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Noel Gevor im Interview- Kann er die Nachfolge von Huck antreten?

Nachdem Marco Huck (30) seinen WBO-Weltmeistertitel in Newark (New Jersey) gegen den Polen Krzysztof Glowacki (28) in der 11. Runde durch K.o. verloren hat, wird die Frage nach seiner Nachfolge im Cruisergewicht immer interessanter. Der „Käpt’n“ könnte bald in die Königsklasse aufsteigen und der 44-jährige Firat Arslan wird, trotz überragender Fitness, auch nicht mehr ewig boxen. Damit liegen alle Hoffnungen auf dem Hamburger Noel Gevor (24), der es am 5. September in der Dresdener EnergieVerbund Arena mit dem Argentinier Daniel Alejandro Sanabria (32) zu tun bekommt. Erstmals handelt es sich um einen Titelkampf, die WBO-International Meisterschaft im Cruisergewicht. In diesem Duell muss er unter Beweis stellen, dass er nicht mehr weit von einer WM-Chance entfernt ist und souverän siegen. Mit welchen Mitteln der Stiefsohn von Ex-Europameister Khoren Gevor seinen Gegner besiegen will und was er nach dem Kampf gern über sich in der Zeitung lesen würde, erzählt der 24-Jährige im folgenden Interview.

Noel Gevor, Ihr Kampf am 5. September ist sicherlich wegweisend – würden Sie dem zustimmen?

Noel Gevor: „Definitiv, denn der Gewinn solch einer Meisterschaft bringt mich in der Weltrangliste weiter nach vorn. Und nur wer oben steht und auf sich aufmerksam macht, bekommt über kurz oder lang die Chance den Weltmeister herauszufordern. Daher freue ich mich riesig auf diesen Fight.“

Gehen Sie an einen Titelkampf noch einmal ganz anders heran? Schließlich ist dieser maximal auf 10 Runden angesetzt – eine Distanz, die Sie bisher nur einmal absolviert haben…

Noel Gevor: „Das stimmt. Außer beim Gewinn der Junioren-WM musste ich bisher höchstens acht Runden im Ring stehen. Im Sparring habe ich wiederum schon des Öfteren bewiesen, dass ich problemlos über 12 Runden gehen kann. Daher mache ich mir in Hinblick auf meine Kondition keine Sorgen.“

Was wissen Sie über Ihren Gegner, wo liegen seine Stärken und wie können Sie ihn knacken?

Noel Gevor: „Wenn ich nach Sanabrias letzten Kämpfen gehe, ist wohl seine Führhand kombiniert mit Schlägen zum Körper seine stärkste Waffe. Wie es sich für einen Argentinier gehört, hat er zudem eine sehr gute Ausdauer und ist hart im Nehmen. Im direkten Vergleich habe ich meiner Meinung nach Vorteile in der Beinarbeit und bin variabler in der Schlagauswahl.“

Sie werden als das größte deutsche Cruisergewichtstalent gehandelt – ist das zusätzlicher Druck oder eher motivierend?

Noel Gevor: „Um ehrlich zu sein, nervt mich das mit der Zeit. Ich will nicht das größte Talent sein, sondern der Champion. „Weltmeister Noel Gevor“ hört sich einfach deutlich besser an und nachdem Deutschland ja keinen Champion mehr in dieser Gewichtsklasse hat, ist es an mir, diese Lücke zu füllen! In Dresden soll der nächste Schritt dahin folgen.“

Wie weit sehen Sie sich selbst noch von einer WM-Chance entfernt?

Noel Gevor: „Das kann recht schnell gehen, schließlich bin ich bei einigen Weltverbänden bereits unter den Top Ten gelistet. Wenn ich über die nächsten Monate meine Kämpfe überzeugend gewinne, werde ich nächstes Jahr um die Weltmeisterschaft boxen.“

Dresden ist eine geschichtsträchtige Stadt – welche Story wollen Sie am 5. September dort schreiben?

Noel Gevor: „Ich wäre am darauffolgenden Tag mit der Schlagzeile „Noel Gevor ist bereit die Weltspitze anzugreifen“ vollends zufrieden.“

Im Hauptkampf des Abends verteidigt Jürgen Brähmer die WBA-Weltmeisterschaft im Halbschwergewicht gegen Konni Konrad. Eintrittskarten für die Box-Nacht in Dresden sind über die telefonische Ticket-Hotline 01806-570044, im Internet unter www.tickethall.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

 

Quelle: Sauerland Event

Foto: Facebook-Fanpage Noel Gevor

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23 Kommentare

  1. 29. August 2015 at 01:15 —

    Finde Gevor relativ sympathisch und auch talentiert.

