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Olympiasieger im Schwer- und Superschwergewicht – Start für erfolgreiche Profikarrieren?

Jeder kennt solche Namen wie Joe Frazier, George Foreman, Odlanier Solis oder Wladimir Klitschko. Sie alle waren Olympiasieger im Schwer- bzw. Superschwergewicht und konnten bzw. können aktuell auch als Profis eine Weltkarriere vorweisen. Es ist aber nur ein kleiner Teil der Olympiasieger in diesen Gewichtsklassen, die als Profis derart erfolgreich waren. Eine gar nicht kleine Anzahl von denen, die im Schwergewicht Gold holten, war als Profis erfolglos oder hat eine Laufbahn als Berufsboxer erst gar nicht gestartet.

Die ersten Olympiasieger im Schwergewicht

Die ersten Olympischen Spielen mit einem Boxturnier waren die Spiele in St. Louis von 1904. Im Schwergewicht  (1904  auf über 71,67 kg festgelegt) kämpften nur vier Boxer, die sämtlich aus den USA kamen, um die Medaillen. Erster Olympiasieger der Boxgeschichte im Schwergewicht wurde Samuel Berger, geboren am 25. Dezember 1884. Er stammte aus Chicago  und  war jüdischen Glaubens. Berger war mit seinen 191 cm für die damalige Zeit recht groß gewachsen und auch hinsichtlich  seines Gewichts mit heutigen Maßstäben als Schwergewichtler anzusehen. Berger siegte im Semifinale über Charles Mayer und schlug im Finale William Michaels in der dritten Runde KO. Nach seinem Olympiasieg ging er zu den Profis, war dort aber wenig erfolgreich: Er trug in noch nicht einmal zwei Jahren vier registrierte Kämpfe aus, von den er drei, allerdings gegen relativ unbedeutende Boxer, durch Knockout gewann. Nach seiner kurzen Boxkarriere erwarb er ein Geschäft für Textilien, trat aber dann wieder ans Licht der Öffentlichkeit, als er Manager des späteren Weltmeisters im Schwergewicht, James J. Jeffries, wurde.  Samuel Berger starb 1925 mit 41 Jahren in San Franzisco.

Vier Jahre später, bei den Spielen in London 1908, siegte in durchweg überzeugender Manier der 1884 geborene  Brite Albert Oldman, der im Schwergewichtsturnier beide Gegner, die er vor die Fäuste bekam, in der ersten Runde ausknockte. Dazwischen hatte er ein Freilos gezogen. Oldman wurde nie Profi; er diente später bei den britischen Streitkräften, dann bei der Polizei in London. Im Jahre 1910 übersiedelte er ins damalige Ceylon (das heutige Sri Lanka) und arbeitete dort im Polizeidienst. Oldman verstarb 1961 im Alter von 76 Jahren.

1912, bei den Spielen in Stockholm, entfiel das Boxturnier, weil in Schweden zu dieser Zeit ein Boxverbot herrschte. Wegen des Ersten Weltkriegs  wurden erst 1920 in Antwerpen die nächsten Olympischen Spiele ausgetragen. Wiederum siegte im Schwergewicht, das jetzt auf ein Gewicht über 79 kg festgelegt worden war, ein britischer Boxer. Der aus London stammende Ronald Rawson schlug im Finale den Dänen Sören Petersen.  Auch Rawson stieg nach seinem Olympiasieg nicht ins Profigeschäft ein. Er blieb Amateur, und da absolut erfolgreich, denn die nach seinem Olympiasieg folgenden Kämpfe gewann er  durchweg, und darüber hinaus – abgesehen von einem Kampf –  durch Knockout. 

Der Olympiasieger im Schwergewicht von Paris 1924, der Norweger Otto von Porat, konnte sich in seiner Zeit als Profi, die von 1926 bis 1934 dauerte, nie wirklich im Profigeschäft durchsetzen. Er verlor gegen die damals zur Weltspitze zählenden Schwergewichte Paolino Uzcudun und Young Stribbling nach Punkten. Der einzige Weltranglistenboxer, den er schlagen konnte, war Battling Levinskiy.

Frazier, Foreman und der „Feigling“ Johansson

Auch von den nachfolgenden Olympiasiegern im Schwergewicht sind es verhältnismäßig wenige, die auch als Schwergewichtsprofis ganz oben mitmischten. Zum Beispiel hat sich der bislang einzige deutsche Olympiasieger  im Schwergewicht, Herbert Runge, der 1936 in Berlin Gold holte,  im Profigeschäft nie erfolgreich etablieren können. Dies gilt auch für den US-Amerikaner Pete Rademacher, den Sieger  1956 in Melbourne im Schwergewicht.

