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Plant Dillian Whyte einen Wechsel in den Käfig?

Plant Dillian Whyte einen Wechsel in den Käfig?

Auch wenn Bob Arum vor über 10 Jahren im Rahmen einer Pressekonferenz den anwesenden Journalisten erklärte, dass MMA-Kämpfer „Typen sind, die wie Homosexuelle herumrollen”, hat der Käfigkampf dem traditionellen Boxen teilweise den Rang abgelaufen. Kein Wunder also, dass es im Laufe der Zeit immer wieder Boxer gereizt hat, gegen MMA-Kämpfer anzutreten.

Wenn man will, könnte man auch den Kampf von Muhammad Ali gegen Antonio Inoki im Jahr 1976 dazuzählen. Für diesen Fight wurden Regeln aus Boxen und Wrestling gemischt. Inoki kämpfte ohne Handschuhe, Ali mit. Doch die auf 15 Runden angesetzte Begegnung verlief größtenteils ereignislos. Inoki befand sich zumeist auf dem Ringboden und trat gegen Ali`s Beine. Der hatte deswegen dort für den Rest seiner Karriere chronische Entzündungen. Der Kampf wurde unentschieden gewertet.

Auch der ehemalige Schwergewichts-Boxchampion Ray Mercer wagte am 23. Juni 2007 im Rahmen der Cage Fury Fighting Championship 5 einen Sprung in die MMA. Gegner Kimbo Slice gewann den Kampf in der ersten Runde. Zwei Jahre später kämpfte Mercer gegen den ehemaligen UFC-Schwergewichts-Champion Tim Sylwia und erzielte einen KO-Sieg in Runde 1.

James ‚Lights out‘ Toney wechselte 2010 ebenfalls die Lager und unterschrieb einen Vertrag bei UFC-Präsident Dana White. Einige Monate später kämpfte Toney dann gegen den ehemaligen UFC-Champion Randy Couture, verlor aber durch einen Aufgabegriff schon im ersten Durchgang.

Nun scheint erneut ein Boxer mit dem Wechsel in den Käfig zu liebäugeln: der britische Schwergewichtsboxer Dillian Whyte. Der ‚Body Snatcher‘, der vor seiner Boxkarriere Kickbox-Champion im britischen Superschwergewicht war und 2008 auch einen MMA-Kampf siegreich bestritt, gab am 13. Mai 2011 sein professionelles Debüt als Profiboxer und musste sich in bisher 28 Kämpfen nur Anthony Joshua geschlagen geben.

Warum Dillian Whyte vor kurzem eine öffentliche Nachricht an Dana White adressiert hat, in der er den UFC-Boss auffordert, sich wegen eines möglichen Crossover-Kampfes mit ihm in Verbindung zu setzen, wird wohl Whytes Geheimnis bleiben. Möglichweise entspringt diese Idee der gleichen Quelle wie Billy Joe Saunders Videoanleitung über  häusliche Gewalt: der Langeweile in der Coronakrise. Andererseits könnte auch Dillian Whytes unbefriedigende Position in der „Dauerwarteschleife“ als WBC-Pflichtherausforderer Auslöser für die Gedankengänge über einen MMA-Einsatz sein.

Whyte hat in einem Boxpodcast und auf seinem eigenen YouTube-Kanal gleich mehrere MMA-Kämpfer namentlich genannt, mit denen er sich gerne messen würde. Auf Whytes Wunschliste steht zum Beispiel der zweifache UFC-Weltmeister Stipe Miocic.

„Ich werde ihm ins Gesicht treten. Ich werde Stipe einen Ellbogen geben. Alles was ich mit Stipe tun muss, ist ihn in Bewegung zu halten. Er wird nur versuchen, mich runter zu bringen, er könnte schlafen gehen, bevor ich runtergehe.“ erklärte der ‚Body Snatcher‘ und ließ verlauten, dass er auch gerne gegen den gebürtigen Kameruner Francis Ngannou – Kampfname: ‚The Predator‘, 14-3-0 – antreten würde: „Ich würde ihn schlagen. Er hat kein Kinn und ist ein feiger Bruder. Ich würde ihn ausschalten, vertrau mir. Er kann nur versuchen, mich runter zu bringen, das war’s.“

Nun bleibt abzuwarten, ob Dana Whyte auf das Angebot des ‚Body Snatchers‘ reagiert: „Ein Boxkampf, ein MMA-Kampf, sogar Muay Thai. Ein Deal über drei Kämpfe!“

 

 

Hier Dillian Whyte in jüngeren Jahren als Kickboxer

 

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8 Kommentare

  1. 3. April 2020 at 11:32 —

    Naja, wenn er es schon machen möchte, dann sollte er sich keinen Grabbel-Heini zum Gegner wählen. Nicht mal Profis kommen mit ihnen klar, weil die besten Waffen gegen diese Grabscher verboten sind.
    Er wird ohnehin Schwierigkeiten haben, sich gegen die Kicks zu verteidigen, weil er es sicher nie gelernt hat.

  2. 3. April 2020 at 13:18 —

    Whyte kommt aus Kickboxen

  3. 3. April 2020 at 13:55 —

    Das wüsste A-Monster auch, wenn er erst lesen und dann kommentieren würde …

    😉

    • 3. April 2020 at 15:39 —

      Tja, gelesen habe ich es und trotzdem überlesen. OK. Na dann stehen die Chancen vielleicht gar nicht mal so übel.

    • 3. April 2020 at 15:45 —

      Meine Software auf Arbeit läuft noch unter Windows XP. Dank NoScript und Ghostery werden viele Dinge ausgeblendet und sehe dann erst auf meinem Handy.
      Muss doch meine Systeme schützen 😉

  4. 3. April 2020 at 16:53 —

    Nix gegen XP. Win10 ist der größte Müll.

    • 3. April 2020 at 18:50 —

      Da hängt bei mir noch mehr dran. Wenn ich eines Tages auf Windows 10 umsteige, dann muss auch noch andere Software ausgetauscht werden, mit der ich arbeite. Das wird richtig teuer!

  5. 3. April 2020 at 18:53 —

    Bete zu Gott, dass Win 10 dann schon durch was besseres abgelöst worden ist

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