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Ortiz vs Wilder II.

Ortiz vs Wilder II.

Wilders “neuer” Gegner ist ein alter: Luis “King Kong” Ortiz. Und damit rückt ein Kampf von Deontay Wilder gegen Anthony Joshua erst einmal in weite Ferne.

Deontay Wilder hatte die Nachricht am Dienstagabend in den sozialen Netzwerken geteilt: “Allen meinen Fans möchte ich mitteilen, dass Luis Ortiz und ich (den Vertrag für) einen Rückkampf unterzeichnet haben, wobei das Datum und der Ort in Kürze bekannt gegeben werden”, schrieb Wilder.

Laut einem Bericht der LA Times soll der Rückkampf im September im Staples Center in Los Angeles stattfinden. Lance Pugmire schreibt dort weiter, dass der Kampf entweder am 7. oder am 28. September sein wird, Insiderinformationen zufolge wohl eher am 7. September.

Im “Hinkampf” zwischen Wilder und „King Kong“ Ortiz, der im März 2018 ausgetragen worden war, hatte der Kubaner dem WBC-Weltmeister Wilder zehn Runden lang einen offenen Kampf geliefert und ihn sogar anklingeln können, bevor Wilder ihn ausknockte.

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Ein erneutes Duell zwischen den beiden Schwergewichtlern hat also durchaus Potenzial, bedeutet aber auch, dass ein Titelvereinigungskampf  zwischen Wilder und Anthony Joshua wohl frühestens 2020 kommen wird.

Möglicherweise  steht – im Falle eines erneuten Sieges von Wilder – auch noch der Rückkampf gegen Tyson Fury an. Den hatte der WBC zwar zwischenzeitlich an die Bedingung geknüpft, dass Fury vorher einen Eliminator gegen Dillian Whyte boxen müsse, doch Tyson weigerte sich: „Ich muss keinen Eliminator kämpfen (…) ich hatte bereits einen Deontay Wilder-Kampf ohne Eliminator. Also brauche ich definitiv keinen Eliminator.” Allerdings soll Fury in einem Interview geäußert haben,  dass er bis 2020 keinen Rückkampf gegen Deontay Wilder planen würde.

Viele Boxfans machten ihrem Unmut über die Kampfansetzung online Luft: “Der AJ-Kampf wird niemals stattfinden, was eine Schande ist!”, “Du hast diesen Kerl schon geschlagen. Der Kampf, den wir wollen, bist du gegen AJ”, “Wtf ist falsch mit dir und deinem Team! Warum dieser Kampf gegen einen alten Mann?”

Vor dem Hintergrund, dass Ortiz ein durchaus ernstzunehmender Gegner ist, ist diese Kritik etwas unverständlich. Nun bleibt abzuwarten, ob “King Kong” seinem Gegner erneut gefährlich werden kann oder ob der aus der ersten Begegnung gelernt hat. Ortiz selber war immer zuversichtlich, dass es zu einem Rückkampf gegen Wilder kommen würde. “Bis ich ihn wieder im Ring sehe, fühle ich ein Messer in meinem Herzen”, hatte Luiz Ortiz in einem Interview gesagt: “Ich vertraue auf Gott, dass dieser Kampf stattfinden wird.”

 

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9 Kommentare

  1. Und wenn Wilder gegen einen 15m großen Zyklopen boxen würde, es würden sich “fans” finden die sich trotzdem aufregen. Social Network ist die schlimmste Pest unserer Zeit.

    Der Kampf gegen Ortiz ist auf Augenhöhe und absolut legitim trotz KO Sieg. Wird sicher interessanter als Wilder vs Fury 2.

    • 31. Mai 2019 at 10:29 —

      Komisch, dass diese Ankündigung, ohne auch nur das Datum und den Austragungsort zu nennen, eine knappe Woche vor AJs US Debüt erscheint. Damit zeigt man klar und deutlich, dass Team Wilder kein Interesse an AJ hat.

      Der 1. Kampf war sicherlich unterhaltsam, nur was soll denn im Rückkampf anders laufen? Wilder hatte klar durch KO gewonnen und wenn ich mir die letzten Kämpfe von Ortiz anschaue, verstehe ich nicht so ganz, wie du auf die Idee kommst, dass das Duell auf Augenhöhe stattfinden wird?

  2. 29. Mai 2019 at 23:37 —

    Sicher nach wie vor keine schlechte Ansetzung und trotz des KO-Sieges im ersten Kampf wahrscheinlich kein Selbstläufer für Wilder…
    …aber eben leider nicht der Fight, den die Leute sehen wollen…

    …natürlich muss man auch sagen, dass Ortiz nicht jünger wird und es fraglich ist, ob er sich für so einen Fight nochmal ausreichend motivieren kann…

  3. 30. Mai 2019 at 05:12 —

    Ich denke, dass die momentane HW-Szene innerhalb des Boxgeschäfts, zusammen mit dem Leicht- und dem Weltergewicht, die interessantesten potentiellen Ansetzungen bietet, wobei das LHW mit Bivol, Gvodzyk, Kovalev und Beterbiev auch nicht ganz schlecht besetzt ist 😉

    Mit das Beste daran ist eben auch, dass es DEN HW-Dominator nicht gibt, alle haben schon mehr oder weniger offen ihre Schwächen gezeigt. Wilder hat keine Technik, Fury wenig Power und Joshua eine schwache Kondition, Ortiz ist alt, Ajagba und Hrgovic sind unerfahren, Joyce ist langsam, Dubois extrem jung, Ruiz und Kovnacki sind fett und Usyk vielleicht nicht stark genug fürs HW. Alle, oder mindestens die Topleute haben aber auch extreme Stärken, bei Wilder sind es die Power und sein Killerinstinkt, bei Fury die Schnelligkeit, bei Joshua die Athletik, bei Ortiz seine Skills im Infight, etc. Deshalb können diese potentiellen Kämpfe extrem unterhaltsam werden, was auf Wilder vs. Ortiz 1 auf jeden Fall zutraf. Bis die Zeit für die Superfights gekommen ist, kann ich mit dieser Ansetzung ganz gut leben.

  4. 30. Mai 2019 at 05:19 —

    Joyce gegen Jennings ist wohl auch fix, am 13. Juli auf der Dubois vs. Gorman Undercard. Auch nicht schlecht, obwohl alles andere als ein vorzeitiger Sieg von Joyce eine Überraschung für mich wäre.

  5. 30. Mai 2019 at 11:39 —

    Wilder vs. Ortiz sollte für Wilder eine Pflicht darstellen. Früher war ein Rückkampf nach “kontroversen” Kämpfen Gang und Gäbe, wenn man der beste im Schwergewicht sein wollte. Wilder stellt sich nun nochmals Ortiz und das, obwohl Ortiz Wilder beinahe besiegt hätte.

    Eine sehr gute Kampfansetzung!

  6. 30. Mai 2019 at 13:37 —

    Hmm….da Fury dieses Jahr wohl kein Interesse mehr an einen Rückkampf mit Wilder hat und Joshua, bzw. Hearn den Kampf gegen Wilder offensichtlich auch nicht wirklich wollen, ist Ortiz noch die beste Option die Wilder ziehen konnte!

  7. 31. Mai 2019 at 21:09 —

    Oritz wird nicht jünger, gegen Hammer ging es auch nur über die Runden. Ich geh nicht davon aus, dass er noch mal nen zweiten Frühling bekommt und Wilder sensationell schlagen wird.

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