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Oscar De La Hoya: „Ich denke über ein Comeback nach!“

Oscar De La Hoya: „Ich denke über ein Comeback nach!“

Keine Frage: die Comeback-Welle rollt gerade. Ob es nun wirklich ‚Iron‘ Mike Tyson war, der sie losgetreten hat, wollen wir hier nicht weiter erörtern. Auch schon vorher hat es in der jüngeren Vergangenheit immer wieder Boxer gegeben, die nach längerer Abstinenz in den Ring zurückgekehrt sind oder das zumindest vollmundig ankündigten.

Nun hat sich ein weiterer prominenter Faustkämpfer dazugesellt: Oscar De La Hoya. Er wolle aber zuerst sehen, wie Mike Tysons geplantes Comeback verlaufe, erläuterte De La Hoya in einem Interview mit „The Ring Magazine“: „Ich will sehen, wie Tyson sich hält”, sagte De La Hoya sinngemäß: „Ich habe trainiert und bin in Form geblieben. Offensichtlich bin ich noch nicht in Kampfform, um 12 Runden zu gehen, aber ich bin sicher, dass ich dorthin gelangen könnte. Aber vorher will ich sehen, wie Tyson auftritt, wie seine Reflexe sind, ob er drei oder vier Runden überstehen kann. Wir werden sehen und dann werde ich meine Entscheidung treffen.”

Im Gegensatz zu Tyson will der 47-jährige aber keine Showkämpfe bestreiten, sondern einen „echten Kampf gegen einen der Besten da draußen”. Ob es dafür noch reicht? Zwar war Oscar De La Hoya Weltmeister in sechs Gewichtsklassen, sein letzter Kampf fand aber schon im Dezember 2008 statt: Manny Pacquiao demontierte den damals 35 Jahre alten ‚Golden Boy‘ und beendete damit vermutlich dessen aktive Laufbahn.

De La Hoya stand danach nicht wieder im Ring, erklärte aber erst über drei Jahre später seinen Rücktritt: „Ich habe lange hin und her überlegt. Aber als ich festgestellt habe, dass ich auf diesem Niveau nicht mehr mithalten kann, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass es vorbei ist. Es war eine schwere Entscheidung”, sagte De La Hoya einem Interview.

Warum der ‚Golden Boy‘ jetzt plötzlich glaubt, die Situation habe sich – 8 Jahre später – zu seinem Vorteil verändert, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Schon einmal hatte De La Hoya angekündigt, er wolle wieder boxen. Die Angelegenheit verlief aber im Sande. Sein Körper habe nicht wie erwartet auf die Belastung des harten Trainings reagiert, lautete die Erklärung.

Geldsorgen dürfte De La Hoya nicht haben. Als Chef von “Golden Boy Promotions” und Promoter von ‚Canelo‘ Alvarez dürfte er eigentlich auch ausgelastet sein. Möglicherweise sind die Comeback-Pläne schlicht und einfach die Folge einer Midlifecrisis.

Der ‚Golden Boy‘ hat allerdings sogar schon erklärt, wen er als Coach haben möchte. Auf die Frage nach dem Trainer, der in seiner Ecke stehen könnte, antwortete De La Hoya: „Floyd Mayweather Senior. Wenn ich zurückkehren sollte, wird er die erste Wahl für mich sein!“

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