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Oscar de la Hoya – Mit 48 zurück in den Ring? Teil 2

Für den „Golden Boy“ schien es also egal zu sein, ob er einen großen Kampf gewinnt oder verliert. Wichtig waren nur die finanziellen Arrangements. Wer jetzt glaubte, damit wäre es genug, musste sich eines Besseren belehren lassen. Oscar de la Hoya stand ein Jahr nach Mayweather-Kampf wieder im Ring und besiegte Steve Forbes deutlich nach Punkten. De la Hoya und sein Team hatten jedoch ein anderes Ziel: Ein Kampf gegen Manny Pacqiao.

Auch dieser Kampf spülte hohe Umsätze in die Kassen der Beteiligten. Beide Boxer bekamen Börsen im zweistelligen Millionenbereich. Der Pacman war auf dem besten Wege, den Kampf am 6. Dezember im MGM Grand Las Vegas nach Punkten für sich zu entscheiden. Das Ende kam dann aber schon nach 8 Runde, weil de la Hoya eine Schwellung unter dem linken Auge hatte und seine Ecke den Kampf aufgab. Nach diesem 45. Kampf erklärte de la Hoya sein Karriereende. Der Golden Boy wechselte die Seiten und widmete sich fortan seiner Arbeit als Promoter in seiner Firma „Golden Boy Promotios“ die er bereits zuvor zusammen mit Richard Schäfer gegründet hatte.

Jetzt zieht es Oscar de la Hoya also doch noch einmal zurück in den Ring. Die über allem stehende Frage lautet: Ist das wirklich ernst gemeint? Scheinbar ja, wie weitere Berichte darüber zu wissen glauben. Finanzielle Gründe dafür kann man wohl ausschließen. Er ist ein vielbeschäftigter Veranstalter, der eine große Anzahl von Boxern beschäftigt und jede Menge Events abhält. Scheinbar sucht er nur noch einmal eine große Herausforderung und das Gefühl, noch einmal ganz oben mitmischen zu können. So kann man es wohlwollend sehen. Allerdings kann man auch behaupten, dass er womöglich unter einer midlife crisis leidet und sein älterwerden nicht akzeptieren will.

Wie immer in solchen Situationen stellt sich dann als nächstes die Frage, gegen wen er denn bei seinem Comeback kämpfen will. Genau da lässt er eine kleine Bombe platzen: Sein Gegner soll Gennady Golovkin sein. Zuvor hatte sich schon der Ghanaer Ike „Bazooka“ Quartey zu Wort gemeldet. Der mittlerweile 50-jährige will immernoch ein Rematch zum Kampf von 1999, den er aus seiner Sicht zu Unrecht durch ein SD-Urteil knapp nach Punkten verloren hatte. Für den ehemaligen WBA-Weltergewichtschamp ging es dabei um den WBC-Titel von de la Hoya, der ihm durch eine aus einer Sicht fragwürdige Punktrichterentscheidung verwehrt blieb.

Für de la Hoya und die Mehrzahl der Boxfans dürfte ein Rematch gegen den Mann aus Ghana wenig interessant sein und sich kaum vermarkten lassen. Viel mehr Aufsehen gäbe es, wenn wirklich ein Kampf zwischen Golovkin und de la Hoya zustande käme. Davon ist in den letzten Tagen in diversen Internetmedien die Rede.

Zunächst wird sich Golovkin erst einmal einer Verteidigung seiner beiden Gürtel (IBF und IBO) gegen den bisher ungeschlagenen Kamil Szeremeta (21(5)-0-0) stellen. Hier kann man gewiss von einem Golovkin-Sieg ausgehen. Obwohl er den Zenit seiner Karriere überschritten zu haben scheint, sollte es gegen den 31-jährigen Polen reichen. Danach wird man sehen, wie weit die Ideen für einen Kampf zwischen Gennady Golovkin und Oscar de la Hoya gediehen sind. Nach 12 Jahre gleich gegen GGG in den Ring zu steigen ist gewiss ganz schön ambitioniert. Oder geht es de la Hoya doch wieder nur um die dicke Börse und es ist egal, wer gewinnt? Wir werden es beobachten.

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