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Ortiz besiegt Thomson

Tony “The Tiger” Thomson erlebte im zarten Alter von 44 Jahren seinen ersten Profikampf in seiner Heimatstadt, Washington. Nach einer harten Vorbereitung, wollte er sich mit einem Sieg erneut ins Gespräch für einen WM Kampf bringen. Doch für den ehemaligen Klitschko-Herausforderer reichte es diesmal nicht. Der Kubaner Luis “King Kong” Ortiz gilt als einer der gefährlichsten Schwergewichtsboxer und stellte diesen Ruf erneut unter Beweis. Nach Bryan Jennings musste nun auch “The Tiger” auf die Bretter, wurde bereits in der sechsten Runde aus dem Kampf genommen und hält nun bei sieben Niederlagen.

Luis Ortiz gab sich auch nach seinem klaren Knockout im letzten Kampf mit Bryan Jennings, keine Blöße und besiegte Thompson (40-7,27 Ko’s), der bisher nur von W. Klitschko ausgeknocked werden konnte. Mit einer unglaublichen Amateurbilanz mit kaum Niederlagen und diversen Kämpfen für das kubanische Nationalteam, war es bis vor kurzer Zeit nahezu unmöglich für Ortiz (25-0,22 Ko’s), namhafte Gegner zu bekommen.

Gründe dafür sind seine Athletik, seine Technik und die Knockoutpower. Ortiz boxt aus der Southpaw-Stellung und dominiert seine Gegner mit einem blitzschnellen effektiven Jab gefolgt von einer brachialen linken Gerade. Diese Attribute machen es Promoter GoldenBoy alles andere als einfach, attraktive Gegner zu finden.

Der Kampfverlauf gestaltete sich einseitig. Der etwas lahme “Tiger” war ständig unter Druck, musste weite Wege gehen und ging bereits in der ersten Runde zu Boden. Dem sympathischen Amerikaner gelang es den erneuten Niederschlag zu vermeiden und lieferte dem unbändigen Kubaner einen harten Kampf. Ortiz dominierte, nahm aber viele unnötige Treffer seines Gegners. Mit dem Gong zur dritten Runde schlug er Thompson erneut zu Boden. Dieser wirkte nach dem erneuten Niederschlag entmutigt und schlich in seine Ecke zurück. Das hatte sich Thompson im ersten Kampf vor Heimpublikum anders vorgestellt.

Das Ende kam dann in der sechsten Runde und dem dritten Niederschlag. Mit 88 Treffern bei 250 Schlagversuchen (35 Prozent) zeigte Ortiz eine für seine Verhältnisse durchschnittliche Trefferquote. Mit knapp 19 Prozent Trefferquote (43 von 221) ist der Amerikaner Thompson in dieser Statistik genauso eindeutig unterlegen wie im gesamten Kampfverlauf.

Für den kubanischen Boxer soll es bereits am siebten Mai ein Comeback im Ring geben. Im Gespräch für diesen Kampf auf der Undercard von Canelo Alvarez gegen Amir Khan, ist der Russe Alexander Ustinov (33-1,24 Ko’s).

Luis Ortiz:
“You still haven’t seen the best of me, you have not seen the best of ‘King Kong.’ I am ready for anyone in the ring any time.”

Im Vorkampf besiegte Jessie Vargas (27-1,10 Ko’s) den leicht favorisierten und bis dahin unbesiegten Sadam Ali (22-1,13 Ko’s). Der 26-jährige Vargas lieferte eine sehr gute Leistung und schlug seinen Gegner nach neun ausgeglichenen Runden KO.

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31 Kommentare

  1. 8. März 2016 at 08:17 —

    Tja, das war nichts von Thompson, hat wohl nicht bedacht das Ortiz Rechtsausleger ist!?
    Bin zwar auf der einen Seite der Meinung das Thompson das eine oder andere aufstrebende Schwergewichtstalent immer noch ins straucheln bringen kann oder auch gegen Boxer ab der 2. Reihe teilweise bestehen kann, auf der anderen Seite sollte er mit 44 Jahren seine Handschuhe an den berühmten Nagel hängen, denn wirklich gesund kann das nicht sein!

