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Oscar de la Hoya – Mit 48 zurück in den Ring? Teil 1

Schon seit einigen Wochen ist immer wieder die Rede davon, dass Oscar de la Hoya ein Comeback plant. Anfangs glaubte man, es wäre ein Joke, weil der „Golden Boy“ sich schon längst als Veranstalter einen Namen gemacht hat und gewiss nicht darauf aus sein muss, aus rein finanziellen Gründen wieder boxen zu müssen. Man stellt sich deshalb unweigerlich die Frage nach dem Sinn seines Bestrebens.

Der Olympiasieger von Barcelona und vielfache Profiweltmeister in verschiedenen Gewichtskassen ist mittlerweile immerhin 47 Jahre alt. Im Februar 2021 wird er bereits 48 sein. Vorher ist er auf keinen Fall fit für einen regulären Boxkampf. Was treibt ihn, der nun mal straff auf die 50 zugeht, zurück in den Ring? Spürt er einen zweiten Frühling? Will der „Golden Boy“ nicht wahr haben, dass auch er älter wird? Er selbst meint, dass er das Boxen so sehr liebt und es vermisst im Ring zu stehen. Das fällt ihm nach 12 Jahren Ringabstinenz recht spät ein. Hängt das vielleicht mit seiner Entscheidung von 2008 zusammen, seine Handschuhe etwas zu früh an den Nagel zu hängen?

Zum Zeitpunkt seines Karriereendes war Oscar de la Hoya 35 Jahre alt und hatte in seiner damaligen Situation gerade alles „abgegrast“, was nur ging. Die letzten Kämpfe seiner Karriere brachten genug Geld ein. In kurzer Zeit mehr als andere Spitzenboxer in ihrer gesamten Karriere zu Gesicht bekommen.

Hier eine kurze Rückblende auf Oscar de la Hoya als Boxer: Im Jahr 1999 musste de la Hoya nach 31 Siegen in Folge seine erste, wenn auch knappe Punktniederlage gegen Felix Trinidad hinnehmen. Nach einem KO Sieg im Februar 2000 unterlag er Shane Mosley im Juni 2000 nach Punkten. Darauf folgten ein KO Sieg über Arturo Gatti und drei weitere Siege. Das Rematch gegen Mosley im September 2003 ging wieder knapp verloren. Diesen Sieg und damit verbunden zwei WM-Gürtel hätte er gebraucht, um einen großen Kampf gegen Bernard Hopkis zu bekommen. Dann kam der ominöse Kampf gegen Felix Sturm, den er unverdient nach Punkten gewann. Sinn und Zweck dieser „Übung“ war es, Sturm den Gürtel abzunehmen und de la Hoya zum WBO-Weltmeister zu machen. So konnte es dann doch noch zu dem Kampf gegen Hopkins kommen.

Dieser Kampf und das lange geplante „Drumherum“ war eine einzige große Geldmaschine. Obwohl Hopkins im September 2004 bei den Wettanbietern 2:1 vorne war und den Kampf auch durch KO 9 gewann, kassierte de la Hoya eine 30 Millionen Börse. Hopkins bekam „nur“ 10 Millionen. Nach diesem Kampf sah es schon so aus, als wollte sich der Golden Boy zu Ruhe setzen.

Erst im Mai 2006 stieg de la Hoya wieder in den Ring und besiegte Ricardo Mayorga durch TKO 6. Jetzt war de la Hoya wieder im Spiel und es sollte zu einem Kampf gegen Floyd Mayweather jr kommen. Das brisante daran war, dass Mayweather sr seit dem Jahr 2000 de la Hoyas Trainer war. Der Senior verlangte 2 Millionen Dollar, wenn er mit de la Hoya gegen seinen eigenen Sohn arbeiten sollte. Der Golden Boy wechselte zu Freddie Roach, der sich seine Dienste allein für diesen Kampf mit 1,3 Mio Dollar bezahlen ließ. In Mayweathers Ecke stand dann u.a. sein Onkel Roger Mayweather.

Der Kampf zwischen de la Hoya und Mayweather sprengte Umsatzrekorde. Die Ticketpreise von 150 bis 2000 Dollar hielten die Fans nicht davon ab, binnen 3 Stunden für den Ausverkauf der Eintrittskarten zu sorgen. Der Kampf selber verlief wie erwartet sehr eng. Mayweather erreichet einen knappen SD-Punktsieg. Bei den Börsen lag allerdings de la Hoya vorne. Er kassierte 52 Millionen, während Mayweather „nur“ 25 Millionen bekam.

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