    …allerdings gibt es im derzeit gut besetzten CW auch noch ganz andere Kaliber, sodass ich davon ausgehe, dass es bestimmt mindestens 10 CWler gibt, die Gevor regelrecht auffressen würden, sodass es meiner Meinung nach für einen WM-Titel nur über “unschöne Umwege” mit extremer Sauerland-Unterstützung reichen könnte…

    • 8. Februar 2016 at 12:08 —

      Khoren Gevor / keine Schlagkraft / keine Härte / langweilige Kämpfe die sich noch langweiliger über die Runden ziehen.

  2. 29. August 2015 at 04:46 —

    nein kann er nicht.

  3. 29. August 2015 at 12:36 —

    soso dann nenne mir doch mal diese 10 leute.

    • 29. August 2015 at 13:02 —

      …also ziemlich sicher bin ich mir da bei:

      Lebedev
      Drozd
      Usyk
      Chakhiev
      Kudryashov
      Jones (sofern der noch aktiv ist)

      …und auch zumindest noch relativ sicher wäre ich mir bei:

      Glowacki
      Wlodarczyk
      Makabu
      Breidis (der bei Boxrec derzeit wohl wieder im CW aufgeführt ist)
      und eig. noch bei Ramirez, der meiner Meinung nach insgesamt unterschätzt wird.

  4. 29. August 2015 at 13:51 —

    @hw fan
    angenommen du hättest recht mit diesen boxern. es wäre nur momentan der fall, dass diese boxer noch etwäs stärker sind als er .
    glaub mir, sätestens 2017 oder 2018 gibt es nur noch einen der gevor besiegen könnte und dass ist usyk

    • 29. August 2015 at 14:12 —

      nutella
      meinst du, die anderen hören aus angst vor gevor auf?
      bin ja mal gespannt, wann er den ersten 12 runden.kampf macht.
      gerade das cruser ist stark besetzt, da wird gevor nicht mehr lange ohne niederlage rumlaufen ( was ja nicht schlimm ist).
      und HWFan hat nur von denen geschrieben, wo er sich sicher wäre.
      auch im CW kann eine bombe entscheidend sein, kannst ja mal hukic fragen.

    • 29. August 2015 at 14:21 —

      Finde Gevor wie gesagt sehr sympathisch und würde ihm auf jeden Fall eine “große Zukunft” gönnen, aber ich bin doch sehr skeptisch, ob es bei ihm wirklich für die Weltspitze reichen wird und er sich künftig gegen o. g. Gegner erfolgreich behaupten können wird, zumal die meisten von ihnen eben, auch mit teilweise noch relativ wenig Profi-Erfahrung, schon stärkere Gegner hatten und diese mitunter auch erfolgreicher geschlagen haben. Sehe es insgesamt also auch eher so wie Ego, ohne Gevor dabei schlechtreden oder sein zweifelsfrei in überdurchschnittlichem Maße vorhandenes Talent anzweifeln zu wollen.

    • 30. August 2015 at 04:46 —

      das glaubst du doch nicht wirklich…..
      gevor geht gegen alle ,die hwfan aufgezählt hat ,ko….

  5. 29. August 2015 at 14:21 —

    @ego

    meine ja nicht, dass irgendjemand glecih angst hat.
    ist halt nur meine perönliche meinung üeb ihn.
    falls irgendein boxer angst hat sollte er aufhören zu boxen .
    respekt sollte man haben aber keine angst.

    • 29. August 2015 at 14:54 —

      nutella
      war ja auch nur ein scherz.
      NG sollte mal langsam anfangen, gute kämpfe zu machen.
      und 12 runder. ist schon 24 jahre alt, wann soll es funken?
      der junge ist gut, keine frage, aber ohne herausforderung wird er ein “talent” bleiben.
      ist ja auch ansichtssache, die einen ( ich z.b.) würden einen schnellen aufbau befürworten, andere, wie der fan, würden ihn mit 30 noch auf die WM hinarbeiten lassen.
      warten wir ab, wie er den kampf gestaltet, ist ja mal ein richtiger gegner,danach sind wir klüger.