  2. 8. März 2016 at 09:33 —

    mal sehen ob jetzt ustinov kommt. wenn nicht dann konsequent den titel aberkennen!

    • 8. März 2016 at 15:21 —

      Warum kamen von dir nie solche Ansagen als Wladimir mal wieder nicht gegen seinen PH kämpfen wollte?

      Zusätzlich sollte man erwähnen, dass Ustinov den ersten Fight abgelehnt hat – zurecht – da er mehr Zeit zur Vorbereitung wollte als den Monat, den er hätte, wenn der Kampf gekommen wäre.

      Danach war laut WBA Ustinov nicht auffindbar. Boxingscene Headline: “WBA: Alexander Ustinov is MIA, Must Decide on Luis Ortiz”. MIA = missing in action. Zitat aus dem Text: “According to the WBA, they have been unable to locate Ustinov”.

      Du/ man sollte also nicht so tun, als würde Ortiz den Klitschko machen und versuchen die Zeit zur Verteidigung rauszögern, indem er beispielsweise Pianeta boxt.

      Die berichtete Faktenlage spricht Bände und da ist es wohl eher an Ustinov denn an Ortiz, kein Grund also Ortiz den Titel abzuerkennen.

      Sollte Ortiz allerdings den Klitschko Flatterman machen, dann sollte man ihm den Titel aberkennen, das ist aktuell aber weit hergeholt

      • 9. März 2016 at 10:22 —

        wann wollte wladimir denn nicht gegen sein PH kämpfen? gegen wen hat er denn nicht geboxt? gegen povetkin? der selber 2 mal abgesagt hat? gegen pulev? gegen fury?
        außerdem kann man ja auch ustinov den titel als PH aberkennen und z.b. chagaev oder briggs einsetzen

        • 9. März 2016 at 11:52 —

          Nicht fristgerecht gegen Povetkin, als er sogar eine persönliche Bitte an den Verband schrieb zuerst gegen Pianeta zu boxen, obwohl klar gesagt wurde, dass Povetkin nächster ist.
          Gegen Pulev mit 1 Jahr Verspätung.
          Gegen Fury mit halben Jahr Verspätung, zuerst musste da ja noch Jennings geboxt werden.
          Letzendlich hat er sie alle geboxt, aber mit Verzögerung und Verspätung.

          Also Grund genung ihm den Titel abzuerkennen oder das zu fordern, oder nicht? Ortiz “gönnst” du eine Verzögerung ja nicht, ich bin da eher für gleiches Recht für alle.

          Wir sollten hier aber bitte nicht über Wladimir reden. Ich wollte nur aufzeigen, dass es in meinen Augen shcon komisch ist, bei dem einen zu fordern, dass der Titel aberkannt wird und bei dem anderen nichts zu sagen bzw ihnzu verteidigen. Es ist nämlich auch völlig egal, wie oft Povektin absagt, wenn du WM bist und der Verband dir deine PH auferlegt, hast du diese zu machen, als Pflicht des WMs etc pp. Aber wie gesagt, Thema bitte nicht größer machen, ist doch schön mal HW Themen zu haben ohne stundenlang über Klitshcko zu schwafeln

          • 9. März 2016 at 13:08

            wobei man schon festhalten muss, dass die situation mit 4 wm titeln schon eine andere ist als mit nur einem. ich bin dafür eine klare frist zu setzen für die verhandlung von ortiz, ustinov, browne und oquendo. auch mit purse bid. wer kneift verliert seinen platz im turnier und falls er einen hat auch seinen titel! das gleiche dann auch bei klitschko fury!

          • 9. März 2016 at 13:53

            Naütlich ist es bei mehr Titeln schwieriger.