Man kann davon ausgehen, dass erst ab den Spielen 1964 in Tokio Schwergewichtsolympiasieger gekrönt werden, die auch als Profis einem Massenpublikum bekannt wurden. Weltberühmtheit erlangten  Joe Frazier, Olympiasieger von 1964, und George Foreman, der 1968 in Mexiko nicht zu schlagen war. Muhammad Ali war nie Schwergewichtsolympiasieger, sondern siegte 1960 im Halbschwergewicht. Floyd Patterson boxte noch im Mittelgewicht, als er 1952 in dieser Gewichtsklasse Olympiasieger in Helsinki wurde. Bei diesen Olympischen Spielen erlebten die Zuschauer im Schwergewichtsfinale einen der größten Skandale in der Geschichte Olympias, als der schwedische Finalteilnehmer Ingemar Johansson, der mit Ed Sanders aus den USA um den Olympiasieg kämpfte, disqualifiziert wurde, weil er nach Meinung des Ringrichters keine Kampftätigkeit aufnahm. Johansson wurde die Silbermedaille aberkannt. Die Medien warfen ihm „Feigheit“ vor. Selbst in der schwedischen Heimat wandten sich die Fans von ihm ab. Die Medaille wurde ihm erst lange Zeit später nachträglich zugesprochen. In seiner Profizeit ab 1952 knockte  Johansson im Jahre 1959  Floyd Patterson aus und wurde Schwergewichtsweltmeister. Eine der größten Sensationen der Boxgeschichte.

Zu Frazier, Foreman, Johansson und Ali gibt es in der Rubrik „Boxgeschichte“ ausführliche Biographien.

Olympiasieger im Schwer- und Superschwergewicht der jüngeren Boxgeschichte  – und ihre Profikarrieren

Im Folgenden werden Ray Mercer, Lennox Lewis und Odlanier Solis, die als Schwer- und Superschwergewichtsolympiasieger  auch als Profis Geschichte schrieben, beispielhaft kurz beschrieben. Wladimir Klitschko, der 1996 Olympiasieger im Superschwergewicht wurde, und Lennox Lewis, Olympiasieger von 1988, werden in späteren Artikeln ausführlicher behandelt.

Seit den Olympischen Sommerspielen 1984 in Los Angeles wurde das Olympische Boxturnier um die Gewichtsklasse „Superschwergewicht“ (ab 91 kg) erweitert. Erster Olympiasieger im Superschwergewicht wurde Tyrell Biggs, dessen spätere Profilaufbahn relativ erfolglos verlief. Im Übrigen profitierte er davon, dass die kubanischen Boxer nicht am Turnier teilnahmen und somit die Schwergewichtslegende Teofilo Stevenson nicht antreten konnte.

Ray Mercer, Olympiasieger im Schwergewicht von Seoul 1988

Mercer, geboren 1961 in Jacksonville im US-Bundesstaat Florida, wird erstmals 1988 US-Meister im Schwergewicht (bis 91 kg) und von den Verantwortlichen in die nordamerikanische Boxstaffel für die Olympischen Spiele in Seoul aufgenommen. Dort siegt er im nach einem Erstrunden-RSC gegen den Tschechen Rudolf Gavenciak  im Viertelfinale über Luigi Gaudiano aus Italien in der ersten Runde durch Knockout. Auch das Semifinale gegen den Niederländer Arnold Vanderlyde beendet er vorzeitig. Im Finale knockt er Baik Hyun-Man in der ersten Runde aus. Der Olympiasieg hat aber einen etwas schalen Beigeschmack, weil die starken und sieggewohnten Kubaner die Olympischen Spiele boykottierten. In seiner Amateurzeit siegte er in 64 Kämpfen und verlor nur sechs.

Mercer als Profi

Ende Februar 1989 geht er ins Profilager. Nach 16 siegreichen Kämpfen, die meisten allerdings gegen eher unbekannte „Aufbaugegner“, steht er im WM-Kampf um die Schwergewichtsweltmeisterschaft des WBO-Verbandes. Sein Gegner in Atlanta-City ist der  italienische Schwergewichtler Francesco Damiani. Mercer siegt in der neunten Runde durch Knockout. Nach Punkten hatte er klar zurückgelegen, konnte aber den Italiener, der dabei einen Bruch des Nasenbeins erlitt, mit einem brutal geschlagenen linken Uppercut ausschalten.  Damiani war übrigens auch dadurch zur einiger Berühmtheit erlangt, weil er bei den Weltmeisterschaften 1982 in München die Schwergewichtslegende Teofilo Stevenson besiegte, im Finale allerdings gegen Tyrell Biggs den Kürzeren zog. Damiani war durch einen vorzeitigen Sieg Anfang Mai 1989 WBO-Champ geworden, wobei anzumerken ist, dass der WBO-Titel in dieser Zeit kaum Bedeutung besaß und auch offiziell einige Zeit nicht anerkannt wurde.  

Nach einem Knockout-Sieg in der fünften Runde im Oktober 1991 über seinen Landsmann Tommy Morrison, der nach vier Runden klar nach Punkten geführt hatte, legte er den WBO-Titel nieder. Wenige Monate später schlägt ihn der alternde ehemalige Champ Larry Holmes einstimmig nach Punkten. Die Beobachter sind sich einig, dass Mercer sich in einer miserablen Verfassung, insbesondere durch mangelnden Trainingsfleiß, befunden habe.  