  6. 29. August 2015 at 17:08 —

    Da Noel Allah sei Dank nur der Schwieger-Sohn von Khoren Gevor ist besteht zumindest genetisch möglicherweise.
    Aber: Jura-Student…
    Der bekommt doch in 1000 Jahren keine Härte.
    Und gerade im Cruiser-Gewicht wird geschliffen bis zum geht nicht mehr…

  7. 29. August 2015 at 17:09 —

    *besteht zumindest genetisch die Möglichkeit muss es natürlich heißen…

  8. 29. August 2015 at 22:15 —

    Dr
    du hast mir wieder die buchstaben geklaut!
    was soll hukic im HW?
    so wie der im CW umgehauen wurde?

  9. 29. August 2015 at 22:58 —

    …er hat doch schon sowohl gegen Lebedev, als auch gegen USS geboxt…

    • 30. August 2015 at 18:31 —

      …und hat beide Male haushoch verloren. Schade nur dass beim Lebedevkampf 2 Punktrichter völlig inkompetent waren oder mit Absicht und mit Geldnoten in den Augen ein Skandalurteil punkteten.

      • 31. August 2015 at 11:19 —

        …habe beim Lebedev-Kampf damals leider erst zur Mitte eingeschaltet.

        …war aber schon komisch, dass bis dahin zwar nicht nach Punkten vorne hätte liegen dürfen und Wegner ihm dennoch sagte, er dürfe einfach nur nicht KO gehen, dann müsse es auf den Punktzetteln reichen…

        …eine derartige “Unterstützung” hat ihm gegen Glowacki einfach gefehlt… 😉

    • @ HWFan

      klar hat er gegen Lebedev und USS geboxt, was ich meinte war ein rematch oder halt alte rechnungen begleichen wie es echte champs tun.

      Und das gleiche wird jetzt mit Glowacki sein. Hukic wird diesen namen nie wieder erwähnen, stattdessen sucht er sich lieber den nächsten payday.

      Wir wissen alle wie das rematch gegen Lebedev ausgegangen wäre. Gegen USS wäre er sowieso wieder KO gegangen.

      Alle meckern immer über das US Boxen, aber dort kommt man wenigstens nicht davon wenn man einen sieg geschenkt bekommen hat oder verloren hat, dann merken sich das alle bis es glattgebügelt wird. Khan ist genauso ein Kanidat weshalb er niemals ein echter champion sein wird, keine niederlage hat er jemals gerächt. Er ging einfach nur weiter als ob nix gewesen wäre. Hukic ist genauso vom typ her.

      • 31. August 2015 at 16:36 —

        “klar hat er gegen Lebedev und USS geboxt, was ich meinte war ein rematch oder halt alte rechnungen begleichen wie es echte champs tun.”

        …achsoooo!

        …war mir bei Huck allerdings nie so wirklich sicher, inwiefern ihm selbst bewusst war, dass Rematches gegen USS oder Lebedev nicht sonderlich förderlich für seine Karriere gewesen wären. Könnte mir auch gut vorstellen, dass er sich selbst tatsächlich für den Besten gehalten hat und Sauerland ihm in weiser Voraussicht eingeredet hat, dass Rematches “unnötig” wären… 😉

  10. 30. August 2015 at 20:21 —

    Hmmmm……..Hukic hat verloren und von Sauerland wird gleich ein neuer Name in den Raum geworfen der mal WM werden könnte! Betonung liegt da wohl sehr auf könnte!?
    Gut,Gevor ist nicht talentfrei,aber er sollte sich erst mal auf europäischen Niveau einen Namen machen und sich beweisen!

    • 31. August 2015 at 11:26 —

      …in den Raum geworfen hatte Sauerland den Namen schon vorher.

      …allerdings hatte man wohl ursprünglich gehofft, dass man Huck noch zu einem Kampf (gegen Gevor) unter Sauerland-Regie hätte nötigen können, bei dem Huck “seinen” Titel dann nach “Spezial-Urteil” an seinen “offiziellen Nachfolger” hätte übergeben dürfen… 😉 😉 😉

    • 31. August 2015 at 11:44 —

      …zu Gevor stimme ich dir auf jeden Fall zu.

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