            Das ändert aber nichts dran, dass viele PHs verspätet waren und das hatte vornehmlich damit zu tun, dass man sich entschied Flaschen zu boxen.

            Da muss man dann – genauso klar wie du hier bei Ortiz/ und anderen – sagen, dass Fristen dazu da sind sie einzuhalten. Wer 4 Gürtel hält, hält auch deren Pflichten, du musst dann fristgerecht verteidigen und kannst dir dann eben keine Pianetas, Mormecks und wie sie alle heißen erlauben.

          • 9. März 2016 at 14:00

            da wiederspreche ich dir nicht. nur sollte einfach auch klarer geregelt sein was passiert wenn man mehrere gürtel hält und zwar bei allen verbänden. bei 1 gürtel z.b. 12 monate freis für phs. bei 2 gürteln 18 monate und bei 3 24 und bei 4 dann vielleicht 30 oder so ähnlich. an diese regeln sollte man sich dann halten und sogar im fall einer verletzung z.b. eben den status erimitus champ nutzen und den titel neu ausboxen. der erimitus kann dann jederzeit zum PH werden und muss dann innerhalb der fristen geboxt werden. einzig solche geschichten wie bei oquendo können die fristen verlängern. denn für die gerichtsentscheidung kann weder der verband noch der boxer etwas. wobei man beim verband ja einfach definieren könnte oquendo ist jetzt contender nr.1 und muss also in der frist geboxt werden. die anderen müssen eben hinten anstehen!

  3. 9. März 2016 at 09:55 —

    Es ist doch wohl er so, das die anderen vor Ortiz den Schwanz einziehen und keine Eier beweisen.
    Ich glaube das er gegen alle amtierenden Titelhalter bestehen würde.
    Browne würde er locker schlagen! Was dann kommt mal sehen, glaub aber nicht das er gegen jemanden kneifen würde.

  4. 9. März 2016 at 16:23 —

    Glaubt was ihr wollt, aber Ortiz ist nichts weiter als eine etwas fettere, größere und vielleicht etwas härter schlagende Version von Ruslan Chagaev. Sein aufgeblasener und nicht nachprüfbarer Amateurrekord (einen wirklich bedeutenden Titel hat er nie gewonnen) von angeblich 343-19 soll einschüchtern und ihn, wie etwa Kovalev und GGG, als tödliche Walze im Ring erscheinen lassen. In Wirklichkeit ist er langsam auf den Beinen, konditionsschwach, für seine Größe zu fett und hat außer seiner wirklich powervollen Linken absolut nichts besonderes zu bieten.

    Ustinov sollte den Kampf mit bisschen mehr als drei Wochen Vorbereitungszeit akzeptieren und dass er bzw. Warren es nicht getan haben, war nur recht und billig! Wieviele Southpaws gibt es denn in den Top 15-20, mit denen man ein vernünftiges Sparring bekommt als Preparation für Ortiz? Richtig, außer Ortiz genau einen, nämlich Traver, da Chagaev selbst zu tun hatte und Hardcore Mansour und Szpillka noch mit Wundenlecken aus ihren letzten Fights beschäftigt sind. Darüber hinaus hätte Ustinov nach Washington fliegen müssen, die Anpassungszeit hätte noch mal eine Woche gedauert, und ein bisschen Promotion muss ja auch noch sein. De la Hoya ist ja nicht blöd, er weiß genau, wie er mit solchen billigen Tricks seinen Fighter als die ultimative Bedrohung für das HW erscheinen lassen kann. Und er hat Erfahrung darin, wie man so etwas macht: Noch vor drei Jahren hat keiner einen feuchten Fick darauf gegeben, wer Ortiz ist und gegen wen er kämpft, denn da gab es noch die große amerikanische Hoffnung Deospray Wilder im Stall von GBP. Dann kam der Split mit Haymon/Schäfer – Oscar sowie HBO brauchten ganz dringend Ersatz und fanden ihn in dem Kubaner.