Nach einigen Siegen, aber eher über wenig bedeutende Kontrahenten, wird ihm am 20. Mai 1995 Evander Holyfield vorgesetzt. Holyfield siegt einstimmig nach Punkten, aber Mercer hat sich mit dem Kampf den Respekt der Fans und auch der Experten erworben. Auch im nachfolgenden Kampf gegen Lennox Lewis siegt der Brite eher knapp, und Mercer kann für sich in Anspruch nehmen, über weite Strecken gegen den Mann bestanden zu haben, der das Schwergewicht bis ins neue Jahrtausend hinein mitbestimmen sollte.

Nach einer Serie von vorzeitigen Siegen fordert Mercer, der mittlerweile die Vierzig weit überschritten hat,  den WBO-Titelträger Wladimir Klitschko in Atlantic City heraus. Er ist chancenlos und verliert in Runde sechs vorzeitig. Noch im Alter von 44 Jahren tritt er gegen Shannon Briggs an und wird in der siebten Runde ausgeknockt. Bis ins Jahr 2008 sieht man ihn im Ring. Seinen letzten Kampf kann er mit einem Punktsieg am 05. September 2008, da ist er 47 Jahre, beenden.

Als Profi bestritt er insgesamt 44 Kämpfe; hiervon gewinnt er 36. In 26 Kämpfen siegt er vorzeitig. Sieben Niederlagen sind registriert  bei einem „Unentschieden“.

Lennox Lewis, Olympiasieger 1988 im Superschwergewicht

Die Familie des 1965 geborenen Lewis stammt aus Jamaika. 1977  zieht er mit seiner Mutter nach Kanada. Im Jahre 1983 gewinnt er den Junioren-Weltmeistertitel im Superschwergewicht. In den folgenden Jahren wird er mehrfacher kanadischer Meister. Erstmals nimmt er als 19jähriger an den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles teil, scheitert aber da an Tyrell Biggs, dem späteren Olympiasieger.  Bei den Weltmeisterschaften 1986 in Reno kommt für bereits in der Vorrunde das Aus.

Bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul startet er für Kanada im Superschwergewicht. Im Viertelfinale schlägt er Ulli Kaden aus  München. Ins Finale kommt er durch einen klaren Punktsieg gegen Miroshnichenko aus der Sowjetunion. Dort schlägt er Riddick Bowe in der zweiten Runde durch RSC.

Als Profi startet Lewis für Großbritannien und wird Schwergewichtsweltmeister in mehreren Verbänden. Seine wohl bekanntesten Kämpfe sind die Sensationsfights gegen Evander Holyfield, Mike Tyson  und Vitali Klitschko. Im ersten Kampf gegen Holyfield wurde ein „Unentschieden“ ausgerufen, das aber sehr umstritten war, weil viele den Briten vorne gesehen hatten. Im Refight siegte er zwar, aber dieses Mal hatten viele Holyfield als Sieger ausgemacht. Beide Kämpfe kann man als Fehlurteile betrachten. Im  Kampf gegen Tyson im Jahre 2002 war der Brite deutlich überlegen und siegte durch Knockout in der achten Runde. Fast jeder sah, dass die große Zeit von Tyson endgültig vorbei war.

2003 stellte er sich dem Herausforderer, Vitali Klitschko. Es wurde einer der dramatischsten Kämpfe der Boxgeschichte. Der Kampf  wurde nach mehreren schweren Verletzungen im Gesicht Klitschkos, insbesondere an den Augenpartien, abgebrochen und Lewis zum Sieger erklärt.  Einige Zeit nach dem mühsamen und äußerst umstrittenen Sieg gegen den Ukrainer erklärte Lewis den Rücktritt vom aktiven Boxsport, obwohl er unmittelbar nach dem Kampf einen Refight angeboten hatte.

Eine ausführlichere Biographie von Lennox Lewis wird in der nächsten Zeit folgen.

Odlanier Solis, der Athen-Olympiasieger von 2004 im Schwergewicht

Am 19. März 2011 kämpft in Köln der Olympiasieger von 2008 im Superschwergewicht, der Kubaner Odlanier Solis, mit Vitali Klitschko um die Schwergewichtsweltmeisterschaft des WBC-Verbandes. Nach nicht ganz drei Minuten ist der Fight vorbei: Solis muss einen Treffer an die Schläfe hinnehmen, ist im Rückwärtsgang und fällt, kann auch nicht aufstehen. Klitschko wirft im Ring lauthals dem Kubaner vor, dass er simuliere. Spätere ärztliche Untersuchungen ergeben aber, dass er einen Kreuzbandriss und Meniskus- und Knorpelschäden erlitten hat. Es ist aber nie ganz geklärt worden, ob der Niederschlag durch Schlagwirkung oder durch die beschriebenen Verletzungen verursacht wurde. Solis war in einem Ausscheidungskampf um die WBC-Weltmeisterschaft in Miami  durch einen Disqualifikationssieg gegen Ray Austin aus Cleveland Herausforderer des Weltmeisters geworden.

