Perez gewinnt Prizefighter: Vorzeitiger Finalsieg gegen Fields

Mike Perez ©Kevin Finn.
Mike Perez © Kevin Finn.

Der in Irland lebende Kubaner Mike Perez (16-0, 12 K.o.’s) hat sich beim Prizefighter Schwergewichts-Turnier in London durchgesetzt und kann sich über ein Preisegeld von 32.000 Pfund freuen. Der 25-Jährige gewann zwei von drei Kämpfen vorzeitig und wurde seiner Favoritenrolle damit mehr als gerecht.

Schon im ersten Viertelfinale gegen Kerston Manswell zeigte Perez, warum er als Schnellstarter bekannt ist: bereits in der ersten Runde gelang ihm gegen den deutlich größeren und zehn Kilo schwereren Manswell ein Niederschlag. Da er aber nicht entscheidend nachsetzen konnte, sparte der Kubaner Kraft und gewann eine klare Punkentscheidung.

Im zweiten Viertelfinale setzte sich der ehemalige Helenius-Gegner Gregory Tony etwas umstritten gegen den Russen Evgeny Orlov durch. Der Franzose hatte zwar eine gute Auftaktrunde, in der zweiten und dritten Runde erdrückte der 140-Kilo-Koloss Orlov Tony aber mit seiner Physis und ließ ihn nicht zum Zug kommen. Zwei Punktrichter sahen den Franzosen am Ende trotzdem vorne.

Den besten Kampf des Turniers konnte man im dritten Viertelfinale zwischen Michael Sprott und Tye Fields verfolgen. Der 2,03 m große Fields überraschte in der ersten Runde mit guter Beinarbeit und variablem Boxen, am Ende der Runde kam Sprott mit einer guten Rechten durch. Zu Beginn der zweiten Runde war Fields nach einer weiteren Rechten von Sprott leicht angeschlagen, er kam aber wieder zurück und brachte seinerseits Sprott an den Seilen in Schwierigkeiten. Die Schlussoffensive von Sprott in der dritten Runde kam zu spät, Fields hatte in den neun Minuten deutlich mehr geschlagen und auch mehr Treffer ins Ziel gebracht.

Im vierten Viertelfinale konnte sich ARENA-Boxer Konstantin Airich gegen den Rumänen Lucian Bot nach Punkten durchsetzen. Airich legte gleich zu Beginn wie die Feuerwehr los, in der zweiten Runde hatte Bot aber einige gute Momente. Die dritte Runde ging wiederum klar an Airich, der durch den einstimmigen Punktsieg sein Halbfinalsticket lösen konnte.

Die beiden Halbfinali waren hingegen kurze Angelegenheiten: Perez schickte Tony bereits nach 15 Sekunden zu Boden, der daraufhin eine Verletzung der linken Hand signalisierte. Nach einem weiteren Niederschlag war der Kampf vorbei, Tony war nicht mehr kampffähig. Auch Fields machte mit seinem Gegner Airich kurzen Prozess: ein linker Uppercut zum Körper schickte den heranstürmenden Airich in der ersten Runde schwer zu Boden, der daraufhin ausgezählt wurde.

Auch das Finale wurde bereits in der ersten Runde entschieden: Perez erwischte Fields mit einem windmühlenartigen rechten Haken, der den Amerikaner wankend in die Seile schickte. Perez setzte danach zum Finish an, Fields schlug nicht mehr zurück, wirkte verteidigungsunfähig und wurde vom Referee aus dem Kampf genommen. Perez konnte mit diesem Turniersieg eine große Öffentlichkeit auf sich aufmerksam machen, im Ringinterview auf Sky Sports äußerte der Kubaner den Wunsch, möglichst bald um die WM kämpfen zu wollen.

© adrivo Sportpresse GmbH

8 Gedanken zu “Perez gewinnt Prizefighter: Vorzeitiger Finalsieg gegen Fields

  1. Wie ichs gesagt hab Perez gewinnt, der Junge ist ein Talent das sieht man wenn er

    boxt, ja ja ja er hat nur Pfeifen geboxt aber auch beim kämpfen gegen Pfeifen

    sieht man, dass der Junge was kann.

  2. Perez ist ein Guter. Aber mit der WM würde ich eher warten. Er ist doch recht offen, wenn er in den Mann springt. Das würde gegen Klitschko oder Haye übel gekontert werden. Und als kleinerer Mann muss er ja rein. Lieber noch ein bisschen Ex-Weltmeister und andere starke, aber ein bisschen verbrauchte Leute boxen und warten. Er ist noch in einer Phase, in der er noch nicht auf die WM gehen muss und sich Zeit lassen kann.

  3. Perez hat mich stellenweise sehr an den jungen Tyson errinert! Ein Junge der in einigen Jahren vielleicht ganz oben mitspielen kann. Zum jetzigen Zeitpunkt schlägt er aber keinen Top10 Mann im Schwergewicht. Hätte gerne Perez gegen Gomez gesehen, daran hätte man sicherlich mehr die wahre Klasse ablesen können. So hatte er eigentlich nur Opfer und keine Gegner 😉

  4. Sehr viel wirds wohl nicht gewesen sein.
    Abseits von der Weltspitze wird im Boxen nicht mehr viel verdient, da sind viele, die noch einen Job nebenbei haben. Ausnahme sind manchmal Talente, die werden von ihren Boxställen regelrecht verhätschelt.

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