    Leider kann man heute nicht unbedingt davon ausgehen, dass Fighter immer alles geben, um zu gewinnen. Das war bei Scott ganz offensichtlich gegen Chisora und Wilder so und jetzt am Samstag bei Thompson gegen Ortiz. Thompson ist die 15 Minuten von seinem Haus in das Venue geschlurft, hat sich hingelegt und abkassiert. Was sagen uns solche Fights über die Stärken der Gegner aus? Richtig – nichts, absolut nichts.

    • 9. März 2016 at 18:17 —

      fettundmuskeln vor dem Kampf:
      Zu Thompson – endlich ein vernünftiger Gegner, warum nicht gleich? Er wohnt doch grad ums Eck, aber er musste sich erst selbst ins Gespräch bringen, um Beachtung zu finden. […] Tony kennt jedoch eigentlich nichts anderes als Short-Notice-Fights und ist dafür immer erstaunlich fit. Wenn Ortiz es schafft, ihn auszuknocken, kann man ihn definitiv ernst nehmen.

      fettundmuskeln nach dem Kampf:
      Thompson ist die 15 Minuten von seinem Haus in das Venue geschlurft, hat sich hingelegt und abkassiert. Was sagen uns solche Fights über die Stärken der Gegner aus? Richtig – nichts, absolut nichts.

      fettundmuskeln vor dem Kampf:
      […] und deshalb hat Ortiz für mich auch noch nix bewiesen außer dass er ein gut ausgebildeter und technisch starker HW ist – aber welcher Kubaner kann das nicht von sich behaupten?

      fettundmuskeln nach dem Kampf:
      […]aber Ortiz ist nichts weiter als eine etwas fettere, größere und vielleicht etwas härter schlagende Version von Ruslan Chagaev

      Digger Stubble schreibt jetzt:
      Dir wurde mehrfach erklärt, das Ortiz sehr ernst zu nehmen ist und Dir wurde auch mehrfach erklärt, WARUM Ortiz sehr ernst zu nehmen ist.

      Büroangestelltensohn vor dem Kampf:
      Es gibt hier 3 Expertengrade,[…]
      und drittens, diese bemitleidenswerten, beratungsresistenten Medienopfer,[…]

      • 9. März 2016 at 22:06 —

        gegeben 😀

      • 10. März 2016 at 10:29 —

        Digger,
        mach mal halblang,
        ich kann ja nur für mich sprechen
        aber wenn ich in 40-50 Jahren
        so alt bin wie fetti jetzt,
        dann will ich auch nicht haben,
        dass jedes Wort von mir
        auf die Goldwaage gelegt wird,
        du nimmst doch auch nicht alles ernst,
        was Grandpa Simpson von sich gibt, oder?

        • 10. März 2016 at 13:52 —

          Du bist also vier?

          Na, für ein bisschen älter hätte ich dich schon gehalten, eher zwischen 14 und 24.

          Aber im Ernst, wer dieses HW-Trauerspiel am Samstagnacht toll fand, der sollte das Wort „Medienopfer“ lieber nicht in den Mund nehmen. Wobei ich mich, weil ich so doof war und das Ganze nachts um 5.30 live angeschaut habe, tatsächlich in diesem Moment als eines gefühlt habe.

          • 10. März 2016 at 14:20

            Man muss den kampf gegen thompson nicht toll finden. man muss aber bei der aktuellen situation im HW und den gegnern die es da gibt sowie der performance die ortiz seit längerem abliefert einfach akzeptieren, dass er durchaus richtiger wm werden kann. mag sein, dass er limitiert ist aber wer ist das nicht im HW. schau dir mal browne an wie limitiert der ist. wer weis wie lange Klitschko/fury den supertitel weiter halten? wenn sie von der wba gezwungen werden gegen ortiz oder ustinov boxen legen die ihn wohl eher nieder. und schwupp ist browne echter wba wm und den kann ortiz schlagen. keine ahnung was du unter erst nehmen verstehst. vielleicht kann man nur jemand ernst nehmen der das zeug hat alle titel zu vereinen und undisputed champ zu werden. dann würde ich ortiz jetzt auch weniger “ernst” nehmen. wenn man aber unter ernst nehmen versteht, dass er durchaus die chance hat wm zu werden dann sollte man ortiz durchaus ernst nehmen!