Ein Jahr später versucht Solis ein Comeback. Er siegt in Texas über den Hamburger Konstantin Airich einstimmig nach Punkten. Er setzt natürlich alles dran, eine weitere Chance gegen einen der Klitschko-Brüder zu erhalten.

Odlanier Solis Fonte, der sich später nur Solis nannte, wird am 05. April in der kubanischen Hauptstadt Havanna geboren. Ende der 1990er Jahre macht er durch Siege bei den panamerikanischen Juniorenspielen in Mexiko und bei den Juniorenweltmeisterschaften in Argentinien auf sich aufmerksam. 1999 schlägt er im Rahmen der kubanischen Meisterschaften sogar die Schwergewichtslegende Felix Savon, und erringt auch danach noch einige Male den kubanischen Meistertitel. Bei den Olympischen Spiele von Sydney 2000 wird er von der kubanischen Führung nicht in den Kader aufgenommen, weil man nach wie vor auf Savon setzt und der Legende die Möglichkeit verschaffen will, sich den dreifachen Schwergewichtstriumpf bei Olympischen Spielen zu sichern.

Erst die Olympischen Spiele von 2004 in Athen bringen ihm das ersehnte Gold. Er tritt da noch mit seinem vollen Namen, Odlanier Solis Fonte, auf und siegt im Halbfinale des Turniers durch RSC  über den Syrer Naser Al Shami. Im Finale schlägt er den Weißrussen Viktar Zuyev deutlich nach Punkten.

Solis ist als Amateur einer der erfolgreichsten Schwer- bzw. Superschwergewichtler. 2001 holt er den Weltmeistertitel im Schwergewicht in Belfast, zwei Jahre später in Belfast. Im Jahre 2005 wird er Weltmeister im Superschwergewicht  (über91 kg) im chinesischen Mianyang. Daneben errang er weitere Erfolge, unter anderem bei den Panamerikanischen Spielen oder im Weltcup. Seine Bilanz als Amateur ist überragend: 227 Siege stehen zu Buche, nur 14 Niederlagen.

Nach seinem Olympiasieg verlässt er Anfang des Jahres 2007 bei einem Trainingscamp in Venezuela  die kubanische Boxstaffel und bittet  mit zwei weiteren Olympiasiegern von 2004 um Aufnahme. Wenig später wird er vom Arena-Boxstall in Hamburg verpflichtet. Ab da boxt er im Profigeschäft.

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32 Kommentare

  1. Shlumpf!
    2. August 2012 at 13:33 —

    Patterson, Ali, Frazier, Foreman, Lewis, Waldimir Klitschko waren Olympiasieger. Holyfield gewann die Bronzemedaille, Bowe gewann Silber.
    Vitali Klitschko war 1996 Favorit auf den Olympiasieg, durfte aber wegen Dopings nicht zu den Spielen.
    Andere wie Joe Louis oder Sonny Liston gewannen das Golden Gloves-Turnier, was einer der größten Titel im Amateurboxen ist.
    Tyson wurde Olympiasieger bei den Junioren und zu der Zeit, als die nächsten olymischen Spiele für Erwachsene waren, war Tyson bereits Profi.

    Unterm Strich: nicht aus jedem guten Amateurboxer wird ein guter Profi, aber umgekehrt waren fast alle großen Namen im Profiboxen sehr gute Amateurboxer.
    (hier habe ich es anhand des Schwergewichts vorgeführt, man kann die gleiche Methode auch in anderen Gewichtsklassen anwenden)

  2. Mr. Wrong
    2. August 2012 at 13:54 —

    Nicht nur WM, sondern Superstars.

    Whitaker (G-84), de la Hoya (G-92), Jones Jr(B-88); normalerweise aber G), Mayweather Jr(B-96), Leonard (G-76)

    Es gibt aber auch krasse Ausnahmen, besonders aus Mexiko bzw. Mittelamerika, wo die Amateurkarriere gänzlich fehlt.

  3. Ferenc H
    2. August 2012 at 15:52 —

    @Adrivo moin ich wollte wissen wann die Wochenendvorschau kommt ich meine heute boxt ja in Südafrica Thomas Oosthuizen.

    Mfg

  4. The big F
    2. August 2012 at 16:22 —

    Tja, um bei den Amateuren erfolgreich zu sein, muss man ”nur” gut boxen können. Aber um bei den Profis erfolgreich zu sein, brauch es ne ganze menge mehr Disziplin, Nehmerqualitäten,Konzentrationsfähigkeit, Willen und ne große Entwicklung, die nicht aus den rudern geraten darf,wie zbs bei Solis.

  5. robbi
    2. August 2012 at 16:34 —

    Stefan härtel hat es ins viertelfinale geschafft!

