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Pernell Whitaker stirbt bei einem Verkehrsunfall

Der ehemals sehr erfolgreiche Amateur- und Profiboxer Pernell “Sweet Pea” Whitaker (40(17)-4(1)-1) ist tot. Er verlor sein Leben im Alter von 55 Jahren bei einem Verkehrsunfall in Virginia Beach. Er wurde an einer Kreuzung von einem Auto erfasst und verstarb noch an der Unfallstelle an seinen schweren Verletzungen. Die Boxwelt trauert um einen der erfolgreichsten Boxer der 80er und 90er Jahre. Whitaker gewann bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles die Goldmedaillie und wurde danach im Profiboxen Weltmeister in 4 Gewichtsklassen mehrerer Verbände.

Bereits in Alter von 9 Jahren begann Pernell Whitaker in Norfolk / Virginia mit dem Boxtraining. Whitaker leistete als Amateur eine offizielle Bilanz von 214 Kämpfe / 201 Siege / 91 KO. Als Krönung seiner Karriere wurde er 1984 Olympiasieger im Leichtgewicht. Noch im Jahr dieses Erfolgs wechselte er zu den Profis und debütierte zusammen mit Evander Holyfield, der 1984 Olympiabronze gewann, am 15. November 1984 im Madison Square Garden. Mit einem Profivertrag bei Kathy Duva war seine Karriere wie auf Schienen gestellt.

Seine erste Niederlage als Profi kassierte er 1988 gegen Jose Luis Ramirez im Kampf um den WBC-Titel. Ein Jahr später kämpfte er gegen Greg Haugen um den IBF Titel. Diesmal siegte er klar und deutlich nach Punkten. Die Revanche gegen Ramirez gewann er bei einem WBC/IBF Titelvereinigungskampf in seiner Heimatstadt Norfolk durch einen ebenso klaren Punktsieg. Ein Jahr später holte er sich durch einen KO 1 Erfolg auch den Titel des Verbandes WBA.

Es folgte ein kurzes „Zwischenspiel“ im Super-Leichtgewicht, wo er 1992 IBF Champ wurde. Am 1. Dezember gab er sein Debüt im Weltergewicht und schlug dabei seinen Gegner Ben Baez in Runde 1 KO. Gleich im nächsten Kampf nahm er James McGirt den WBC-Titel ab. Diesen Titel verteidigte er mehrmals. Legendär war sein Kampf gegen Julio Cesar Chavez, der mit einem Unentschieden bewertet wurde. Er blieb WBC-Champ, bis er 1997 von Oscar de la Hoya durch eine Punktniederlage entthront wurde. Ein halbes Jahr später siegte er in einem WBA-Eliminator-Kampf. Dieser Kampf wurde zu einem “No Contest” erklärt, weil bei Whitaker Kokain nachgewiesen wurde. Dafür bekam er 18 Monate Sperre. Sein „Comeback“ gegen Felix Trinidad um den IBF-Weltergewichttitel verlor er dann deutlich nach Punkten. Seinen letzten Kampf im Jahr 2001 verlor er durch TKO 4 wegen einem gebrochenen Schlüsselbein.

Pernell Whitaker blieb dem Boxsport treu und arbeitete in Norfolk als Trainer. In der Liste der 100 besten Boxer der letzten 80 Jahre des „The Ring Magazine“ belegt er #10. Im Jahr 2006 wurde er in die „International Boxing Hall of Fame“ aufgenommen.

Mit seinem Tod verliert der Boxsport eine bedeutende Persönlichkeit. Möge er in Frieden ruhen.

Hier sein letzter großer Kampf mit überzeugendem Sieg:

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4 Kommentare

  1. 15. Juli 2019 at 20:53 —

    R.I.P. champ….
    bitter, so dahin zu scheiden….
    sweet pea ,die viel bessere froydie-version,defensiv,ja,aber kein runner,wie der andere spinner….
    hab keinen gesehen,der oscar solche probleme gemacht hat,zu oscars prime….würde nicht von robbery sprechen,aber sweet pea hätte auch den sieg bekommen können…

  2. 15. Juli 2019 at 21:58 —

    Das Schicksal macht vor keinen Halt, wieder ist ein sehr guter Boxer von uns gegangen!

    R.I.P. Sweet Pea

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