          • 10. März 2016 at 15:22

            @ Brennov

            Gute Einschätzung, aber warum sollte Ortiz für die Titelvereinigungen zu limitiert sein? Anders gefragt, warum sollte Wilder, Povetkin, Fury, oder Haye zu limitiert sein, um alle Titel des Schwergewichts zu vereinen?

            Tyson war extrem limitiert. Ali war limitiert und Lewis war auch limitiert. Die Kunst eines richtig guten Schwergewichtlers besteht nicht darin, nicht limitiert zu sein, sondern sein Limit kompensieren zu können.

            Als Beispiel:
            Wilders Limit hätte ich spätestens gegen Stiverne kommen sehen, aber Wilder hat ein Megaselbstbewusstsein und ein solches ist gerade im Schwergewicht häufig entscheident. Fury spricht dieselbe Sprache.

            Jetzt frage ich mich noch, wer denn den Fight Ortiz vs. Thompson so toll fand? Wer hat das gesagt oder geschrieben?
            Ich lese hier lediglich, dass Ortiz Thompson KOtisiert hat. Ortiz hat nicht mehr getan, als unbedingt nötig. So wie gegen Jennings, aber er hat Jennings und Thompson souverän beherrscht, sie gelockt und schachmatt gesetzt. Was soll er noch machen. Mich erinnert Ortiz an Lewis, der hat auch nur das gemacht, was absolut nötig war.

          • 10. März 2016 at 15:47

            hm nach deiner letzten einschätzung überschätzt du ortiz dann glaube ich doch etwas. ich halte ihn für einen guten top 10. aber ich sehe doch 4-5 boxer die derzeit klar vor ihm stehen! vorallem fury, klitschko, wilder, povetkin! aber mal sehen wie er seinen weg weiter geht. ich hoffe er boxt und schlägt jetzt ustinov und dann mal sehen ob es zum kampf gegen fury/klitschko kommt!

          • 10. März 2016 at 16:16

            […] aber ich sehe doch 4-5 boxer die derzeit klar vor ihm stehen! vorallem fury, klitschko, wilder, povetkin! […]

            Solange Ortiz nicht gegen einen der vier boxt, lässt sich auch nicht sagen, ob einer der vier besser oder schlechter ist. Deine Sicht, dass Du die vier klar vor Ortiz siehst, ist völlig legitim, aber ich würde gerne von Dir wissen, worin siehst Du die Vorteile der anderen gegenüber Ortiz und die Nachteile Ortiz’ gegenüber der anderen?

            Vielleicht kannst Du ja auch ein paar Quervergleiche zu allen Fünfen aus Deiner Sicht abgeben. Mich würde es interessieren!

          • 10. März 2016 at 19:27

            Klitschko: Erfahrung, Athletik, Physis und leicht beim Punch; Jab!
            Fury: Beweglichkeit, Physis, Selbstvertrauen, Variabilität
            Povetkin: Technik, Erfahrung
            Wilder: Physis, Punch, Athletik, Beweglichkeit

          • 12. März 2016 at 08:29

            Um nicht falsch verstanden zu werden:
            Jeder der von Dir genannten Boxer könnte Ortiz besiegen, aber ich glaube auch, dass Ortiz jeden den von Dir genannten Boxer besiegen könnte. Das begründe ich folgendermaßen:

            Southpaw – Da gibt es nicht viele im aktuellen Schwergewicht, was es recht schwierig macht, sich auf Ortiz vorzubereiten. (+)