  6. smokin joe
    2. August 2012 at 17:05 —

    @The big F nicht schlecht dein kommentar.. du hast das boxen verstanden! amateur erfahrung zu haben ist gut aber heisst nicht das ein olympiasieger auch wm bei den profis wird! das ist die reine wahrheit! was viele so genannte boxexperten nicht mal verstanden haben

  7. Tyson Lennox
    2. August 2012 at 18:32 —

    @smokin joe: Nicht ganz, denn er hat nur die eine Seite betrachtet. Man kann aber auch mal sehen, wie´s aussieht, wenn die Amateurkarriere auf niedrigsten Level geblieben ist, ich verweise dabei auf Sauerlands Kneipenschläger Huck und Abraham. Olympioniken wie Dirrell und Ward haben doch im Fall von Abraham gezeigt, wie amateurhaft ein Profi aussehen kann, der keine richtige Amateurkarriere hatte. Viele steigen doch sofort ins Profibusiness ein, weil sie hauen können und denken, dass sie mit ein bisschen Prügeltraining schnelles Geld verdienen.
    Das reicht aber nicht.
    Bei den (v.a. osteuropäischen) Amateuren bekommt man die erwähnte eiserne Disziplin uw.. doch gleich mit, da kann sich unser fauler Proletenmaterialist Abraham noch ne Scheibe von abschneiden 😉

  8. cuba style
    2. August 2012 at 19:46 —

    @tyson sehe ich ähnlich

  9. Smokin Joe
    2. August 2012 at 20:29 —

    @Tyson Lennox Das was du sagst stimmt leider nicht! es ist nur deine sichtweise, aber nicht die Realität! Abraham oder Huck sind keine punktboxer wie sturm oder zbik! Ich weiß nicht ob du schonmal im Boxring warst und einen Profiboxkampf gemacht hast, es ist eine ganz andere Welt als Amateure! Huck hat nur 10 Amateurekämpfe gemacht, und hat Povetkin den hintern versohlt. Wenn der Ringrichter nicht gegen Huck wäre, hätte er Povetkin KO geschlagen. Es gibt noch hunderte beispile in der Boxgeschichte, die das beweisen. Lange rede kurzer sinn: Amateureboxen ist ein punktespiel Profiboxen ein kampf Mann gegen Mann!

  10. The big F
    2. August 2012 at 21:37 —

    @ Tyson Lennox

    Du hast nicht ganz recht mit deiner behauptung. Um als Amateur 3 schnelle runden zu gehen, reicht ein bisschen grundkondition,wenn du auch ne gute Technik hast und etws schnell bist,dann wirst du sehr erfogreich werden als amateur. Aber sich von Klitschko den Jab runde um runde zu fangen und dann auch noch fähig sein zu kontern oder überhaupt 12 runden im ring zu stehen,ohne kopfschutz,bei harten treffern,dass erfordert ein ganz anderes level,dass ein amateur nicht erlernen kann. Ein schlag,kann bei den Profis vernichtend sein, der selbe schlag mit kopfschutz und in den ersten 3 runden, ist nicht halb so vernichtend wie,wenn er in der 7 oder 8 kommt, nach einem harten fight ohne kopfschutz. Also, es sind einfach zwei verschiedene welten, dass amateur und das profi boxen.

  11. Urban
    2. August 2012 at 21:46 —

    Fakt ist, dass die besten und erfolgreichsten Profiboxer fast alle gute bis sehr gute Amateurkarrieren vorzuweisen hatten/haben.

  12. The Ring
    2. August 2012 at 22:42 —

    @Shlumpf

    “Eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles verhinderten jedoch zwei Niederlagen in der nationalen Qualifikation gegen den späteren Olympiasieger im Schwergewicht Henry Tillman. Nur kurze Zeit nach dieser Enttäuschung beendete Mike Tyson seine Amateurkarriere und wurde Profi.”

    Tyson nahm nie an den Olympischen Spielen teil da er auf Grund einer fragwürdigen Punktniederlage in der Qualifikation verlor.

  13. The Ring
    2. August 2012 at 22:52 —

    @The big f, dein Beispiel ist allerdings auch etwas hinfällig, dir ist schon bewusst das der Kopfschutz die Amateure ledeglich vor Schürf- bzw Platzwunden schützen soll,allerdings dämpft er nicht im geringsten die Schläge deines Gegners.

    An sich muss ich “smokin joe” recht geben, eine lange & erfolgreiche Amateurkarriere bedeutet nicht gleichzeitig das man technisch visierter bzw besser ist, was allerdings das Gegenteil nicht ausschliesst (Bsp M. Ali,Andre Ward usw usw).

    Es ist allerdings unausweislich das Profboxer ohne lange Amateurkarriere natürlich nicht das technische Know How bzw die Erfahrung haben bzw nicht “abgebrühter” Boxen als Leute mit mehr Erfahrung,mit Sicherheit gibt es da auch Beispiele die dagegen sprechen aber im Allgemeinen ist es so.

  14. Smokin Joe
    3. August 2012 at 00:04 —

    Das mit dem Kopfschutz stimmt auch nicht. Der ist nur gegen platzwunden zu vermeiden gedacht. Ich will hier jetzt nicht rum prahlen, aber ich habe einpaar kämpfe als profi gemacht, auch als amateure und als die mir die Hände vor dem kampf bandagiert haben und ich die profiboxhandschuhe angezogen habe, dachte ich das ich hände aus eisen habe. Das war so als ob ich keine Handschuhe in den Händen hatte, sondern es nur bandagiert wäre. Ich sags euch jungs, mit den Handschuhen braucht man garnicht soo einen vernichtenden punch wie tyson zu haben. Ich habe einpaar leute KO geschlagen, ohne viel kraftaufwand. Aber wenn man mal selber einpaar kassiert, dann schwillt da sofort was an, oder du merkst richtig wie die schläge weh tun. Nur als info

  15. Dampfhammer
    3. August 2012 at 00:12 —

    interessant – Danke!

