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Patrick Mendy verlangt Dmitry Chudinov alles ab – Unentschieden nach 8 Runden

Der ehemalige Prizefighter-Champion Patrick Mendy lieferte in einem Mittelgewichtskampf am Samstagabend dem favorisierten ungeschlagenen Russen Dmitry Chudinov einen starken Kampf. Der 22-jährige Brite sicherte sich in acht Runden ein verdientes Unentschieden in der Wembley Arena. Chudinov hatte den gesamten Kampf über Probleme den beweglichen Mendy zu stellen um seine deutlich härteren Treffer unterzubringen.

Beide legten vom ersten Gong an schnell los. Chudinov suchte den Weg nach vorne und ließ seine Fäuste, teilweise zu ungestüm, fliegen. Mendy versuchte zu kontern und in Chudinovs Kombinationen hinein zu schlagen. In einer temporeichen ersten Runde hatte der aggressivere Chudinov leichte Vorteile, doch beiden Boxern gelangen einige ordentliche Treffer. Mendy reagierte jedoch mit einer starken zweiten Runde, in der er Chudinovs Angriffen mit geschickten Oberkörperbewegungen auswich um mit eigenen Kombinationen erfolgreich zu kontern.

Chudinov hatte Probleme mit den unangenehm boxenden Briten, wenn dieser sich viel bewegte und die Distanz hielt. Doch Mendy nahm sich ab und an Auszeiten und ließ sich an den Seilen stellen, wo die Vorteile ganz klar auf der Seite des hart punchenden Russen lagen. So konnte Chudinov auch Mitte der dritten Runde ein paar harte rechte Geraden unterbringen, die ihm diese Runde sicherten. In der Vierten bewegte sich Mendy wieder mehr und wich vielen Schlägen gut aus, doch vergaß dabei teilweise seine Fäuste selber fliegen zu lassen. Zwar landete er die besseren Treffer in der Runde, doch sein vieles Herumtänzeln und Chudinovs Aggressivität ließen die Runde enger aussehen als sie hätte sein müssen.

Auch in Runde Fünf ließ Mendy viele Schläge von Chudinov ins Leere gehen, doch gab erneut teilweise den Eindruck ab sich mit einer guten Defensivarbeit zufrieden zu geben, während Chudinov den Druck ausübte. So konnte der Russe die vielen schlagschwachen Treffer Mendys aus den ersten zwei Minuten in der letzten Minute mit nur ein paar wenigen viel härteren Treffern neutralisieren. Besonders eine rechte Gerade zum Kopf schien Wirkung zu hinterlassen, auch wenn Mendy im Anschluss demonstrativ stehen blieb und den Kopf schüttelte. Das ordentliche Tempo schien nun auch langsam Spuren zu hinterlassen, als beide Boxer in der sechsten Runde bereits ein wenig erschöpft wirkten, da die Schlagform der beiden langsam nachließ.

Am Ende der sechsten Runde erlitt Chudinov einen leichten Cut am rechten Auge, dessen Blut Mendy in der siebten Runde neu zu motivieren schien. Er legte noch einmal zu und preschte teilweise selber nach vorne. Der Brite landete nun wieder die besseren Treffer, so dass der Kampf nach Punkten sehr ausgeglichen schien, als es in die achte und letzte Runde ging. In dieser legten beide noch einmal alles in die Waagschale und lieferten eine unterhaltsame, wenn auch unsaubere Runde, in der Patrick Mendy möglicherweise erneut knappe Vorteile hatte.

Der Ringrichter hatten keine ganz einfache Aufgabe den Kampf zu werten, doch sprach schließlich ein 76-76 Unentschieden aus, das nicht ungerecht war. Für Dmitry Chudinov war es damit nach zuletzt zwei imposanten Siegen in Folge ein kleiner Rückschritt. Der 26-jährige Russe hatte in diesem Jahr bereits mit Milton Nunez und Grady Brewer zwei respektable Gegner kurzrundig gestoppt. Sein Kampfrekord steht nun bei neun Siegen und zwei Unentschieden. Patrick Mendy, der eine starke Leistung ablieferte, kam stark von seinem letzten Kampf zurück, in dem er gegen Patrick Nielsen verloren hatte. Er hat nun einen Kampfrekord von 14(1)-6(0)-1.

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1 Kommentar

  1. 300
    20. Juli 2013 at 22:16 —

    Was ist mit Chisora?? wann geht es los? sorry…kann ihn nicht schauen

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