            Effizienz – Ortiz studiert seinen Gegner, während er ihn bearbeitet. Er lockt seine Gegner in die Falle, ohne selbst viel einstecken zu müssen. (++)

            Genauigkeit – Ortiz schlägt sehr genau, wodurch er seinen Gegner konsequent zermürbt (++)

            Jab/Punch – Meines Erachtens verfügt Ortiz über den variabelsten Jab, den er mit einem genauso variablen Powerpunch kombinieren kann (++)

            Reichweite (213cm !!!) – Bei 193cm hat Ortiz eine größere Reichweite als Joshua (+++)

            Muskeln – Ortiz wirkt fett, aber er ist eher wie ein Stier mit Fettschicht (++)

            Intelligenz – Ohne wirklich zu wissen, wieviel Kämpfe er wirklich bestritten hat, erkennt man sofort, dass Ortiz ein sehr gutes Auge dafür hat, was im Ring passiert und er hinterlässt immer den Eindruck, die Geschehnisse in seinem Interesse zu lenken. (++)

            Footwork/Geschick – Ortiz dürfte über die beste Beinarbeit verfügen, welche ich im Schwergewicht kenne. (+++)

            Instinkt – Ortiz will seinen Sieger besiegen, um jeden Preis. Er ist stets darauf fokussiert, seinen Gegner bis zum KO zu zermürben. Er sieht die Schwächen seines Gegners und nutzt sie gnadenlos aus. (++)

            Beweglichkeit – Obwohl Ortiz aussieht wie 50 und ich kaum glauben kann, dass er erst 36 ist, ist er sehr beweglich und reaktionsschnell. (++)

            Den einzigen wirklichen Nachteil, den ich bei Ortiz erkennen kann, bzw. nicht richtig einschätzen kann, ist seine Kondition. Ich weiss nicht genau, wie er seine Kräfte einteilen kann und reagiert, wenn er unter Druck gesetzt wird. Manchmal macht er den Eindruck, als würde er dem Ende nahe sein, aber dann macht er die Türe zu und geht nach Hause. Aus diesem Grunde, gepaart mit seinem Alter, könnte ich mir vorstellen, dass seine Kondition seine einzige Schwäche ist. Ansonsten ist Ortiz für mich einer der perfektesten Schwergewichtler und ich frage mich, warum der erst jetzt so richtig im großen Geschäft auftaucht?

            Nein, das ist kein gehype. Ich bewundere Povetkin für seine Technik und Fury für seine Unkonventionalität. Haye für seine Schnelligkeit und Wilder für seine Power. Ortiz wäre mir vielleicht durch die Lappen gegangen, wenn mich fettundmuskeln nicht auf ihn aufmerksam gemacht hätte.

        • 10. März 2016 at 15:00 —

          Wer sich selbsternannter Boxexperte soweit aus dem Fenster lehnt, aber legitime Fragen mit Beleidigungen und Widersprüchen beantwortet und jede Logik wie G.W. Bush einfach ignoriert, der muss damit rechnen, dass seine Worte auf die Goldwaage gelegt werden.

          Ausserdem sind seine Ansichten über Ortiz einfach nur fehl am Platze und lassen die Vermutung zu, dass er vom Boxennicht annähernd soviel Ahnung hat, wie er immer vorgibt. Niemand muss Ortiz mögen, aber seine Qualitäten in Frage zu stellen, zeugt von fehlendem Fachverstand.

          Ist er denn schon so alt? Mir kommt er wie ein Jungspund der Googlefraktion vor. Einer der glaubt, dass Goggle echtes Wissen ersetzen kann und dabei ganz vergisst, dass man Wissen immer in einem Zusammenhang betrachten muss.

  5. Ich finde der einzige hier, der ein faires und objektives Urteil über Ortiz aussprechen kann, ist unser Cuba-Fan ‘California’.