  16. Muck
    3. August 2012 at 00:26 —

    Man kann nicht erwarten dass ein Olympiasieger auch automatisch Weltmeister bei den Profis wird.
    Wer aber nicht schon als Amateur Spitzenleistungen,damit sein grosses Talent für eine bestimmte sportart zeigt, wird kaum später als Profi erfolgreich sein.

  17. SergioMartinez
    3. August 2012 at 01:35 —

    Ich denke dass, Boxer die vorher als Amatuere geboxt haben haeufig(nicht immer) intressanter Boxen. Boxen sollte ein Sport sein bei dem Technik ueber Kraft und groesse siegen kann, leider ist es nicht immer so.

  18. The big F
    3. August 2012 at 10:36 —

    Natürlich ist der schlag härter ohne Kopfschutz,aber es kommt auf den Kopfschutz an. Die von den Olympia boxern vermindern die schlagkraft . Das ist Physik ! Das ist wie bei den Handschuhen, ohne soll der schlag auch ca 4 mal härter sein, was ich nicht finde,aber härter ist er auf jeden fall, nur bricht man sich da auch die hand wenn man pech hat, ohne handschuhe. Je dicker die handschuhe, desto weniger schlagkraft hat man, jeh dicker der kopfschutz, desto weniger schaden richtet ein schlag an. Der Kopfschutz ist genau so ein polster das die schlaghärte vermindert. Ihr glaubt es nicht ??? setzt euch einen kopfschutz auf und las.st euch damit schlagen, nimmt ihn ab und las.st euch wieder schlagen und ihr werden den unterschied selber merken ! Aber das mit dem Kopfschutz, ist nur ein Aspekt, es geht auch darum, dass ein Profi in der lage sein muss, bis zu 12 runden konzentriert zu bleiben, egal wie viel er dabei selber wegsteckt. Wieviel leute verlieren ihre Konzentration schon nach 2 bis 3 runden gegen klitschko ? fast alle ! Krasniqi hat bei den Amateuren auch einmal gegen Wladimir gewonnen,als Profi würde ihm das nie gelingen. Ein beispiel. Tyson hat als amateur 2 mal gegen Tillman(goldmedallien sieger 1984) verloren,aber als Profi, hat er ihn mit nur einem Schlag in der ersten Runde Ko geschlagen! Warum ? Weil Tyson eine ganz andere entwicklung als profi durchgemacht hat als Tillam. Profiboxen ist und bleibt was GANZ anderes als amateur boxen. Und wenn ein erfolgreicher Amateur sich nicht EXTREM weiter entwickelt, wird ihm seine amateur Karriere nicht besonders weit bringen.

  19. The big F
    3. August 2012 at 10:46 —

    ”Setzt sich also jeder, der in einen Boxring steigt, einem unkalkulierbaren Risiko aus? Nicht unbedingt. Man muss unterscheiden zwischen Profis und Amateuren. Im Amateurbereich sind die Boxer viel besser geschützt. Sie tragen einen Kopfschutz sowie größere und schwerere Handschuhe, was die Schlagkraft reduziert. ”

    Quelle :

    http://www.planet-wissen.de/sport_freizeit/kampfsport/boxen/wissensfrage.jsp

    !!!

  20. The big F
    3. August 2012 at 10:47 —

    jetzt erzählt hier nicht mehr so einen Müll, ohne Ahnung zu haben .

  21. Alex
    3. August 2012 at 11:30 —

    @ The big F

    Du hast völlig Recht. Beim Amateurboxen ist die Taktik auch sehr wichtig. Beim Profiboxen kannst du mit einer guten Taktik nicht gegen viel stärkere Leute gewinnen. Gutes Beispiel mit Tyson. Ich wusste garnicht dass Tyson 2 mal gegen Tillman verloren hat

  22. Tyson Lennox
    3. August 2012 at 15:18 —

    Du brauchst als Amateur auch Kondition. Die machen zwar bloß 3 Runden, dafür boxen die aber nicht nur alle halbe Jahre und müssen ständig fit sein. Solis konnte es sich ja deswegen nicht leisten, so fett wie als Amateur zu sein.
    Die hohe (und ich betone die hohe, nicht ein bisschen “ich hab auch mal Profi- und Amateur” – hab ich auch) Amateurboxschule der Kubaner oder Osteuropäer ist gerade im Schwergewicht erfolgversprechend. Die meisten dicken Schwabbel, die gegen die Klitschkos antreten sind ja die besagten Kneipenschläger. Bei den Klistschkos, bei Ali, Bowe, Lewis etc. sieht man einfach den boxerischen Klassenunterschied zu solchen Kneipenhaudraufs. Die Osteuropäer sind ja erst seit 2 Dekaden dabei. Und man sieht den Erfolg. Hätte die Osteueropäer und Kubaner die ganze Zeit mitgeboxt, dann wäre neben Ali vermutlich Stevenson “The Greatest” oder eben Felix Savon.
    Die Trainer von Universum und Sauerland – Wo kommen die her? Ausm BRD-Profiboxen? Na, klingelt´s?

