte Pornsawan so für sich entscheiden, auch wenn Rachman ihm weiterhin das Leben schwer machte und immer mal wieder gute Konter setzte. Das Momentum lag nun eindeutig beim Herausforderer, welcher mit zunehmender Häufigkeit Rachman nun auch an den Seilen stellen konnte und mit Abschluss der achten Runde auf den Punktzetteln wohl wieder mit Rachman gleich gezogen war.

Das indonesische Publikum merkte, dass ihr Weltmeister ihre Unterstützung benötigte und begann in der neunten Runde ihre Unterstützung lautstark deutlich zu machen, und Rachman schien tatsächlich ein wenig die zweite Luft zu finden. Seine Angriffe sahen wieder etwas besser aus, doch Pornsawan ließ seinerseits kaum nach und hielt seine hohe Workrate aufrecht. Besonders die vielen Treffer, die er inzwischen zum Körper setzte, bereiteten Rachman Probleme und nahmen ihm anscheinend die Kraft mit der hohen Aktivität des Thailänders zu konkurrieren. In der zehnten Runde fand Rachman dann auch wieder etwas mehr zu seinem Jab zurück, der es Pornsawan zumindest etwas schwerer machte in die Halbdistanz zu gelangen und seine Schlagsalven abzufeuern. Die Schlagkraft schien beiden Boxern etwas abhanden gekommen zu sein und nach zehn Runden mit sehr hohem Tempo schoben Rachman und Pornsawan ihre Schläge deutlich mehr als zu Beginn. Auch Pornsawan, der weiterhin aktiver war, schien der hohen Gangart Tribut zollen zu müssen, entschied aber die elfte Runde vor allem dank einiger guten linken Haken zum Kopf für sich.

Es war klar, dass der Kampf auf den Punktkarten eng war, als der Gong zur zwölften und letzten Runde ertönte, und beide mobilisierten noch einmal ihre letzten Kräfte. Pornsawan preschte kontinuierlich nach vorne, während Rachman versuchte sich seinen Gegner irgendwie vom Hals zu halten und die gelegentlichen Konter zu landen, was ihm auch gut gelang. Erst in den letzten Sekunden des Kampfes ließ er sich noch einmal stellen, doch dieses Mal ließen beide Boxer ihre Fäuste für die letzten Sekunden unentwegt fliegen. Mit dem Schlussgong streckten beide Boxer in Siegerpose ihre Hände hoch, und den Punktrichtern war der schwierige Job überlassen den Sieger eines Kampfes auszumachen, der eigentlich keinen Verlierer verdient hätte.

Das Urteil fiel mit 114-114, 115-114 und 115-114 entsprechend knapp aus, und hatte mit Pornsawan Porpramook einen verdienten Sieger, auch wenn man durchaus den Kampf auch an Rachman hätte geben können. In seinem fünften WM-Kampf gewann der Thailänder damit seinen ersten Titel, während Rachman den frisch gewonnenen WBA-Gürtel gleich in seiner ersten Titelverteidigung wieder abgeben musste.

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4 Kommentare

  1. xyz187
    30. Juli 2011 at 20:05 —

    wieviel kilo ist das den , dieses minimumgewicht ?

  2. matthias
    30. Juli 2011 at 20:10 —

    45 kilo glaub ich also magersüchtige

  3. Tom
    30. Juli 2011 at 23:30 —

    Hab den Kampf gerade gesehen,Benjamin hat recht,man hätte auch für Rachman werten können,wenn nicht sogar MÜSSEN!

  4. Ferenc H
    31. Juli 2011 at 10:16 —

    @xyz187 105 amerikanische Pfund sind umgerechnet etwa 47 Kilo

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