  6. 9. März 2016 at 20:22 —

    Ortiz könnte sicher noch etwas mehr trainieren^^, aber welcher Boxer kann das nicht. Hätte Solis wenigstens den Trainingseifer von Ortiz gehabt, wäre er nicht so kläglich in der Elite gescheitert.
    Das HW ist endlich offen und es gibt keinen Boxer mehr, der ein “Überboxer” ist. Der Dominator ist weg, lasst die Spiele beginnen.
    Ein neues Zeitalter bricht endlich heran und ein 36-jähriger Ortiz wird da sicher keine Rolle mehr spielen, weil er einfach zu alt ist. Auch Povektin geht nach dem Wilder-Kampf vielleicht in Rente. Aber genauso kann Wilder von Povektin geerdet werden, es ist doch schön, wenn der Sieger nicht schon vorher feststeht. Das Schwergewicht ist doch immer noch die ehrlichste Klasse aller Gewichtsklassen. Kein gedoptes Dehydrieren, sondern einfach ich hab das Gewicht und bin dabei.
    Weder Wilder, noch Fury, noch Povektin, noch Ortiz, noch Joshua werden die großen Dominatoren werden, dafür haben alle genannten einfach zu viele Schwächen , um diese Rolle auszufüllen. Wollten wir das nicht immer alle ?

  7. 10. März 2016 at 16:45 —

    Weder Wilder, noch Fury, noch Povektin, noch Ortiz, noch Joshua werden die großen Dominatoren werden, dafür haben alle genannten einfach zu viele Schwächen…

    Die da wären?

    • 10. März 2016 at 22:11 —

      digger
      fangen wir doch mit der deckung an, da wäre der Panda am besten, dafür geringe schlagkraft, wohl auch der körpergröße geschuldet.
      wilder und fury : wilde schwinger, energieverschwendung, aber erfolgreich.
      ortiz macht nur das nötigste, aber effektiv.
      und joshua kassiert einfach zu viele treffer.
      wäre das ein 5er turnier, wäre ortiz ( für mich) der sieger, im endkampf gegen joshua.

      • 12. März 2016 at 08:28 —

        Für mich eine realistsiche Einschätzung. Warum?
        Siehe weiter oben.

      • 12. März 2016 at 10:38 —

        Naja, zuerst mal würde es doch von den Ansetzungen abhängen, wer da auf wen im Finale treffen könnte..
        Ich würde momentan in diesem fiktiven Turnier Fury und Povetkin favorisieren.. Im direkten Duell dieser Beiden wäre Fury mMn leicht zu favorisieren, da er stilistisch von allen genannten wohl der wäre, der dem Russen am wenigsten liegt..
        Ortiz und Wilder wären für mich eher Aussenseiter, die aber trotzdem für jeden eine reale Gefahr darstellen würden und immer die “puncher´s chance” hätten..
        Deine Einschätzung bezüglich Povetkin kann ich nicht ganz nachvollziehen.. Povetkin ist den anderen technisch weit überlegen, aber wo siehst Du bei ihm die beste Deckung..? Würde ich eher als eine der Schwächen des Russen einstufen, vor Allem tendiert er dazu, Jabs vermehrt mit dem Gesicht zu “blocken”..
        Povetkin verfügt wiederum mMn über eine durchaus hohe Schlagkraft, er kann mit einzelnen Treffern mehr Schaden anrichten als z.B. Fury… Demnach eher weniger der Körpergröße geschuldet.. 😉

      • 12. März 2016 at 10:43 —

        Achja, wie kommst Du darauf, Wilder und Fury bezüglich “Wilde Schwinger” in eine Kategorie einzustufen..???
        Wilder ist da unbestritten und mit großen Vorsprung No1, aber Tyson Fury und wilde Schwinger..?

        • 12. März 2016 at 10:53 —

          Meine Plätze 2-5 bezüglich “Wilde Schwinger” belegen Leapai, Mansour, Stiverne, Muralimov..

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