  23. Tyson Lennox
    3. August 2012 at 15:19 —

    ich meinte bei Solis “so fett wie als Profi”

  24. Tyson Lennox
    3. August 2012 at 15:26 —

    @the big F: Die Frage, wer sich wie entwickelt, stellt sich erstmal individuell. Ich würde aber die Hypothese aufstellen, dass die Erfolgschancen mit einem Olympiatitel sowohl statistisch als auch kausal höher sind, gerade im Schwergewicht.
    Tyson bildet dabei keine Ausnahme, denn gegen wen hat er denn verloren? Gegen die Olympioniken Holyfield und Lewis. Lewis hatte mit Tyson gespart, ich glaube das war ca. 1984. Tyson wurde daraufhin Profi und Lewis wählte bewusst den anderen Weg. Er selbst sagt, dass er dadurch die boxerischen Mittel hatte um z.B. einen Holyfield oder Tyson zu schlagen und Tyson eben etwas eindimensionaler blieb und zu sehr auf seine Schlaghärte setzte.
    Ich denke, da ist was dran, habe selten einen technisch wirklich versierten Boxer gesehen, der keine Amateurlaufbahn hinter sich gebracht hat.

  25. Tyson Lennox
    3. August 2012 at 15:34 —

    @smokin Joe: Povetkin war einfach nicht fit. Jeder weiß das. Und hat trotzdem gewonnen. Genauso Lebedev. Ein fitter Solis würde ihn ebenfalls easy vorführen. Ich mag Huck, er kann hauen wie ein Pferd und zeigt immer ein großes Herz. Aber er ist halt boxerisch schon ziemlich limitiert, eben WEIL er keine Amateurlaufbahn hatte. Schau Dir dagegen doch mal nen David Haye als Cruiser an, der hat einfach etwas mehr Möglichkeiten´und hätte Huck zum Frühstück verspeist.

  26. Tyson Lennox
    3. August 2012 at 15:44 —

    @smokin Joe: Wahrscheinlich hast Du noch nie wirklich Amateurboxen geguckt und bist noch sehr jung, sonst würdest Du wissen, dass Felix Savon viele spätere Top-Leute ko gehauen hat. U.a. Shannon Briggs, Lewis brauchte dafür ohne Kopfschutz und mit dünneren Handschuhen 5 Runden, Vitali hat´s gar nicht geschafft.
    Schau Dir mal die best-of Olympia 88 an, da siehst Du viele, viele Niederschläge u.a. von Superman Roy Jones Jr. Wer seine Hausaufgaben gemacht hat, weiß: Amateurboxen auf Olympianiveau ist nichts für Weicheier.

  27. Smokin Joe
    3. August 2012 at 15:55 —

    @Tyson Lennox das hat mit fit oder nicht fit nichts zu tun, er war fit wie immer. Da gibt es eine Sache die du nicht gesehen hast: ein schläger lebt von illegalen techniken wie zb kopf runterdrücken und schlagen, mit dem ellenbogen arbeiten usw. so konnte auch Tyson boxen weil der promoter hinter seinem rücken war und der Ringrichter solche sachen nicht verwarnt hatte. Ein Technischer Boxer kennt solche techniken nicht, ein sauberer amateure kennt sowas nicht! Und bis der techniker sagt: hey was macht denn der hier? und guckt den ringrichter an damit er was sagt, kriegt er einen unerwarteten punch auf die fresse und ist schon auf dem boden bevor er was sagen konnte. Wenn man aber versucht so unsauber zu kämpfen ohne einen Promoter hinterm rücken, dann ist man schnell disqualifiziert. So ist das Boxen!

  28. Tyson Lennox
    3. August 2012 at 18:20 —

    @smokin Joe Du schweifst in andere Themengebiete ab. Deswegen nur kurz: Unsauber boxen können auch Amateure bzw. ehemalige Amateure (siehe z.B. Andre Dirrell gegen Carl Froch, Roy Jones Jr. verlor seinen ersten Kampf wegen Nachschlagens usw.), schau Dir doch erstmal Amateurboxen an, ist gerade die beste Zeit zu Olympia 🙂
    Aber schau Dir doch auch mal Felix Savon gegen Briggs, Tua usw. oder auch die alten Klitschko-Kämpfe an. Haye gegen Solis war auch nicht schlecht. Gerade in den höheren Gewichtsklassen kann Amateurboxen attraktiver sein, weil einfach mehr passiert. Schau Dir doch z.B. mal an, mit welchem Tempo Lewis und Bowe Olympiafinale 1988 zu Werke gegangen sind. So ein Tempo kannst Du kaum gehen im Profiboxen. Im Amateurboxen auf Olympianiveau gibt´s nicht diese endlosen Clinches und lahmen Kämpfe wie Austin gegen Solis, da wird richtig geboxt. Ich fände es gut, wenn sie die Profis ebenfalls zum Amateurboxen zulassen würden (inklusive Qualifikation), da gab es schon viele Diskussioen drüber. Aber meist wollen die Profis nicht, dass ihre Boxer gegen die angeblich schlechteren Amateure verlieren…

