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Pirog verteidigt WBO-Titel in Krasnodar: Abbruchsieg gegen Martirosyan in Runde zehn

Dmitry Pirog ©German Titov Boxing Promotion.

Dmitry Pirog © German Titov Boxing Promotion.

WBO-Mittelgewichts-Weltmeister Dmitry Pirog (19-0, 15 K.o.’s) hat seinen Titel erfolgreich gegen den Pflichtherausforderer Gennady Martirosyan (22-3, 11 K.o.’s) verteidigt. Vor heimischer Kulisse in Krasnodar (Russland) beherrschte Pirog in jeder Runde das Geschehen, der etwas eindimensionale Martirosyan nahm in Summe zu viele Treffer und wurde nach der zehnten Runde aus dem Kampf genommen.

Martirosyan suchte von Beginn an den Schlagabtausch in der Halbdistanz, kassierte aber bereits in der zweiten Runde durch seine löchrige Deckung zu viele Treffer. In seinem Stil erinnerte Martirosyan etwas an Arthur Abraham, wobei aber schnell klar wurde, dass der 31-jährige für Russland boxende Armenier über weit weniger Schlagkraft verfügte. Pirog traf mit seiner Führhand, oft als Haken und Uppercut geschlagen, beinahe nach Belieben und erzeugte bei Martirosyan ab der vierten Runde eine deutliche Schwellung unter dem rechten Auge.

Die fünfte war Martirosyans beste Runde, wo er einige Serien am Mann ins Ziel brachte. Sonderlich beeindrucken konnte er Pirog damit allerdings nicht. Ab der sechsten Runde erhöhte Pirog wieder das Tempo und brachte in der siebenten Runde einige Wirkungstreffer ins Ziel. In der neunten Runde suchte Pirog schließlich die Entscheidung brachte nun auch seine Rechte mit größerer Häufigkeit. Martirosyans Auge war zu diesem Zeitpunkt bereits beinahe ganz geschlossen.

Mit dem Mute der Verzweiflung startete Martirosyan einen letzten Angriff, Pirog ließ den tapferen Herausforderer in der ersten Minute der zehnten Runde sich müde schlagen und griff dann selbst an. Martirosyan musste zahlreiche schwere Treffer hinnehmen und wirkte arg mitgenommen. In der Pause zur elften hatte seine Ecke ein Einsehen und nahm den hoffnungslos unterlegenen WBO-Ranglistenersten aus dem Kampf.

Für den 31-jährigen Pirog war es die zweite Titelverteidigung seines im Juli 2010 gewonnenen WBO-Titels, der ungeschlagene Russe wartet aber nach wie vor auf seinen internationalen Durchbruch. Dieser würde Pirog wohl erst mit einer Titelvereinigung gelingen, momentan deutet aber nur wenig auf ein solches Aufeinandertreffen der amtierenden Weltmeister hin.

© adrivo Sportpresse GmbH

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11 Kommentare

  1. Dick Dickerson
    25. September 2011 at 23:10 —

    Pirog ist genial, sehr gute Oberkörperbewegung, schnell auf den Beinen. Hat den KO in beiden Hände. Für jeden Boxfan eine Augenweide. Sehr schade , dass er aus seinen Talent zu wenig macht.
    Sein Gegner erinnerte in der Tat nicht nur optisch, sondern auch stilistisch an Artur Abraham. Was musste der Armenier heute alles schlucken, respekt auch an ihn.

  2. Levent aus Rottweil
    25. September 2011 at 23:34 —

    Wie meinst du das er macht zu wenig aus sich?
    Er ist doch der Weltmeister!

  3. Dick Dickerson
    25. September 2011 at 23:46 —

    Er ist seit gut einem Jahr WM und hat seinen Titel erst zum zweiten Male verteidigt. Beide Verteidigugen waren zwar überdeutlich und dominant, doch die Gegner sind höchstens Sylvester-Niveau.
    Ohne es zu übertreiben, Pirog hat das Zeug jeden im MW und SMW zu schlagen.
    Die Betonung liegt auf kann.
    Ich muss boxen.de teilweise widersprechen, Daniel Geale und ein großer amerkinaschiner TV Sender (Name wurde nicht genannt) haben bereits Interesse siganisiert.

  4. Levent aus Rottweil
    25. September 2011 at 23:58 —

    doch die Gegner sind höchstens Sylvester-Niveau.

    Soweit ich lesen konnte war das der Pflichtherausforderer…

    In einem Jahr 2 x den Titel verteidigt ist ganz normal wie oft sollte er deiner Meinung nach Kämpfen alle 3 Monate?

  5. Clemens
    26. September 2011 at 00:20 —

    also so wie ich die sache sehe, wird geale trotz scheinangebot auf keinen fall den kampf gegen pirog suchen, weil er genau weiß, dass er den titel los wäre. genauso wird pirog nicht gegen martinez kämpfen wollen, weil auch hier das risiko zu groß ist. und sturm boxt sowieso nur handverlesene gegner. von daher ist keine vereinigung im mittelgewicht in sicht.

  6. Dick Dickerson
    26. September 2011 at 00:37 —

    @ Levent aus Rottweil

    zwischen seinem Titelgewinn und der ersten Verteidigung waren 8 Monate zwischen, und nun 6 Monate bis zum heutigen Kampf.
    8 Monate fürs Mittelgewicht sind zu viel besonders unter dem Aspekt der Gewichtszunahme, 6 Monate sind auch schon grenzwertig.
    Außerdem ist der der Junge schon 31.
    Wie gesagt schade, dass er sein Talent gegen Nonames verschwendet, selbst wenn er gegen Martinez verliert, mit seinem ansehnlichen Kampfstil wird er seine Visitenkarte auf dem ganzen Globus verteilen.
    Der Gegner war zwar Pflichtherausforderer, jedoch hat es heutzutage keinen so hohen Stellenwert wie früher.

  7. Tom
    26. September 2011 at 01:17 —

    Pirog hat einen richtig guten Kampf gemacht.

    Stürmchen wollte doch mal gegen die Besten kämpfen,dann soll er mal Pirog eine Chance geben!

  8. BOB
    26. September 2011 at 14:40 —

    der armenier liegt im krankenhaus

  9. BOB
    26. September 2011 at 15:13 —

    der sieg von pirog war (nach meiner meinung) mit bißchen list zum teil erarbeitet.
    pirog hat bestimmt mehrere tage auf diesem rutschigen ring trainiert. zumindest kam er damit klar. sein kleinerer gegner dagegen hat immer wieder ausgerutscht, konnte nicht richtig zuschlagen,( als viel kleinere man brauchte er natürlich
    viel mehr bodenkontakt als 15 cm größerer pirog).
    ich fand das sehr fieß.

  10. gewaar
    26. September 2011 at 17:08 —

    Pirog hat drei Probleme: Er ist kein Amerikaner, kein Publikumsmagnet, aber dummerweise ein sehr guter Boxer. Nachvollziehbar, dass er es gerade in den USA sehr schwer hat, an die großen Kämpfe zu kommen.

  11. Ferenc H
    26. September 2011 at 20:57 —

    @BOB habe den Kampf gerade als Wiederholung gesehen und kann das mit den Rutschigen Boden bestätigen ich finde der Boden sah auch fast danach aus als wenn da Plane gelegen hätte. Wie auch immer Pirog ist ein guter Boxer ich würde ihn gerne gegen Martinez sehen oder am besten gegen Sturm den er denn nach Strich und Faden vermöbelt.

    mfg

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