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Oleksandr Usyk neuer WBO-Champ im Cruisergewicht

Mit einem verdienten Punktsieg über Huck-Bezwinger Krzysztof Glowacki konnte sich der Ukrainer Oleksandr Usyk gestern Abend in Danzig den WBO-Titel im Cruisergewicht sichern. Der 29-jährige Olympiasieger von London wurde damit in seinem 10. Kampf zum Weltmeister im Profibereich. Dabei musste er allerdings erstmalig über die volle Distanz boxen. Wer den Kampf noch nicht gesehen hat, wird hier fündig: (Klick) oder (Klick)

Anders als im zweiten WBO-WM-Fight des gestrigen Abends zwischen Alvarez und Smith stand zwischen dem polnischen Titelverteidiger und den ukrainischen Herausforderer kein deutlicher Favorit fest. Usyk reiste zwar mit einer beeindruckenden KO-Bilanz von 100% an, bekam es aber mit Glowacki zum ersten mal mit einem Gegner aus den Top 10 des Cruisergewichts zu tun.

Oleksandr Usyk meisterte seine Aufgabe als Herausforderer mit Bravour. Er fand von Beginn an besser in den Kampf und boxte technisch besser als der Titelträger. Glowacki brauchete erst einige Runden und die Anfeuerung durch das Danziger Publikum. Der Pole kam erst ab der 4. und 5. Runde mit guten Treffern durch. Das Heft des Handelns hatte allerdings Usyk in der Hand, der dem polnischen Weltmeister in der zweiten Kampfhälfte Runde um Runde abnehmen konnte. Der Ukrainer landete nicht nur die besseren Treffer, sondern bewies seine Überlegenheit auch durch eine hervorragende Beinarbeit und Ringintelligenz. Das eingeblendete Voting von Grzegorz Proksa sah Usyk bis zur Schlussrunde nur mit einem Punkt vorne. Den Ausrutscher von Usyk in Runde 12 hätten die polnischen Fans sicher gerne als Niederschlag gewertet gesehen, aber auch das hätte den Ausgang des Kampfes nicht mehr geändert. Die Punktrichter entschieden den Kampf deutlich zu Gunsten des Ukrainers.

Der Höhe des Urteils kann man bei 2x 117:111 von Mickey Vann und Ferenc Budai noch folgen. Das 119:109 von Adelaide Byrd fällt eindeutig zu hoch aus. Oleksandr Usyk hat souverän und verdient gewonnen, auch wenn man 3 oder 4 Runden an Glowacki geben will. Der Titel war für Glowacki verloren. Das wusste auch die Ecke des Polen bereits vor der Urteilsverkündung. Man konnte die Niederlage und den Titelverlust an ihren Gesichtern ablesen.

Für Marco Huck, der sich so sehr ein Rematch gegen Glowacki gewünscht hätte, ist „sein“ ehemaliger WBO-Titel damit endgültig in unerreichbare Ferne gerückt. Selbst wenn es zu einem Kampf gegen Usyk kommen sollte: Mit seinem Holzfällerboxstil wird er gegen den technisch bestens versierten Usyk keine Chance haben. Sowohl Usyk als auch Huck sind Vertragspartner von den Klitschkos. Es ist nicht damit zu rechnen, dass die ihre Boxer jemals gegeneinander kämpfen lassen. Möglich oder vielleicht sogar wünschenswert wäre es allerdings, wenn RTL in Zukunft die WM-Fights von Oleksandr Usyk präsentiert. Besonders viel Auswahl an guten Boxern hat RTL ja sonst nicht mehr zu vorzuweisen.

 

 

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10 Kommentare

  1. 18. September 2016 at 16:57 —

    Da wird es für Huck ganz schön eng mit nem Titel in den großen Verbänden. Und ohne die Sauerland-Mafia im Rücken wird es noch schwerer. Also kann er bei RTL Flaschen boxen., die man vorher hochlobt.
    Usyk ist schon ein guter Junge.Intressant wär ja Ihn gegen einen der Russen Schläger zu sehen.

    • 18. September 2016 at 17:11 —

      Mal sehen wie Huck sich nächste Woche gegen McKenzie schlägt. Er hat gegen die anderen Champs der großen Verbände kaum eine reale Chance. Soll er doch seinen IBO Gürtel noch 2 – 3 Jahre gegen 08/15 verteidigen. Seine bosnischen Fans und das “normale” RTL Trashpubikum werden es schon fressen.

      Ich würde Usyk gerne gegen so einige Boxer sehen. Mairis Briedis, Yunier Dorticos oder auch einen Kampf gegen Krzysztof Wlodarczyk. Ein Kampf gegen Russen Lebedev oder den Kasachen Shumenov kommt vielleicht noch etwas zu früh.

      • Ich kannte Usyk bis gestern Abend leider noch gar nicht. Sein alberner Topf generierte den Eindruck, es handle sich bei diesem ukrainischen Krieger um ein Weibchen der UdSSR Spezies, du weißt wie ich dazu stehe. Sport Bh’s haben nichts im Ring zu suchen.

        Usyk braucht keine Vorbereitungszeit für irgendeinen anderen Cruiser, der ist ganz oben.

      • 19. September 2016 at 09:17 —

        gegen bellew wäre huck für mich favorit.

  2. 19. September 2016 at 10:44 —

    Ich bin mir fast sicher, dass Usyk im Cruiser alles aus dem Weg räumt.. Shumenov ist chancenlos und auch gegen Lebedev dürfte er nicht verlieren.. Er ist technisch viel zu versiert, außerdem hat er in der WSB im Schwergewicht geboxt und Gegner geschlagen die 30kg mehr gewogen haben als er.. Z.B. Tony Yoka der gerade Olympiasieger im Superschwergewicht geworden ist.. Ich hoffe mal die lassen Usyk gegen Huck Boxen…:) …vielleicht macht es Klitschko ja möglich???!!!!

    • 20. September 2016 at 00:46 —

      Mairis Briedis wäre ne harte Nummer für Usyk.. Lebedev denke ich auch..

  3. 19. September 2016 at 11:09 —

    Interessanter Kampf der auch mal wieder gezeigt hat das Glowacki gegen technisch versierte Boxer nur wenig ausrichten kann, besonnders wenn seine Schlagkraft nicht zum tragen kommt!

    @ Brennov

    Huckic muss erst mal gegen McKenzie gewinnen……und McKenzie ist ne Wundertüte, an einem guten Tag kann er fast jeden besiegen, aber eben auch gegen jeden verlieren!

    @ reineckefuchs

    Shumenov halte ich für völlig überbewertet, abgesehen davon das er in letzter Zeit eher ein Gelegenheitsboxer ist, ist er auch der schwächste WM im Cruiser!

    • 19. September 2016 at 11:44 —

      ist shumenov denn ein wirklicher wm. ist halt auch blos ein wba fake wm!

    • 20. September 2016 at 00:52 —

      Shumenov ist kein schlechter, aber gegen die absolute Spitze im CW (Lebedev, Usyk, Briedis evtl noch Drozd & Dorticos) reicht es für ihn definitiv nicht…

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