  29. The big F
    3. August 2012 at 20:31 —

    @ Tyson Lennox

    Bei den Amateuren gibt es durchaus spannende Kämpfe und das Tempo ist auch meist höher als bei den Profis, aber wenn du weist, dass du in 3 Runden, mehr treffen musst als der andere um zu gewinnen, dann brauchst du auch nicht so sehr auf deine Kondition achten, dann schlägst auch auch öfter,dass ist doch normal. Für 3 runden gutes Boxen, musst du nicht mal 20 % so fit sein wie für 12 runden gutes Boxen. Und es ist durchaus denkbar, dass viele gute Profis, bei Oylmpia gegen sehr gute Amateure verlieren würden, aber dann auch nur, weil es ein 3 Runden Kampf ist. Zwischen 3 Runden Boxen und 12 Runden Boxen, sind Welten ! Frazier war in den ersten Runden auch meist bes.er Als Ali und Foreman war in den ersten Runden auch be.ser als Ali und einige Gegner haben Marciano auch am Anfang einige Runden lang beherrscht und die haben auch Joe Lois einige runden am Anfang beherrscht und und und und und …Aber bei den Profis ist es eben was ganz anderes. Du kannst einen guten Amateur nicht ansatzweise mit einem guten Profi gleich stellen. Selbst wenn der Amateur meist ne bes.ser Technik hat oder schneller ist, das macht ihn noch LANGE nicht zum Sieger in einem 12 runden Kampf gegen einen Weltklas.se Profi.Wär der Kampf Pove gegen Huck nur 3 runden gegangen,dann hätte Huck noch viel eindeutiger verloren und hätte Huck mehr Schlagkraft, dann wär Pove KO gegangen.Hätte Huck mehr Herz, wär Pove vllt auch Ko gegangen und hätte Pove weniger Herz,dann wär Pove auch Ko gegangen, hätte Huck nicht so ein gutes Kinn, dann wär er wohl Ko gegangen usw… Das hat dann mit der Amateur Karriere nichts mehr zu tun, es sind andere Faktoren die so einen Kampf entscheiden und einen Champion im Profiboxen ausmachen.. Olympia karriere hin oder her.

  30. Tyson Lennox
    4. August 2012 at 02:54 —

    Big F
    Natürlich kann man 3 Runden Boxen nicht mit 12 Runden vergleichen. Das ist wie einen 3000 Meterlauf mit einem 12000 Meterlauf zu vergleichen. Aber die boxen eben ständig 3 Runden, in viel kürzeren Abständen als die Profis. Dafür brauchst Du auch Kondition.Es gibt genug Aussagen von Profis a la: “Gut dass ich nicht mehr pro Tag 2-3 Kämpfe machen muss, sondern nur 2x im Jahr ran muss”. Du musst als Amateur immer fit sein, eine Nebenkarriere als Politiker (Klitschko), Schauspieler (Tarver) etc. ist in dem Maße nicht drin, wenn Du an den wichtigsten internationalen Turnieren erfolgreich teilnehmen willst.. Ihr unterschätzt anscheinend das Amateurboxen komplett, dabei wurde doch in dem Artikel klar gezeigt, dass die bestimmenden Leute im Schwergewicht später (als Profis über 12 Runden) eben alles Olympioniken waren.
    Die Frage ist schlichtweg: War das Zufall? Die Frage lässt sich auch auf andere Gewichtsklassen übertragen, also: Ist es Zufall dass die Top-Amateure Oscar de la Hoya, Roy Jones Jr., Mayweather Andre Ward usw. auch absolute Dominanz im Profiboxen aufbauen konnten? Oder hat das vielleicht doch ein klitzkleinwenig mit deren exzellenten Amateurschule zu tun? 😉

  31. Tyson Lennox
    4. August 2012 at 02:58 —

    Ich vergaß: Bei der Debatte, ob auch die Profis bei Olympia mitmachen sollten, waren so 5-7 Runden im Gespräch. Das wäre dann ja ein Kompromiß. Aber stellt euch vor, ein toller Profiweltmeister würde dann gegen einen unbekannten Kubaner verlieren. Das wäre gar nicht gut für´s Geschäft. Und darum geht es im Profiboxen, nur darum.

  32. willibill
    4. August 2012 at 17:16 —

    vielen Dank,an T.L. der endlich auch mal erwähnt,wie und wo der Grundstein
    für gute Profis gelegt wird.”Nehmlich in den kleinen Amateurvereinen”,die über viele
    Jahre harte und gute Arbeit verrichten.Und das ganze auch noch kostenlos.
    Denn ohne gute Amateurausbildung,keine gutenProfis!
    Dank an Dich

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