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Omar Figueroa stoppt Michael Perez in sechs starken Runden

Mit Michael Perez und Omar Figueroa trafen am Freitagabend zwei zuvor ungeschlagene amerikanische Leichtgewichtler in Kalifornien aufeinander. Am Ende behielt nur der 22-jährige Figueroa seine weiße Weste, da er sich durch einen Abbruchsieg nach der sechsten Runde durchsetzte.

Schon früh in der ersten Runde entwickelte sich ein sehr gutes, interessantes Gefecht. Perez versuchte mit einem starken Jab den Kampf auf Distanz zu halten und in der Halbdistanz ansonsten viel zum Körper zu gehen. Figueroa hingegen versuchte die Distanz zu verkürzen und ein hohes Tempo vorzulegen, dem Perez aber gut standhielt. Der 21-Jährige sicherte sich wohl die erste Runde durch die besseren Treffer, obwohl auch Figueroa gute Arbeit verrichtete. Auch in Runde Zwei kontrollierte Perez das Geschehen indem er den heranstürmenden Figueroa häufig souverän abkonterte und zudem mörderische Schläge zum Körper abfeuerte. Es war jedoch klar zu erkennen, dass Figueroa hier nicht zum Verlieren gekommen war, und unbeirrt drängte der 22-Jährige nach vorne und zeigte eine hervorragende Workrate.

Beide Boxer zeigten warum sie als Profis noch ungeschlagen waren und bewiesen schnelle Hände sowie eine gute Technik. Zwar ließ die Deckung der beiden zu wünschen übrig, jedoch trug dies nur zum hohen Unterhaltungsfaktor des Kampfes bei. In der dritten Runde ließ das mörderische Tempo ein klein wenig nach, blieb aber weiter hoch, und durch einen guten Schlussspurt konnte sich Omar Figueroa seine wohl erste Runde sichern. Der unermüdliche Druck, den Figueroa ausübte, schien jetzt bereits Wirkung zu zeigen, da sich Perez beinahe die komplette vierte Runde im Infight stellen ließ und dort den Kürzeren zog. In den letzten 30 Sekunden der Runde gelang es Figueroa sogar mit der Vielzahl der Treffer Perez richtig weh zu tun. An den Seilen gestellt verbarrikadierte sich Perez am Schluss nur noch hinter seiner Deckung um die Runde irgendwie auf den Beinen zu überstehen.

Figueroa, der regelmäßig zwischen der Normal- und der Rechtsauslage wechselte, hatte auch in Runde Fünf weiterhin kaum Probleme in die Nahdistanz zu gelangen und dort seine Fäuste fliegen zu lassen. Den Körperschlägen von Perez schien inzwischen die Power zu fehlen, während die Treffer, die Figueroa, der ebenfalls sehr viel zum Körper ging, landete, klare Spuren bei Perez hinterließen. Im sechsten Durchgang bewegte sich Perez wieder besser durch den Ring um die Runde eng zu halten und den Abstand auf den Punktkarten überschaubar zu halten, auch wenn Figueroa erneut ein starkes Ende zu der Runde hinlegte.

Die Punktkarten sollten dann allerdings keine Rolle mehr spielen, als der sehr unterhaltsame Kampf ein plötzliches, unerwartetes Ende fand. Denn zwischen der sechsten und siebten Runde entschied sich die Ecke von Michael Perez dazu das Handtuch zu werfen, nachdem ihr Boxer wohl am Ende der sechsten Runde durch einen Körpertreffer stärker angeschlagen war, als es ihm anzusehen war. Zum Zeitpunkt des Abbruchs hatten die Punktrichter Figueroa mit 58-56, 59-55 und 60-54 vorne.

In seinem siebzehnten Profikampf verlor Michael Perez damit das erste Mal. Auf der anderen Seite verbuchte Omar Figueroa seinen vierzehnten Sieg im fünfzehnten Kampf bei einem Unentschieden. Sein bereits elfter KO-Sieg ist zudem sein bislang wohl imposantester und dürfte ihn sowohl in den Ranglisten als auch im Ansehen bei den Fans einen großen Schritt nach vorne gebracht haben.

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