Paukenschlag in Großbritannien: Sky Box Office stellt Pay Per View ein

Jim Watt, Ian Darke ©Nino Celic.
Jim Watt, Ian Darke © Nino Celic.

Während die Fans hierzulande zumeist ohne Aufpreis in den Genuss von spannenden Boxkämpfen kommen, musste man in Großbritannien für große Fights bislang meist extra in die Taschen greifen. Das könnte sich nun ändern: Sky Box Office hat nach einigen Enttäuschungen in letzter Zeit den Rückzug vom Pay Per View-Modell verkündet, was tiefgreifende Veränderungen für die britische Medien- und Boxlandschaft mit sich bringen könnte.

Entscheidend dürfte die wenig rosige Bilanz der letzten Monate gewesen sein: bei David Hayes Titelverteidigung gegen Audley Harrison gab es Manipulationsgerüchte, Geldmaschine Amir Khan wechselte zu Prime Time, Nathan Cleverlys WM-Kampf gegen Jürgen Brähmer platzte, der Mega-Fight zwischen David Haye und Wladimir Klitschko blieb hinter den Erwartungen zurück.

„Wir haben in letzter Zeit zu viel in Deals investiert, wo nur wenig zurückgekommen ist“, sagte ein Sky-Sprecher gegenüber dem Daily Express. „Wir denken nicht, dass es fair ist, dafür von den Zuschauern extra Geld zu verlangen. Das bedeutet nicht, dass wir nie wieder zu Pay Per View zurückkehren werden. Es ist momentan nur nicht der richtige Moment.“

Für die Boxer Carl Froch, Nathan Cleverly und Ricky Burns ist diese Entscheidung natürlich bitter, denn sie werden durch den Ausfall der PPV-Einnahmen in Zukunft wohl geringere Börsen kassieren. Damit scheint auch eine Rückkehr des Boxens im frei empfangbaren Fernsehen möglich, was der Breitenwirksamkeit des Sports nur zugute kommen würde.

© adrivo Sportpresse GmbH

10 Gedanken zu “Paukenschlag in Großbritannien: Sky Box Office stellt Pay Per View ein

  1. Wir können schon froh sein, das wir gucken dürfen. Sehe gerade eine sendung über Kuba, da gibts jeden tag 30 Minuten GZSZ, das wars. Also, mal den Ball flach halten und nur noch dankbar sein.

  2. und wer ist es schuld….??

    W. Klitschko weil er David Haye besiegte, und Brähmer der so clever war nicht gegen Cleverly anzutreten. Somit können unseren deutschen und osmanischen Box-Promoter evtl. den Ein oder Anderen bekannten Namen in „ihren Stall“ ziehen. Haye ist z.b. ja bereits mit Sauerland geschäftlich verbunden….

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